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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Handwerk und FDP loben Pakt

Schwalm-Eder. „Der Ausbildungspakt zeigt Wirkung. Es war der richtige Weg, auf Freiwilligkeit zu setzen, statt auf Zwang mit einer Ausbildungsplatzabgabe“, sagte MdL Dieter Posch bei dem Treffen der Liberalen mit der Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder in Homberg. An dem jährlichen Meinungsaustausch nahmen für die Kreishandwerkerschaft Klaus Günther, Heinrich Gringel, Jürgen Altenhof und Wolfgang Scholz sowie für die Liberalen, FDP-Kreisvorsitzender Peter Klufmöller und MdL Dieter Posch teil.

Posch unterstrich das Interesse der Liberalen, mit der Wirtschaft zu gemeinsamen tragfähigen Lösungen in der Wirtschaftspolitik und der Bildungspolitik zu kommen. Er plädierte für mehr Miteinander und würdigte den Ausbildungspakt als positives Beispiel, wie in schwieriger Zeit Probleme gelöst werden könnten. Auch die Themen Investitionensstau in den Schulen, PPP (Public Private Partnerschip) und Schwarzarbeit sprach er an.

Aufschwung
Der wirtschaftliche Aufschwung hat auch das Handwerk erreicht. Allerdings ist der Aufschwung nicht überall angekommen. „In einigen Bereichen stottert der Konjunkturmotor gehörig“, meinte Jürgen Altenhof, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Schwalm-Eder. Dennoch melden mehr Betriebe steigende Auftragseingänge und volle Auftragsbücher. Diese Entwicklung spiegelt sich auch auf dem Ausbildungsmarkt wieder und werde durch die jüngsten Zahlen gestützt.

Zum Stichtag 30. September wurden im nord-, ost- und mittelhessischen Handwerk 392 Ausbildungsverträge mehr unterzeichnet als zu diesem Zeitpunkt im Vorjahr. Das bedeutet ein Plus von 16,3 Prozent. Insgesamt wurden bis zum Monatsende 2.802 neue Ausbildungsverhältnisse unterzeichnet, vor einem Jahr waren es noch 2.410. Dieser positive Trend wird auch im Handwerk im Kreis erwartet. Bereits Ende 2006 hatte das Handwerk im Kreis die meisten neueingetragenen Ausbildungsverträge in Nord- und Osthessen verkündet. „Wenn es gut läuft, wird auch ausgebildet“, meinte der stellvertretender Kreishandwerksmeister Klaus Günther.

Altenhof wies darauf hin, dass immer mehr Schulabgänger nicht ausbildungsfähig seien. Dies stelle große Probleme für die Ausbildungs­betriebe dar, da vielfach in der Ausbildung nicht die gestellten Anforderungen erfüllt werden könnten. Diese Bewerber benötigten Unterstützung und haben nur so eine Chance auf einen Ausbildungsplatz. Zudem müsse die Auftragslage in den Betrieben stabil bleiben. Er forderte weitere Anstrengungen, um den Aufschwung weiter zu stabilisieren und damit Ausbildung und Beschäftigung zu sichern. Dazu gehöre auch die aktive Bekämpfung der Schwarzarbeit, die den Handwerksbetrieben Aufträge und dem Staat Steuern und Abgaben entziehe. Beide Seiten stimmten darin überein, dass gegen die Schwarzarbeit vermehrt Kontrollen notwendig seien und die zuständigen Behörden intensiver tätig werden müssen.

Schulen
Einen deutlichen Investitionsbedarf an öffentlichen Gebäuden und in den Schulen sehen die FDP und das Handwerk. Mit Blick auf die Baumängel, besonders in Schulen, müsse mehr getan werden, forderte FDP-Kreisvorsitzender Peter Klufmöller. Wegen der schwachen Finanzlage seien Investionen nur unzureichend getätigt worden. Dies müsse sich schnell ändern, wenn Hessen als Bildungsland glaubwürdig bleiben möchte. Es mache keinen Sinn, immer neue Konzepte in die Schulen zu tragen, ohne die Bedingungen für eine moderne Bildungarbeit zu schaffen. Nach Ansicht der Liberalen sei der Kreis gefordert, seine Hausaufgaben zu machen und die Arbeiten auszuschreiben. Um diesem Investitionsstau finanziell begegnen zu können, sei eine Sanierung des Kreishaushaltes dringend erforderlich. Außerdem könne der Verkauf der verbleibenden Anteile der E.ON Mitte dazu verwendet werden.

PPP
Klaus Günther betonte in diesem Zusammenhang, dass Public- Privat- Partnership- Modelle von den Handwerks­berufen sehr kritisch betrachtet würden, da hier überwiegend internationale Unternehmen zum Zuge kämen. Peter Klufmöller teilte die Ansicht und wies darauf hin, dass sich diese Modelle nicht als besonders geeignet erwiesen haben, dass vielmehr die Gebietskörperschaften in die Lage versetzt werden müssten, aus Eigenmitteln Investitionen zu finanzieren. Begrüßt wurde von der Kreishand­werkerschaft die Absicht der Politik, verpflichtende Ausschreibungen der öffentlichen Hand erst ab einer Investitionssumme von 50.000 Euro festzuschreiben.

Foto: Geschäftsführer Jürgen Altenhof, Stellvertretender Kreishandwerksmeister Klaus Günther, MdL Dieter Posch, FDP-Kreisvorsitzender Peter Klufmöller und Vorstandsmitglied der Kreishandwerkerschaft Heinrich Gringel. (Wolfgang Scholz)




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