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Zukunft zieht in landwirtschaftliche Betriebe ein

Schwalm-Eder. Landrat Frank-Martin Neupärtl übergab auf vier von insgesamt 16 geförderten landwirtschaftlichen Betrieben Bewilligungsbescheide. „Es ist anerkennenswert, dass Betriebsleiter hohe Summen in die Weiterentwicklung ihrer Betriebe investieren. Nur so kann die Zukunft für die Nachfolgegeneration gesichert werden. Wir werden alle Möglichkeiten nutzen, um die Zukunft unserer landwirtschaftlichen Betriebe zu sichern“, so der Landrat.

Dafür gab’s Bescheide
Im Betrieb Karl-Heinrich Kohl (Gilserberg) ist die Erweiterung des bestehenden Boxenlaufstalles um 24 Kuhplätze auf 80 Kuhplätze geplant. Dabei wird ein Melkroboter eingebaut und ein Laufhof angelegt, um den Kühen einen größeren Bewegungsspielraum zu schaffen. Der Betrieb Kohl ist Mitglied im Naturland-Verband und wird ökologisch bewirtschaftet.

Ein neuer Kuhstall für 85 Milchkühe mit Gärfutterlager und Güllebehälter wird im Betrieb der Familie Wiederhold in Großenenglis errichtet. Auch hier soll ein Melkroboter zum Einsatz kommen. Der Betrieb wird gemeinsam von Frau Katrin Wiederhold-Gerland und deren Vater Wilfried Wiederhold im Rahmen einer Gesellschaft bewirtschaftet.

Der dritte Milchviehbetrieb, den Landrat Neupärtl aufsuchte, war der Betrieb Lothar Kothe in Dagobertshausen. Der Stall bietet Platz für 80 Kühe. Den Einsatz des Melkroboters wird besonders Frau Kothe als Erleichterung empfinden. Zur Zeit werden mehrer Stunden täglich zur Melkarbeit benötigt.

In den genannten Betrieben wird ein Melkroboter zum Einsatz kommen. Vor Jahren noch eher belächelt, ist diese Technik praxisreif. Die Kühe können so oft sie möchten zum Melken kommen, ohne dass ein Mensch anwesend sein muss. Die Landwirtin/der Landwirt ist vom zweimaligen täglichen Melken zu den festen Zeiten befreit. Das bietet Vorteile bei der Arbeitseinteilung und wirkt sich auf die Lebensqualität der ganzen Familie aus. Natürlich müssen die Tiere nach wie vor beobachtet und kontrolliert werden. Der Mensch wird nicht durch den Computer ersetzt, sondern unterstützt. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass die Tiere artgerecht gehalten werden. Das bedeutet, dass jedes Tier genug Platz zum Saufen, Fressen, Bewegen und Liegen hat. Gerne werden auch die Kuhbürsten angenommen, mit denen die Kühe „Körperpflege betreiben“ können.

Eine ganz andere Betriebskonzeption hat der Betrieb Erwin Volke. Der Betrieb liegt am Stadtrand von Fritzlar und hat als Betriebszweig die Direktvermarktung seiner Produkte aufgebaut. Nun wird ein Mastschweinestall mit ca. 600 Plätzen angebaut. Hier wird eine artgerechte Haltung angestrebt. Das heißt, dass in jeder Mastphase für jedes Schwein ausreichend Platz und zusätzlich angebrachte Beschäftigungselemente, die dem Spieltrieb der Tiere dienen, vorhanden sind. So kann der Verbraucher den Werdegang des Tieres bis zur Ladentheke beobachten.

Die Betriebe werden nach dem Einzelbetrieblichen Förderungsprogramm Landwirtschaft (EFP) gefördert. Mit diesem Programm werden investive Maßnahmen in landw. Betrieben unterstützt. Diese sollen zur Verbesserung der Produktions- und Arbeitsbedingungen, Rationalisierung und Senkung der Produktionskosten und zur Erhöhung der betrieblichen Werteschöpfung beitragen. Das Förderprogramm soll einer wettbewerbsfähigen, nachhaltigen, umweltschonenden und tiergerechten  Landwirtschaft dienen.

Foto: Sascha und Katrin Wiederhold-Gerland mit Sohn Lennart, Barbara Wiederhold (ihr Mann, Wilfried fehlt), Landrat Frank-Martin Neupärtl, Herrn Ohm, (Fachbereichsleiter Landwirtschaft), Wolfgang Heidl, Herrn Wicke (Geschäftsführer der Betreuergesellschaft).




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