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Der Abstand ist kleiner geworden

Melsungen. Nach zwei erfolgreichen Heimspielen hintereinander muss die MT Melsungen nun auswärts ran. Am Donnerstag steht für die Nordhessen der Gang in die Magdeburger Bördelandhalle an, wo Tabellennachbar SC Magdeburg wartet. Anwurf ist um20.15 Uhr. Dass es bei der Begegnung Magdeburg gegen Melsungen einmal heissen würde “das Spiel der beiden Tabellennachbarn”, hätte vor nicht allzu langer Zeit wohl keiner der Beteiligten zu träumen gewagt.

Während der SC Magdeburg seit Jahrzehnten zu den Topteams deutscher Handballkunst gehört, versucht die erst vor zwei Jahren aufgestiegene MT Melsungen sich in der Eliteklasse zu etablieren. Die jüngste Entwicklung zeigt, dass das Hedin-Team dazu auf einem guten Weg ist. Nach den beiden überzeugenden Siegen gegen Lübbecke (32:24) und Großwallstadt (36:29) und inzwischen neun absolvierten Spieltagen steht Melsungen als Tabellenneunter mit 10:8 Punkten glänzend da. Zum Vergleich: 10 Zähler auf der Habenseite verbuchte die MT in der vergangenen Saison erst nach dem 21. Spieltag.

Beim SC Magdeburg verläuft diese Saison hingegen nicht unbedingt nach Plan. Der diesjährige EHF-Cupsieger und Teilnehmer im aktuellen Europapokalwettbewerb der Pokalsieger hatte in der Bundesliga zwar ein beachtliches Auftaktprogramm, hätte aber mehr daraus machen können. Eine Heimniederlage gegen den HSV Hamburg und das Stolpern beim keineswegs sattelfesten TBV Lemgo waren sicher nicht einkalkuliert. Insofern hat auch die Truppe von Trainer Bogdan Wenta zur Zeit 10:8 Punkte, steht aber aufgrund des besseren Torverhältnisses zwei Plätze vor
der MT Melsungen.

“Wir reisen als klarer Außenseiter nach Magdeburg, sind aber nicht ganz chancenlos”, versucht Melsungens Trainer Robert Hedin den Spagat zwischen Realität und Wunschdenken hinzubekommen. Auf dem Papier ist der Abstand zwischen Melsungen und Magdeburg ganz offensichtlich sehr gering. Doch wie sieht es in der Praxis aus? Der SCM verfügt mit Karol Bielecki, Grzegorz Tkaczyk und Bartosz Jurecki gleich über drei polnische Vizeweltmeister.

Vor allem Bielecki ist zu beachten. Der Halblinke hat nach Meinung von MT-Keeper Dennis Klockmann den “härtesten Bums der Liga”. Das hat der Halblinke in dieser Saison bereits 51 Mal unter Beweis gestellt und ist damit einer der besten Feldtorschützen. Neben ihm halten sein Landsmann Tkaczyk und Christian Sprenger die Torfabrik der Bördeländer auf Touren. Letztgenannter ist mit 39 Toren zweitbester Magdeburger Schütze und damit einer der erfolgreichsten Rechtsaußen der Liga.

Dieses Attribut verdient sich zweifelsohne auch dessen Melsunger Positionskollege Savas Karipidis. Der Grieche spielt seit Saisonbeginn auf hohem Niveau und liegt mit 64 Toren gar auf Rang drei der Scorerliste. Er wird zusammen mit seinen Mitspielern gegen Magdeburg eine Topleistung bringen müssen, um der MT eine Chance gegen den Favoriten zu eröffnen. Dabei weiß Robert Hedin noch nicht, ob er aus dem Vollen schöpfen kann. Kreisläufer Thomas Klitgaard war bereits gegen Großwallstadt angeschlagen und Grigorios Sanikis (Rückraum links) kann aufgrund von Kniebeschwerden immer noch nicht seine volle Leistung abrufen. Und weil Michal Kraus nach Bandscheiben-OP länger ausfällt, steht mit Savas Karipidis derzeit nur ein “echter” Rechtsaußen zur Verfügung.

Zu verlieren hat die MT Melsungen in der Bördelandhalle ganz sicher nichts und kann deshalb dort frei aufspielen. Ob sie durch ihre jüngsten Erfolge schon reif genug ist, einem ausgebufften Gegner wie Magdeburg Paroli zu bieten, wird sich im Spiel am Donnerstag zeigen. Bis dahin besteht die Nähe zum SCM nur auf dem Papier.

Bisherige Vergleiche:
30.12.2006 SC Magdeburg – MT Melsungen 41:32
26.08.2006 MT Melsungen – SC Magdeburg 24:27
22.02.2006 MT Melsungen – SC Magdeburg 27:28
15.02.2006 SC Magdeburg – MT Melsungen 35:26 (DHB-Pokal)
16.09.2005 SC Magdeburg – MT Melsungen 32:29
Schiedrichter in Magdeburg: Christopher Immel, Ronald Klein (Tönisvorst/Ratingen);
DHB-Supervisor: Peter Rauchfuß (DHB-Schiedsrichterwart)




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