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Rekordläufe durch Stefanie Klein und Tobias Stang

Melsungen. Trotz aller hier und da geäußerten Vorbehalte hielten die Kreis-Hallenmeisterschaften in der Melsunger Stadtsporthalle das, was man sich von ihnen versprach. In den Schülerklassen wurden sogar in manchen Wettbewerben die Erwartungen übertroffen. Einer der großen Höhepunkte dieser zweitägigen Titelkämpfe waren die Rundenläufe der beiden 11-jährigen Stefanie Klein und Tobias Stang (MT Melsungen), die mit ihren Zeiten neue Kreis-Hallenrekorde für Schwalm-Eder aufstellten. Zu bewundern waren aber auch die Organisatoren und die Kampfrichter, die an diesen zwei Tagen mehr als 16 Stunden in der Melsunger Stadtsporthalle verbrachten und den reibungslosen Ablauf sicherstellten.

Nach dem Landesstandard hatte am Freitagabend nur die Hochsprungleistung des Jugendlichen David Reyes mit 1,80 Meter und der Kugelstoß des 16-jährigen Valentin Enns (beide Spangenberg) besondere Klassemerkmale. Das ohnehin dürre Leistungsbild bei den Frauen hielt noch weniger als es ohnehin auszusagen hatte. Die Sprintsiegerin in der Frauenklasse hätte mit ihrer Zeit von 7,9 Sekunden einen Tag später bei den C-Schülerinnen nur den dritten Platz belegt. Aber auch die Leistungen der starken Männer ließen zu Wünschen übrig: Andreas Kutzner (Borken), der frisch gebackene hessischen Hammerwurfmeister, gewann diesen Wettbewerb mit mageren 12,66 Meter vor Ullrich Siebert (Spangenberg), der nur einen Zentimeter zurücklag. Dafür zeigten sich einen Tag später die Nachwuchsathleten des Altkreises Melsungen, dass sie auf dem richtigen Weg sind.

Vor allem die Melsunger Mittelstreckenläufer präsentierten sich in Rekordlaune. Bei den B-Schülern zog der frisch gekürte Leichtathlet des Jahres, Tobias Stang, einsam und allein auf dem Weg zu seiner Meisterschaft seine fünf Runden. Immerhin waren in diesem Rennen mit Tobias Baum, Robin Hohmann und Michael Hiob weitere Spitzenläufer des Hessischen Leichtathletik-Verbandes. Aber die Melsunger Mittelstrecken-Hoffnung ließ bereits vom Start weg keinen Zweifel über seinen Sieg aufkommen und siegte in der neuen Kreisrekordzeit von 2:00,2 Minuten. „Ich wollte eigentlich unter zwei Minuten laufen“, sagte der Allrounder aus Malsfeld. Aber zum Schluss ließen seine Kräfte nach, und er verfehlte sein Ziel nur um einen Wimpernschlag. Dennoch blieb er um über sechs Sekunden unter der alten Bestmarke.

In der Altersklasse W13 sicherte sich Maria Franke (Spangenberg) mit starken 2:09,3 Minuten vor Celine Kühnert (2:10,2 Minuten) und Lea Sperl (beide MT) in 2:12,0 Minuten den Sieg über fünf Runden. Damit blieben alle drei Mädchen unter der alten Bestmarke von Karina Bamberger (MT), die vor acht Jahren 2:12,1 Minuten lief. Doch dieser Rekord hatte nur fünf Minuten Bestand, denn dann holte sich die ein Jahr jüngere Stefanie Klein mit einem mutigen Tempolauf diesen Rekord. Ohne ernsthafte Konkurrenz lief sie 30 Meter vor dem Verfolgerfeld und siegte in 2:08,5 Minuten. Taktische Erwägungen hin – taktische Erwägungen her. Als Starter Gerhard Pfannkuche zum vier Rundenlauf der W11 aufrief, war Karolin Siebert, die kurz zuvor als Nachwuchs-Leichtathetlin der MT Melsungen gekürt wurde, zur Stelle. Sie war es auch, die diesem Vier-Rundenlauf ihrem Stempel aufdrückte. Judith Enzeroth (Spangenberg), Hessens schnellste C-Schülerin und auch auf Rang zwei über 800 m in der HLV-Bestenliste vertreten, wehrte sich nach Kräften. Aber sie konnte dem enormen Anfangstempo der HLV-Ranglisten-Ersten nicht folgen. Im Schlussspurt kam der Spangenberger Express noch mächtig auf, aber am Ende fehlten vier Zehntelsekunden. Mit 1:40,6 Minuten verfehlte Karolin Siebert den Kreis-Hallenrekord von Stefanie Klein nur um eine Sekunde.

