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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Krebsvorsorge war Themenschwerpunkt

Borken. Krebsvorsorge für Jung und Alt – zu diesem Thema hatte der DRK-Ortsverein Borken eingeladen und somit die Reihe der Vortragsveranstaltungen zu Gesundheitsthemen in diesem Jahr fortgesetzt. Bereitschaftsarzt Dr. Christoph König konnte den Onkologen Dr. med. Jörg Stahl als Referenten zu diesem interessanten Thema gewinnen. Mehr als 80 Gäste hatten sich im evangelischen Gemeindezentrum eingefunden, um die lebenswichtigen Informationen und Empfehlungen des Spezialisten aufzunehmen. Über diese Resonanz freute sich der DRK Vorsitzende Reinhold Albers und übergab das Wort nach einer kurzen Begrüßung an den Gastredner.

Früherkennung wichtig
Zunächst ging der Referent auf die von den Krankenkassen bezahlten Früherkennungsmöglichkeiten ein. Zellveränderungen möglichst rechtzeitig erkennen und zu behandeln ist das Ziel dieser Untersuchungen, die nur von 50 Prozent der Frauen und 20 Prozent der Männer wahrgenommen werden. Weiterhin kann durch Vermeidung von Zigaretten- und Alkoholgenuss das Risiko erheblich eingeschränkt werden. Gesunde Ernährung und Bewegung tragen zur Stärkung des Immunsystems bei.

Vorsorge wahrnehmen
Dr. Stahl rief in seinem Vortrag dringend dazu auf, die Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. Statistiken in anderen Ländern haben ergeben, dass durch entsprechende Vorsorge die Sterblichkeitsrate bei z. B. Brustkrebspatientinnen um 25 Prozent reduziert werden kann. In Deutschland erkranken jährlich 47.000 Frauen neu an Brustkrebs. Jede 11. Frau ist betroffen.

Zu den Vorsorgeuntersuchungen gehören neben Brust- und Gebärmutteruntersuchungen, Darmspiegelungen (Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung), Hautuntersuchungen und die Prostatakrebsvorsorge. Prostatakrebs (häufigst auftretender Krebs bei Männern) steht an 3. Stelle der Todesursache Krebs. Gerade hier kann durch Früherkennung vorgebeugt werden. Diese Krankheit kann als einzige durch einen Tumormerker (PSA-Wert) erkannt werden.

Impfungen nutzen
Über 6000 Frauen erkranken jährlich an Gebärmutterhalskrebs. Jede 3. betroffene Frau stirbt daran. Es ist jetzt gelungen, einen Impfstoff zu entwickeln, der vor dieser Krankheit, die durch Viren entsteht, schützt. Die Bekämpfung einer bestehenden Erkrankung durch Medikamente ist nicht möglich. Die meisten Frauen infizieren sich in jungen Jahren mit diesem Virus. Deshalb ist es wichtig, dass Mädchen im Alter von 14 bis 17 Jahren – vor dem ersten Sexualkontakt – unbedingt geimpft werden. Die Krankenkassen übernehmen die Impfkosten. Die Impfung ist unproblematisch und gut verträglich. Trotz Impfung rät Dr. Stahl: Einmal jährlich zur Früherkennung zu gehen. Weitere Infos gibt es unter www.impfen-aktuell.de. sb.

Foto: Der Vorsitzende des DRK Ortsvereins Borken, Reinhold Albers (3. v.l.), Bereitschaftsarzt Dr. König (1. v.r.) und die Bereitschaftsleitung Martina Wedemeyer sowie Horst Reuber dankten Dr. Stahl (2. v.r.) für den Vortrag „Krebsvorsorge für Jung und Alt“. Dr. Stahl stand für diesen Vortrag honorarfrei zur Verfügung.sb.




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