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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Renaturierung der Efze-Aue

Homberg. Die Stadt Homberg führt in Kooperation mit dem Wasserverband Schwalm und unter Förderung durch das Land Hessen die Renaturierung der Efze-Aue zwischen Holzhausen und Relbehausen aus. Am Donnerstag, dem 26. Juli, erfolgte der erste Spatenstich dieses Hessentagsprojektes in der Efze-Aue bei Holzhausen. Bürgermeister Martin Wagner griff sogar zum Steuerknüppel eines Baggers und hob symbolisch mehrere Schaufeln Boden aus.

Ziel der Maßnahme ist die Umsetzung der Forderung der EU-Gesetzgebung durch die Wasser­rahmenrichtlinie (WRRL), unter anderem die Fließgewässer bis zum Jahr 2015 in einen guten ökologischen Zustand zu bringen. Neben den Zielen der Gewässerrenaturierungen stand der dezentrale Hoch­wasserschutz bei den Planungen im Vordergrund. Ökologische Ziele sind die Wiederherstellung der Durchgängigkeit durch den Umbau zweier Wehre, die Wiedervernetzung von Fluss und Fluss­aue durch die Wiederherstellung von drei Kilometern Flutmulden, Umgehungsgerinne und Gräben. Die Er­höhung der Substratdiversität der Gewässersohle der Efze durch die Renaturierung fördert die verfügbaren Habitate für die geschützten Arten Groppe und Bachneunauge des FFH-Gebiets „Efze zwischen Holzhausen und Völkershain“.

Land fördert Maßnahme
Die mit rund einer Million Euro förderfähigen Kosten berechnete Baumaßnahme wird zu 85 Prozent vom Land finanziert, so dass bereits in 2006 ein Förderbescheid durch Staatsminister Wilhelm Dietzel überreicht wurde. Jeweils rund 77.000 Euro werden durch die Stadt Homberg beziehungsweise den Was­serverband Schwalm getragen. Im Laufe der Jahre sollen über Selbstentwicklung rund 65.000 Quadratmeter Auwald in dem etwa 195.000 Quadratmeter großen Planungsraum neu entstehen. Dies bewirkt eine Zunah­me des Rückhaltevolumens im Hochwasserfall und einen verbesserten Schutz für die Unterlieger. Zur Schonung der Aue vor Bodenverdichtung während der Baumaßnahme werden zirka zwei Kilometer feste und ebensoviele mobile Baustraßen angelegt. Im Zuge der Bauarbeiten werden rund 20.000 Kubikmeter Boden bewegt, der, soweit möglich, verwertet werden soll.

Im Rahmen der Bauarbeiten wird eine Altlast, die sogenannte Formsandhalde des ehemaligen Eisenwerks Holzhausen mit einer Oberflächenabdeckung durch den überschüssigen Bodenaus­hub versehen. Zusammen mit der Böschungssicherung führt diese Maßnahme dazu, dass keine Schwermetalle mehr in die Efze ausgewaschen werden. Mit der Planung der Baumaßnahme und der Bauüberwachung sind die Unger ingenieure, Homberg, beauftragt. Die Bauarbeiten werden durch die Firma Beisheim, Bebra, ausgeführt. (pö)




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