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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Freiherr-vom-Stein-Plakette an Gemeinde

Guxhagen. Oda Scheibelhuber, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, überreichte heute der Gemeinde Guxhagen anlässlich der 950-Jahr-Feier des Ortsteils Grebenau die Freiherr-vom-Stein-Plakette. „Mit dieser Auszeichnung würdigt das Land Hessen ein politisches Gemeinwesen, das über Jahrhunderte hinweg in eigener Verantwortung über seine kommunalen Angelegenheiten selbst entschieden hat“, sagte Innenstaatssekretärin Oda Scheibelhuber anlässlich des Festaktes.

Die Ehrung trägt den Namen des großen deutschen Staatsmanns und Reformers Freiherr-vom-Stein. Mit seiner Forderung nach Selbstverwaltung für Provinzen, Kreise und Gemeinden und nach Beteiligung der Bürger am Staatsleben wollte er eine Neugestaltung Preußens erreichen und rief somit den aktiven Staatsbürger in unserem deutschen Verfassungsleben erstmals auf die politische Bühne.

„Bürgersinn und Zusammengehörigkeit sind tragende Säulen unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung. Die Botschaft von Freiherr-vom-Stein ist heute noch so aktuell wie vor 200 Jahren“, so die Staatssekretärin. Grebenau wurde als „Grabonouua“ erstmals angeblich in einer aus dem Jahr 786 stammenden Urkunde erwähnt, die in Wirklichkeit aber erst in der Mitte des 11. Jahrhunderts im Zusammenhang mit einem Zehntstreit zwischen dem Kloster Hersfeld und dem Erzstift Mainz entstanden ist. In einer weiteren Urkunde des Jahres 1057 wird Grebenau dann aber erstmals mit einer sicheren und eindeutigen Jahresangabe genannt.

Zusatzinfos
Der 1757 in Nassau geborene und 1831 in Cappenberg gestorbene vom Stein war einer der wichtigsten Persönlichkeiten der preußischen Reformära. Er hatte die Idee der kommunalen Selbstverwaltung, obgleich er sie persönlich nicht durchsetzen konnte. Er wollte auch die königliche Kabinettsregierung durch ein verantwortliches Ministerium ersetzen. Zu seiner Zeit scheiterte dieses Vorhaben jedoch am preußischen Traditionalismus. Trotzdem steht sein Name für Modernisierung von Staat und Verwaltung sowie besonders für die Kommunalreform.

Die Freiherr-vom-Stein-Plakette kann Gemeinden und Städten verliehen werden, die auf ein mindestens 750-jähriges Bestehen zurückblicken und das historische Ereignis im festlichen Rahmen – die Jubiläumszahl muss durch 25 teilbar sein – feiern wollen. 103 hessischen Gemeinden kann diese Ehrung noch zu teil werden. Die Einzelheiten und Voraussetzungen der Verleihung der Freiherr-vom-Stein-Plakette an Gemeinden und Städte werden durch den Erlass des Hessischen Ministers des Innern vom 23. Oktober 2006 geregelt.




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