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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Landesweiter Aktionstag gegen Betrug

Nordhessen. Am Freitag waren von 9 bis 16 Uhr in Stadt und Landkreis Kassel sowie den Landkreisen Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder und Werra-Meißner über 100 Polizeibeamte im Rahmen eines zum Konzept Verkehrssicherheit und Kriminalitätsbekämpfung gehörenden hessenweiten Landesaktionstags im Einsatz. Dabei legte die Polizei ihr Hauptaugenmerk auf die Maschen der betrügerischen Haustürgeschäfte, wie in den Fällen des so genannten Enkeltricks und den sonstigen bekannten Trickbetrügereien – bei denen die Vielfalt der Betrugspalette sehr groß ist.

Dazu waren allein in Stadt und Landkreis Kassel über drei dutzend Beamte in der Kasseler Innenstadt, in Wohngebieten, in Altenwohnhäusern, Banken- und Sparkassen sowie Geschäften unterwegs und haben dort potentielle Opfer, dazu gehören überwiegend ältere Leute, über die Betrügermethoden aufgeklärt. Zudem wurden die Bürger
mit Handzetteln und Flyern informiert, wie sie sich vor solchen Delikten schützen können. Denn den Betrügern geht es letztendlich immer darum, an das Eigentum oder die Ersparnisse ihrer Opfer zu gelangen. Und dafür lassen Sie sich einiges einfallen:

Wie meist in diesen Fällen üblich, werden die Opfer unter Vortäuschung falscher Tatsachen bewusst getäuscht. Unter einem Vorwand versuchen gewiefte Täter, in die Wohnung ihrer Opfer zu gelangen. Dort folgt dann bei den zumeist älteren Leuten ein inszeniertes und nicht selten die Hilfsbereitschaft dieser Personen ausnutzendes Ablenkungsmanöver. Unter anderem treten die Betrüger dabei auch als falsche Mitarbeiter von staatlichen Einrichtungen, Behörden oder Unternehmen auf, um sich auf diese Weise Zutritt zu den Wohnungen und Häuser zu verschaffen. Dabei werden durch geschickte Ablenkungsmanöver unbemerkt weitere Mittäter in die Wohnung geschleust, die dort dann alles durchsuchen und bevorzugt Geld und Schmuck stehlen.

Etwas anders läuft die Masche des so genannten Enkeltricks, die auch in Nordhessen schon öfters zum Erfolg für die Täter führte und bei dem insbesondere ältere Herrschaften um ihr Erspartes gebracht wurden: Die Betrüger geben sich am Telefon als vermeintliche Verwandte aus und täuschen den arglosen Bürgern eine finanzielle Notlage vor. Wieder wird die Hilfsbereitschaft der alten Leute ausgenutzt, um an deren Hab und Gut, hier natürlich in erster Linie Bargeld, zu gelangen. Die von der zumeist sehr überzeugend vorgetragenen „Notlage“ des nahen Verwandten zutiefst betroffenen Opfer wollen verständlicherweise helfen und heben auf der Bank oftmals einen Großteil ihrer Ersparnisse ab. Da der Verwandte, meist ein angeblicher Enkel, in diesen vorgetäuschten Notsituationen natürlich nicht persönlich erscheinen kann, wird das Geld vertrauensvoll an einen vermeintlichen Bekannten, den Betrügerkomplizen, übergeben. Eine weitere miese Abzocke wird von solchen Tätern verübt, die an der Haustüre minderwertige Waren zu überteuerten Preisen anbieten.

Obwohl sich in Nordhessen ein Rückgang dieser Betrügereien abzeichnet, was sicherlich auch auf die intensive Aufklärungsarbeit der Polizei zurück zu führen sein dürfte, muss immer wieder die Bevölkerung über neue bekanntgewordene Betrugsmaschen aufgeklärt werden. Gerade auch bei den heutigen Gesprächen sind die Bürger erneut auf ein möglichst schnelles Reagieren und sofortiges Einschalten der Polizei hingewiesen worden, denn nur eine zeitnahe Information ermöglicht den polizeilichen Fahndungserfolg, nämlich denTätern habhaft zu werden.

„Wir haben mit unserer heutigen Aktion insgesamt rund 1000 Bürger in Gesprächen erreicht und insgesamt über 1200 Informationsbroschüren verteilt. Unsere Präventionsarbeit fand bei der Bevölkerung sehr großen Anklang. Wir haben durchgängig positive Rückmeldungen erhalten“, erklärte Polizeidirektor Thomas Beck, der für den Bereich des Polizeipräsidiums Nordhessen die Einsatzleitung des Kontrolltages übernommen hatte.

Bei den Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen des Polizeipräsidiums Nordhessen, die es sowohl in Kassel als auch an den Standorten der Polizeidirektionen gibt, können sich zudem interessierte Bürgerinnen und Bürgern über die jeweiligen Betrugsmaschen informieren und sich Ratschläge zum Schutz gegen solche Betrüger holen. Die fachkundigen Mitarbeiter der Beratungsstelle in Kassel kann man direkt im Polizeiladen in der Kasseler Wolfsschlucht aufsuchen oder telefonisch unter (0561) 17171 zu Rate ziehen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de.




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