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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

2007 so wenig Pleiten wie seit 1994 nicht mehr

Hessen. Im Jahr 2007 haben die hessischen Amtsgerichte über 1720 Anträge auf Insolvenz von Unternehmen entschieden; das waren zwölf Prozent weniger als 2006 und die geringste Zahl seit 1994. Die meisten Unternehmenspleiten hatte es mit 2383 im Jahr 2004 gegeben. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, wurde 2007 gut ein Drittel der Fälle von den Amtsgerichten mangels Masse abgewiesen, da das Vermögen des Schuldners voraussichtlich nicht ausreicht, um die Kosten des Verfahrens zu decken. Die offenen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Gerichte auf insgesamt 1,25 Milliarden Euro. Unmittelbar von der Insolvenz ihres Arbeitgebers betroffen waren 7818  Beschäftigte.

Die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen verlief 2007 sehr unterschiedlich, da von der anziehenden Konjunktur eher Waren produzierende Unternehmen, darunter insbesondere die exportorientierten Branchen, und unternehmensnahe Dienstleister profitierten. So wurden im Verarbeitenden Gewerbe 30 Prozent, im Bereich �Verkehr und Nachrichtenübermittlung� 23 Prozent, im Baugewerbe 20 Prozent und bei den unternehmensnahen Dienstleistungen 15 Prozent weniger Insolvenzen registriert als 2006.

Der Handel stellt sich uneinheitlich dar. Während im Einzelhandel 18 Prozent weniger Unternehmen insolvent wurden, stieg die Zahl der Insolvenzen im Großhandel um 18 Prozent und in der Handelsvermittlung um 47 Prozent. Bei den Autohändlern und -werkstätten dürften der zunehmende Wettbewerbsdruck und die Tendenz zur Konzentration in einem stagnierenden Markt mitverantwortlich sein für den Anstieg der Insolvenzen um 34 Prozent.

Im Gastgewerbe lag die Zahl der Insolvenzen 2007 um 15 Prozent über der des Vorjahres. Der Anstieg ist auf die Entwicklung in der ersten Jahreshälfte zurückzuführen. Das Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetzes zum vierten Quartal kann somit nicht für die größere Insolvenzzahl ursächlich sein. Im vierten Quartal 2007 wurden sogar 18 Prozent weniger Insolvenzen registriert als im vierten Quartal 2006.




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