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Klein und Siebert erfolgreich über 800 Meter

Hannover/Melsungen. Beim Leichtathletik-Hallenausklang am Olympiastützpunkt in Hannover sorgten zwei Nachwuchsathletinnen aus Melsungen für die sportlichen Schlagzeilen. Im 800-Meter-Lauf der W12 startete um 17.50 Uhr Teil eins der Rekord-Dramaturgie, denn Stefanie Klein lief in einem Einladungsrennen gegen die schnellsten Mädchen aus Niedersachsen.

Geplant war eine Zeit von knapp unter 2:36 Minuten, um einen neuen Kreishallenrekord für aufzustellen. Und das Lauftalent rief das ab, was sie in den letzten Wochen bei den Wettkämpfen in Dortmund und Erfurt bereits angedeutet hatte, wo sie mit 2:36,0 Minuten eine neue Bestleistung aufstellen, und damit die gesamte Thüringer Laufelite hinter sich lassen konnte. In Hannover sollte nun der vierte Kreis-Hallenrekord in Folge aufgestellt werden und der Plan ging auf. Nach genau 75 Sekunden wurden die 400 Meter passiert.

Wer dann allerdings gedacht hatte, dass das Melsunger Mittelstrecken-As zu schnell angelaufen wäre, wurde nach der 600-Meter-Zwischenzeit eines besseren belehrt. Stefanie Klein, die nach 500 Meter die Führung übernommen hatte, wurde an der 600-Meter-Marke mit 1:54,2 Minuten gestoppt. Da sie auch noch die letzten 200 Meter in glänzenden 37,9 Sekunden lief, überquerte sie die Ziellinie in sensationellen 2:32,10 Minuten. Eine Zeit, die schon lange kein elfjähriges Mädchen in Hessen mehr lief und die sogar schneller war, als der 18 Jahre alte Kreisrekord in der W13. Denn die damals 13-jährige Nadine Zasadzinski lief 1989 in Paderborn 2:33,7 Minuten. „Ein bisschen fehlt mir die Luft, aber insgesamt ist es ein sehr schönes Gefühl“, sagte eine glückliche Stefanie Klein nach ihrem Rekordlauf, als sie ihre Mutter Conny in die Arme nahm.

Zehn Minuten später kam der zweite Paukenschlag über 800 Meter, und wieder spielte ein Mädchen aus Melsungen die Hauptrolle: Karolin Siebert, Trainingspartnerin von Stefanie Klein, aber noch ein Jahr jünger, ging konzentriert und unerschrocken in die erste Runde, ordnete sich nach 36,2 Sekunden als Zweite ein und widerstand nach 400 MEter ebenfalls den Angriffen der besten Mädchen aus Niedersachsen. Nach 600 Meter, als sie bereits zehn Meter vor dem Feld lief, hatte sie eine Zwischenzeit von 1:56,5 Minuten vorzuweisen.

Unter dem Beifall der Zuschauer legte Hessens schnellste C-Schülerin die letzte Runde in starken 39,1 Sekunden zurück und überquerte somit die Ziellinie in der neuen Rekordzeit von 2:35:75 Minuten. Mit dieser Zeit blieb sie noch unter dem alten Rekord von Stefanie Klein, den diese dreizehn Minuten vorher verbessert hatte.

Für weitere Glanzleistungen sorgten Robin Hohmann (3:20,48 Minuten) und Michael Hiob (3:24,27 Minuten), die im 1000-Meter-Lauf der M12 hinter Leon Bühler aus Hildesheim mit neuen persönlichen Bestzeiten die Plätze zwei und drei belegen konnten. Eine Stunde vorher steigerte sich Michael Hiob als Sieger des B-Endlaufes über 60 Meter auf gute 9,02 Minuten und belegte damit in der Endabrechnung von den 25 angetretenen Sprintern Rang vier. Zufrieden konnte nicht nur Celine Kühnert nach dem 800-Meter-Finale der W13 sein, wo sie mit 2:40,87 Minuten in einem gut besetzten Rennen Rang zwei belegte, nein, zufrieden war auch Nele Koch, die nach fast neunmonatiger Abstinenz vom Wettkampfsport mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 2:52,25 Minuten in die Saison 2007 einstieg. Schließlich demonstrierten Sebastian Ludwig und Henri Alter, dass in Melsungen nicht nur gute Läuferinnen und Läufer zu Hause sind, sondern dass Vielseitigkeit im Training angesagt ist. Mit 4,47 m und 4,40 Meter belegte die beiden Mehrkämpfer die Plätze drei und vier. Da aber in Niedersachsen bereits in dieser Altersklasse nicht mehr die tatsächliche Sprungweite gemessen, sondern vom Brettende abgelesen wird, kann man bei einem ungenauen Absprung einige Zentimeter verschenken. Diese Erfahrung mussten beide Melsunger nun machen, so dass ihre tatsächlichen Sprünge von 4,63 Meer beziehungsweise 4,55 Meter nicht gewertet werden konnten.

Alwin J. Wagner, verantwortlicher Trainer für die Melsunger Leichtathleten, resümierte passend: „Die Hallensaison 2007 ging mit einer interessanten Dramaturgie zu Ende. Der Höhepunkt erfolgte am Schluss der letzten Veranstaltung und verantwortlich dafür waren die beiden Rekordläuferinnen Stefanie Klein und Karolin Siebert aus Melsungen. Besser und schöner hätte es nicht sein können…“ (aw)




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