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Leichtathletik-Schüler überzeugten bei Meisterschaften

Melsungen / Frankfurt. Bei den Landesschüler- Hallenmeisterschaften in Frankfurt glänzten die Melsunger Nachwuchsathleten mit beachtlichen Ergebnissen. Allen voran Martin Proksch, der sich im Melsunger ASKINA-Trikot offensichtlich wohl fühlt. Der Gensunger erreichte vier Tage vor seinem 14. Geburtstag im Sprint der M14 über 60 m überraschend das Finale und gehört nun mit 8,03 Sekunden als Siebter zu den TOP-TEN in Hessen. 26 Jungen gingen an den Start und wollten am Ende auf dem Podest stehen. Dafür mussten sie innerhalb von drei Stunden drei Läufe über 60m absolvieren.

Der Gensunger stellte bereits im Vorlauf mit 8,03 Sekunden seine Bestzeit ein und qualifizierte sich für den Zwischenlauf, den er mit der neuen persönlichen Bestzeit von 8,00 Sekunden absolvierte. Mit dieser Zeit besiegte er den Korbacher Roman Wintergoller, der im Vorjahr die Landesbestenliste über 75 m mit 9,3 Sekunden angeführte. Die Frage lautete nun, kann Martin Proksch im Finale die 8,00-Sekunden-Barriere zum ersten Mal unterbieten? Nach einem guten Start und einer noch besseren Beschleunigungsphase hielt er mit den übrigen Finalteilnehmern 45 m hervorragend mit. Aber auf den letzten 15 Metern fehlte ihm die Kraft. „Die Summe der Läufe innerhalb von drei Stunden kostete mir im Finale eine bessere Zeit. Mir fehlte auf den letzten Metern die Spitzigkeit und die Kraft“, betonte Martin Proksch unmittelbar nach dem Lauf, indem er mit 8,03 Sekunden den siebten Platz belegen konnte. Dennoch war er mehr als zufrieden, denn er verdrängte Kader-Athleten des Verbandes aus dem Finale und niemand hatte ihn auf der Rechnung. „Es lastete schon ein enormer Druck auf Martin, und es ist erstaunlich, wie er damit fertig geworden ist“, war Trainer Alwin J. Wagner voll des Lobes über seinen Schützling, der sich nach außen hin seiner Nervosität kaum hatte anmerken lassen. Ende November lief er in Paderborn noch 8,43 Sekunden, jetzt ist er bei 8,00 Sekunden angekommen und er hofft, bei den nordhessischen Schülermeisterschaften in Bad Sooden-Allendorf zum ersten Mal unter Acht-Sekunden zu bleiben und bei der Siegerehrung auf dem Treppchen zu stehen.

Einen weiteren Knaller landete die noch zwölfjährige Stefanie Klein, die im 800m-Lauf der Vierzehnjährigen gut mithalten konnte und bei der Siegerehrung als Sechste ausgezeichnet wurde. Sie lief genau so, wie man vor dem Rennen geplant hatte: schnell angehen und das Tempo so lange wie möglich halten. Stefanie Klein, die im letzten und damit im schnellsten Zeitlauf war, musste aber nach der Hälfte der Strecke die drei vor ihr liegenden Läuferinnen ziehen lassen, weil Sabrina Macik (Niederelsungen), die im Vorjahr bereits 2:26,9 Minuten gelaufen war, das hohe Tempo nach 400 m noch einmal forcierte. Während Katrin Loose – im Vorjahr als Zwölfjährige mit 2:30,70 Minuten immerhin fast fünf Sekunden schneller als Stefanie Klein, resignierte und dem hohen Tempo Tribut zollen musste (2:49,45 Minuten), versuchte Steffi noch zu retten, was zu retten war. In den beiden anderen Zeitvorläufen waren sieben Mädchen unter 2:40 Minuten geblieben, so dass das MT-Lauftalent auf den letzten Metern noch einmal alles geben musste, um sich mit 2:34,13 Minuten einen unerwarteten sechsten Platz zu sichern. „Ich bin glücklich, aber total müde“, sagte sie vor der Siegerehrung.

Nachdem die Vereinsvertreter der MT Melsungen und dem Alsfelder Sportclub im November letzten Jahres beschlossen hatten, eine Startgemeinschaft bei den Schülerinnen zu gründen, war man in beiden Lagern auf das erste gemeinsame Auftreten in der 4x100m-Staffel gespannt. Bei den Landes-Hallenmeisterschaften feierte diese Startgemeinschaft nicht nur Prämiere, sondern diese vier Mädchen mit einem Altersdurchschnitt von 12½ Jahren hatten auch allen Grund zur Freude. Obwohl mit Julia Smakal Hessens schnellste B-Schülerin verletzungsbedingt fehlte, durfte das Staffelquartett bei der Siegerehrung strahlen. Katharina Wagner lief wie erwartet stark an und reichte den Stab an Alina Lerch weiter. Obwohl der Wechsel verbesserungswürdig erschien, konnte A. Lerch läuferisch der ein Jahre älteren Lena Christ von der LG Frankfurt Paroli bieten. Erst der letzte Wechsel brachte die Entscheidung, bei denen sich die LG Frankfurt mit 53,29 Sekunden klar durchsetzen konnte. Doch ohne Julia Smakal fehlte der Startgemeinschaft Melsungen-Alsfeld der lange Atem im Kampf um die Bronzemedaille. Dennoch kamen die vier Mädchen als jüngste Mannschaft in 54,69 Sekunden auf den sechsten Platz.

Im 1000m-Lauf der M14 wollte Tobias Stang so nah wie möglich an die Drei-Minuten-Grenze heranzulaufen. Aber das Vorhaben musste bereits nach der zweiten Runde (400 m) scheitern, weil das Melsunger Langstrecken-As mit den ein Jahr älteren Ausdauerspezialisten aus Südhessen mithalten wollte. Diese hatten nach 400m eine Zwischenzeit von 69 Sekunden vorzuweisen, die auf eine Endzeit von 2:50 Minuten hindeutete. Doch dazu fehlte Tobias Stang die Kraft und Tempohärte. So wurde er von Runde zu Runde langsamer, passierte die 800m in 2:29 Minuten und lief die letzte Runde in 40 Sekunden, so dass er am Ende mit 3:09,18 Minuten den 10. Platz belegte. „Ich bin zu schnell angegangen“, sagte der Malsfelder selbstkritisch und hofft nun auf eine gute Straßensaison im Frühjahr.

Foto: Ein erschöpfter Tobias Stang nach dem 1000m-Lauf, bei dem er sich etwas mehr ausgerechnet hatte.




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