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Mutmaßliche Wohnhauseinbrecher gefasst

Kassel/Niedenstein. Das Mobile Einsatzkommando Kassel hat am Dienstagabend drei mutmaßliche Einbrecher im Alter von 30, 36 und 43 Jahren und eine 40-jährige Frau vorläufig festgenommen, die nach den bisherigen Erkenntnissen als Fahrerin des Trios arbeitete. Dem Fahndungserfolg gingen wochenlange, intensive Ermittlungen des Einbruchskommissariats K 21/22 der Kasseler Kripo wegen des Verdachts bandenmäßiger Einbruchsdiebstähle voraus, die von verschiedenen operativen Maßnahmen begleitet wurden.

Der Zugriff auf die mutmaßlichen Einbrecher gelang am Dienstag gegen 20 Uhr, als sie mit einem silberfarbenen VW-Caddy mit Kasseler Kennzeichen zu einer Wohnung im Kasseler Stadtteil Niederzwehren zurückkehrten. Im Fahrzeug des Quartetts fanden die Ermittler Diebesgut, dass zwei Einbrüchen in Niedenstein vom gleichen Tag zugeordnet werden konnte. Dort waren die Täter am frühen Abend in zwei Einfamilienhäuser im Rehwiesen- und Lupinenweg eingestiegen. Ihre Beute: Schmuck und Armbanduhren. Bei der Wohnungsdurchsuchung wurde unter anderem ein Laptop mit Tasche aufgefunden. Dieses Gerät stammt aus einem Wohnhauseinbruch am 1. Dezember in Ahnatal (Landkreis Kassel).

Aufgrund der Erkenntnisse aus den bisherigen Ermittlungen, der Arbeitsweise der Täter, der Objektauswahl und der benutzten Hebelwerkzeuge sind die festgenommenen Männer für Polizei und Staatsanwaltschaft Kassel dringend verdächtigt, auch die Wohnhauseinbrüche in den nordwestlichen Kasseler Stadtteilen – ein Schwerpunkt lag hier seit Ende Oktober am Brasselsberg – begangen zu haben. „Die 40-jährige Frau“, so Kriminaloberkommissar Ulrich Friedel von der eigens eingerichteten Arbeitsgruppe der Kripo, „hat bislang 16 Fahrten für die mutmaßliche Tätergruppe um den Haupttatverdächtigen 30-Jährigen eingeräumt. Von den Einbrüchen will sie allerdings nichts mitbekommen haben“. Mehr als zwanzig Einbrüche in Wohnhäuser sollen auf das Konto des 30-Jährigen und seiner Mittäter gehen.

„Auf einem Rätselheft fanden wir handschriftliche Notizen, die eindeutig Einbruchsobjekten am Brasselsberg zuzuordnen waren“, erklärte Friedel. Auch wenn für einzelne Taten noch der letzte Sachbeweis fehlt sind sich die Ermittler sicher, die Richtigen erwischt zu haben. Möglicherweise kommt das Trio auch für weitere Einbrüche im Landkreis mit ähnlicher Tatbegehungsweise in Betracht. Die Ermittlungen laufen diesbezüglich auf Hochtouren.

Bei der Durchsuchung der Wohnung wurden noch Schmuckstücke gefunden, die vermutlich auch aus Wohnhauseinbrüchen stammen, bislang aber noch keinem Tatort zugeordnet werden konnten. Es handelt sich um zwei goldene Ketten und einen sehr auffälligen Ohrhänger.

Neben Hinweisen zur Herkunft der Schmuckstücke erhoffen sich die Ermittler des Einbruchskommissariats auch Hinweise zu dem auffälligen silberfarbenen VW-Caddy, mit dem die Gruppe offenbar in den letzten Wochen auf Einbruchstour war. Der bei den Einbrüchen entstandene Gesamtschaden liegt nach vorsichtiger Schätzung deutlich im fünfstelligen Eurobereich. Genauere Angaben sind derzeit nicht möglich, da der Polizei noch nicht alle Schadensaufstellungen vorliegen.

Auf Anordnung der Kasseler Staatsanwaltschaft wurden alle vier Festgenommenen am Mittwoch dem Haftrichter beim Kasseler Amtsgericht vorgeführt. Dieser erließ gegen die drei tatverdächtigen Männer Untersuchungshaftbefehle, die Frau wurde auf freien Fuß gesetzt.




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