Weitere Höhepunkte waren die vier Titel von Katharina Wagner (MT), wobei sie bei ihrem Sieg über 50m mit 7,4 Sekunden die Tagesbestzeit aller 160 Schülerinnen und Schüler lief. Über 50m der B-Schüler ließ Tobias Baum auch diesmal keinen Zweifel an seiner Klasse aufkommen. Seine Stärke im ersten Drittel einer so kurzen Distanz enorm beschleunigen zu können, spielte er im Zwischenlauf (7,4 Sek.) noch überzeugender als im Endlauf (7,5 Sek.) aus. Nach seinem Sieg im Weitsprung gewann er noch den Hochsprungwettbewerb mit der persönlichen Bestleistung von 1,36 Meter. Zu den guten Leistungen gehörte auch die eindrucksvolle Vorstellung von Judith Entzeroth, die in 7,7 Sekunden vor Margarethe Puhl (Altmorschen) – 7,8 Sekunden – siegte.

Im Kugelstoßen der M12 überraschte Rapheal Strube (Spangenberg) mit ausgezeichneten 8,56 Meter, und der Spangenberger Daniel Ackermann überzeugte im Hochsprung der M13 mit 1,42 m. Im Vier-Rundenlauf der W10 mündete die erfolgreiche Verfolgerjagd von Theresa Strack (Gensungen) mit 1:51,9 Minuten in einem Sieg vor Janina Rohde (MT), die nach 1:53,4 Minuten die Ziellinie überquerte. Dafür hielt sich die junge Mehrkämpferin mit ihrem Hochsprungsieg von 1,15 m schadlos. Und schließlich gab es noch einen souveränen Triumph des zehnjährigen Steffen Hassenpflug (Guxhagen) über vier Runden in starken 1:46,8 Minuten.

In den Staffelrennen über viermal eine Runde, an dem sich 22 Mannschaften beteiligten, ließ sich die erste Jungenstaffel der MT auf kein Risiko ein und beherrschte diese Entscheidung von Anfang an. Am Schluss stand für das Melsunger Quartett mit Tobias Baum, Tobias Stang, Robin Hohmann und Michael Hiob der Sieg mit über einer Sekunde Vorsprung fest. Aber um Rang zwei kämpften die beiden Mädchenstaffeln vom TSV Spangenberg und der MT Melsungen, wobei sich Judith Entzeroth und Katharina Wagner unter dem Beifall der vielen Zuschauern ein großes Rennen lieferten. Rabea Pöppe (Spangenberg) lief als vorletzte Läuferin einen winzigen Vorsprung heraus und Katharina Wagner aus Melsungen konnte gegen die ein Jahr jüngere Judith keinen Zentimeter an Boden gutmachen. Somit sicherten sich die Spangenberger Mädchen mit Kerstin Bott, Maria Franke, Rabea Pöppe und Judith Entzeroth in 1:21,1 Minuten vor dem Melsunger Quartett (1:21,2 Min.) den zweiten Platz.

In Wartestellung sind bereits einige talentierte D-Schüler, wie Katrin Herwig (Gensungen), Luca Kunkel (Altmorschen) und die Melsunger Aaron Werkmeister, Leon Tomaselli sowie Maja Erbe, Vanessa Weinreich und Franziska Ebert. Ihnen könnte bei den Hallenmeisterschaften der nächsten Jahre die Zukunft gehören.

Foto: Michael Hiob, Robin Hohmann, Tobias Baum, Robin Kästner, Tobias Stang, Pascal Kripko und Sebastian Ludwig hatten allen Grund zur Freude, Sie gewannen bis auf das Kugelstoßen jeden Wettbewerb in der M12. Nicht ganz so glücklich war Henri Alter, der zunächst den Start über 50 Meterverschlafen hatte und dann noch seine Anfangshöhe im Hochsprung dreimal riss. Foto: Michael Rubik




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