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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Polizeipräsidenten sagen: „Jetzt reicht’s!“

Kassel. (ots) Hessens Polizeipräsidenten haben eine gemeinsame öffentliche Erklärung erlassen, um den Vorwürfen von Seiten der Politik, vor allem aber der Gewerkschaft der Polizei (GdP), zu begegnen. Die Überschrift: „Jetzt reicht’s!“ Hier gibt es die Erklärung der Polizeichefs in voller Länge:

Jetzt reicht’s!

Die auch für Wahlkämpfe beispiellose Kampagne führender Funktionäre der Gewerkschaft der Polizei (GdP) des Landesbezirks Hessens veranlasst die für die Sicherheit in hessischen Städten und Gemeinden verantwortlichen Polizeichefs in tiefer Sorge und Betroffenheit zu folgender Erklärung:

– Hessen gehört zu den sichersten Bundesländern in
Deutschland

– Die Zahl der in Hessen begangenen Straftaten geht seit
Jahren deutlich zurück

– Die Aufklärungsquote hat einen historischen Höchststand
erreicht

– Diese Ergebnisse haben unsere Polizistinnen und Polizisten
gemeinsam mit allen Polizeibediensteten mit beispiellosem
Engagement erarbeitet. Sie verdienen es nicht, dass ihre
hochqualifizierten Ergebnisse schlecht geredet werden.
Ihre Arbeit wird vielmehr überall anerkannt und liegt in
allen Bereichen

– in der Kriminalitätsbekämpfung
– der Terrorismusabwehr
– der Verkehrssicherheit
– und der Kriminalprävention

im bundesweiten Vergleich mit an der Spitze.

Die Kolleginnen und Kollegen können zu Recht stolz auf das Erreichte sein.

Auch die Menschen in unseren Dienstbezirken erkennen diese erfolgreiche Arbeit an und schenken uns ihr Vertrauen.

Deshalb ist es nicht akzeptabel, wenn die Verantwortlichen der GdP, die für ihre parteipolitischen Äußerungen zudem kein Mandat haben, trotz dieser nachweisbaren Fakten durch ihre vordergründige Agitation Ängste schüren und somit das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung negativ beeinträchtigen. Die im Rahmen der Kampagne der GdP gegen uns gerichteten Unterstellungen, wir hätten keine Zivilcourage und würden dem Druck des Ministers weichen, sind völlig unbegründet, unerträglich und verlassen gänzlich die Ebene sachlicher Kritik.

Die Menschen in unserem Land können sich auch weiterhin auf ihre hessische Polizei verlassen!

Im Original gezeichnet:
Polizeipräsident Heinrich Bernhardt, Südosthessen (Offenbach)
Polizeipräsident Gosbert Dölger, Südhessen (Darmstadt)
Polizeipräsident Peter Frerichs, Westhessen (Wiesbaden)
Polizeipräsident Wilfried Henning, Nordhessen (Kassel)
Landespolizeipräsident Norbert Nedela, Wiesbaden
HLKA-Präsident Peter Raisch, Wiesbaden
Polizeipräsident Eckhard Sauer, Osthessen (Fulda)
Polizeipräsident Manfred Schweizer, Mittelhessen (Gießen)
Polizeipräsident Dr. Achim Thiel, Frankfurt a.M.
Direktor der Hessischen Polizeischule Manfred Tecl, Wiesbaden




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