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Beamte „ernteten“ Cannabispflanzen

Neuental. In der vergangenen Woche stellten Beamte der Regionalen Kriminalinspektion Schwalm-Eder auf einem Grundstück eines Neuentaler Ortsteiles gut ein Kilogramm getrocknete Cannabisblüten, einige Gramm Cannabissamen und zwölf bereits etwa zwei Meter hohe Cannabispflanzen sicher.

Die Homberger Kripo hatte durch einen anonymen Hinweis Kenntnis von der Cannabisanpflanzung erhalten. Nachdem erste Ermittlungen den Verdacht des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erhärteten, erwirkte die Staatsanwaltschaft Kassel beim zuständigen Amtsgericht einen Durchsuchungsbeschluss. Dieser wurde in der vergangenen Woche vollstreckt.

Die in einer Gartenecke des Grundstückes vorgefundenen Cannabispflanzen wurden abgeerntet. In der Wohnung des nun Beschuldigten wurden die bereits früher von ihm geernteten Blütenstände, einige Gramm Cannabissamen sowie drei kleine Anzuchtpflanzen aufgefunden. Die Blüten, insgesamt etwas über ein Kilogramm, hatte der knapp über 50-jährige Mann, nach Jahrgängen sortiert, in Einkochgläsern gelagert. Es fanden sich keinerlei Hinweise darauf, dass der Mann mit seinen Cannabisprodukten Handel betrieben hat. Zurzeit wird davon ausgegangen, dass er die Pflanzen zum reinen Eigenbedarf angebaut hat. Er wurde nach erkennungsdienstlicher Behandlung und Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt.

Hinweis der Polizei:
Gefahr gerade für Jugendliche – Schulversagen – keinen Job – Verpasste Chancen – Zukunft kaputt. „In nur vier Jahren, zwischen 14 und 18, versauen sich die jungen Drogenkonsumenten die nächsten 40 Jahre, eigentlich das ganze Leben“, so ein Drogenfahnder der Regionalen Kriminalinspektion Schwalm-Eder. Er weiß wovon er spricht – er sieht es jahrein, jahraus. Mit Cannabis ist nicht zu spaßen. Es ist fatal und gefährlich von „weichen“ Drogen zu sprechen. Es ist zu beobachten, dass die Folgen des Konsums von Cannabisprodukten (Haschisch/Marihuana) von Jugendlichen gefährlich unterschätzt werden.

Fakt ist:
Der Wirkstoffgehalt in Cannabisprodukten ist seit den sog. „Flower-Power“ Zeiten durch Züchtung inzwischen fünfmal so hoch wie früher. Bei regelmäßigem Konsum besteht die Gefahr an einer Psychose zu erkranken. Weitere Risiken sind: Gefahr der psychischen Abhängigkeit; Apathie, Antriebslosigkeit; Persönlichkeitsveränderungen; erhöhtes Krebsrisiko. Vor dem Krebs fürchten sich die jungen Menschen wohl weniger, der kommt, wenn überhaupt, später. Außerdem bekommen den ja immer nur die Anderen. Was sich aber sofort und unmittelbar bei Cannabiskonsum auswirkt, ist die deutliche Minderung der Leistungsfähigkeit, die Apathie, Passivität, Konzentrationsprobleme, Gleichgültigkeit. Und eben dadurch erhebliche schulische oder berufliche Probleme – verlorene Jahre, mit Folgen für das weitere Leben. Nicht unerwähnt bleiben darf auch: Durch den Konsum von Cannabis, wie von Drogen insgesamt, wird die Fahrtüchtigkeit erheblich beeinträchtigt. Ganz abgesehen von den unmittelbaren Folgen eines möglichen Verkehrsunfalles bei sich selbst oder gar Unbeteiligten, können Strafermittelungsverfahren und Verlust der Fahrerlaubnis die Folgen sein, wenn man berauscht ein Fahrzeug führt.

Für Eltern gilt:
Nicht wegsehen, nicht gleichgültig sein, nicht denken das legt sich schon wieder. Sondern wachsam sein, auf Persönlichkeitsveränderungen des Kindes achten. Frühzeitig im Verdachtsfall reagieren.

Rat und Hilfe
Bietet (kostenfrei und vertraulich) z.B. eine Jugend- und Drogenberatungsstelle. Im Schwalm-Eder-Kreis in Homberg unter Telefon (05681) 775600.




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2 Kommentare zu “Beamte „ernteten“ Cannabispflanzen”

  1. L N

    Tja, „Fakt ist“, dass diese Fakten zum Thema Cannabis nicht der Forschung entsprechen, FAKT IST AUCH; dass hier nicht erläutert wird, das Cannabis vielseitig im medizinischen Bereich eingesetzt wird!

  2. Jopin

    Lieber LN
    Welche Fakten enstprechen denn nicht der Forschung?

    Dass heute Pflanzen mit stark erhöhtem Wirkstoffgehalt gezüchtet werden? In der gesamten Szene wird sich mit nicht mehr gebrüstet als mit potentem neuen Kraut.
    Dass die Gefahr einer Psychose besteht? Weiß ich nicht, was die Forscher sagen, könnte ich aber genug Fälle aus meinem Bekanntenkreis aufzählen.
    Dass die Gefahr psychischer (nicht physischer) Abhängigkeit besteht? Psychisch abhängig kann man von fast allem werden.
    Dass Kiffen antriebslos macht? Ich bitte dich!
    Dass Cannabis die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt? Bestreitet doch wohl kein erntshafter Wissenschaftler.

    Und zum thema medizinischer Gebrauch: Auch für Morphium und Schlangengift gibt es medizinische Verwendung. Trotzdem sollte man es sich nicht täglich reinpfeifen.


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