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Erstes Training am neuen Standort

Kassel/Melsungen. Für die Bundesliga-Handballer der MT Melsungen waren es die ersten Schritte auf neuem Parkett und für die die Rothenbach-Halle der Messe Kassel eine besonders sportliche Premiere. Am Montagabend war die Bundesliga-Atmosphäre dort zumindest schon zu erahnen. Denn die Schützlinge von Robert Hedin absolvierten ihr erstes Training auf dem eigens für diesen Zweck verlegten mobilen Parkettboden.

Um die neue Wettkampfstätte für den Bundesliga-Handball spielfähig zu machen, bedarf es im wahrsten Sinne einer Grundvoraussetzung: Ein enstprechender Fußboden muss her. Der aber muss für einen mobilen Einsatz geeignet sein, weil ansonsten in der Kasseler Rothenbach-Halle, die eigenlich als Messehalle konzipiert wurde, auch andere Veranstaltungen außer Handball stattfinden werden. Einer der wenigen Spezialanbieter mobiler Sportböden sitzt im westfälischen Halle. Dort werden Böden hergestellt, die sich bereits in vielen großen Arenen bewährt haben. Ob in der ColorLine Arena Hamburg, im AWD Dome Bremen in der Max-Schmeling-Halle Berlin, in der Multihalle im italienischen San Patrignano oder gar im Indoor Stadium von Shanghai.

Da für die MT Melsungen die Anschaffung eines fabrikneuen Bodens, der mit mindestens 150.000 Euro zu Buche schlägt, nicht infrage kam, entschied man sich für eine bereits gebrauchte und damit deutlich günstigere Version. Die aber ist nicht irgendein Sportboden, sondern einer mit geradezu historischer Bedeutung. Er war nämlich unter anderem beim Zuschauerweltrekordspiel des TBV Lemgo vor dreieinhalb Jahren in der Arena “Auf Schalke” im Einsatz. Damals verfolgten 33.000 Fans das Handballspektakel an ungewohnter Stätte. Künftig soll sich das immer noch gut erhaltene Parkett als möglichst fruchtbarer Boden für die Heimauftritte der MT Melsungen erweisen.

Bis am Montag die erste Bewährungsprobe in Form eines Probetrainings des Bundesligateams in neuer Umgebung in Kassel stattfinden konnte, waren allerdings einige Stunden an Vorarbeiten notwendig. Als am Morgen die Bodenspezialisten zusammen mit den Mitarbeitern von MT-Partner MMExpress Kassel die zentnerschweren Paletten mit den Einzelteilen in Position brachten, war es noch recht kühl in der fast 5.000 Quadratmter großen Rothenbach-Halle. Schwer vorstellbar, dass einige Stunden später die Bundesligaspieler dort auf einem entsprechend handballtauglichen Boden ihr erstes Training absolvieren sollten.

Nach den Vermessungsarbeiten konnten die ersten Bodenplatten, jede etwa 28 Kilogramm schwer, verlegt werden. Eine Materialkombination aus Verbundschaum, Holzträgerplatten und Bucheparkett sorgt für eine ausreichend Dämpfung gegenüber dem harten Steinboden der Halle und bietet den Sportlern den Komfort eines originären Sporthallenbelags. Rund sechs Stunden müssen veranschlagt werden, bis die 460 Einzelelemente zu einem fast 1.000 Quadratmeter großen Handballparkett zusammen gefügt sind.

Als dann am Abend die MT-Bundesligaspieler eintrafen, war die Halle nicht nur wohltemperiert sondern versprühte auch schon ein wenig Handballatmosphäre. Auf dem für sie neuen “Geläuf” kamen die Handballprofis vom ersten Augenblick an gut zurecht. Auch Trainer Robert Hedin und Sportchef Alexander Fölker attestierten dem Boden einwandfreie Bespielbarkeit. Nach einer anstrengenden 90-minütigen Übungseinheit und vielen Tempointervallen mit und ohne Ball zeigten sich die Spieler unisono zufrieden. “Der Boden ist absolut okay, man kann sich schnell auf ihn einstellen”, fasste Rückraumshooter Daniel Valo die Eindrücke zusammen. Wenn es nach ihm geht, kann Kiel kommen.

Doch ehe die Rothenbach-Halle zum “Weihnachtsmärchen” am 26. Dezember gegen die beste Vereinsmannschaft Europas vollends in eine Handball-Arena verwandelt werden kann, muss der Parkettboden aufgrund einer anderen Veranstaltung noch einmal abgebaut werden. Die MT-Handballer können erst vier Tage vor dem “Spiel des Jahres”, ihre neue Spielstätte für die 4.300 Zuschauer mit Tribünen, Licht, Beschallung und Eventequipment einrichten.

Foto: Heinz Hartung

www.mt-melsungen.de




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