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Haschischpflanzen in Kellerplantage sichergestellt

Ottrau. Eine kleine Haschischplantage entdeckten Beamter der Polizei am Samstag im Keller eines Hauses in einem Ortsteil von Ottrau. Die 25 Pflanzen wurden sichergestellt. Sie werden nun getrocknet und zur Feststellung des Wirkstoffgehaltes an das Hessische Landeskriminalamt übersandt. Ebenfalls sichergestellt, weil Tatmittel, wurden zwei spezielle Lampen, wie sie zur Aufzucht der Pflanzen in geschlossenen Räumen benötigt werden. Gegen den 42-jährigen Besitzer der Pflanzen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.

Die Polizei hatte im Zuge eines anderen Ermittlungsverfahrens einen konkreten Hinweis auf die Haschischplantage erhalten. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erging ein gerichtlicher Durchsuchungsbeschluss. Dieser wurde am Samstag vollstreckt.

Polizei warnt: Gefahren des Cannabiskonsum werden unterschätzt
Gefahr gerade für Jugendliche – Schulversagen – keinen Job – Verpasste Chancen – Zukunft kaputt
„In nur vier Jahren, zwischen 14 und 18, versauen sich die jungen Drogenkonsumenten die nächsten 40 Jahre, eigentlich das ganze Leben“, so ein Drogenfahnder der Regionalen Kriminalinspektion Schwalm-Eder. Er weiß wovon er spricht – er sieht es jahrein, jahraus. Mit Cannabis sei nicht zu spaßen. Es sei fatal und gefährlich von „weichen“ Drogen zu sprechen. Es ist zu beobachten, dass die Folgen des Konsums von Cannabisprodukten (Haschisch/Marihuana) von Jugendlichen gefährlich unterschätzt werden.

Fakt sei: Der Wirkstoffgehalt in Cannabisprodukten ist seit den sogenannten „Flower-Power“-Zeiten durch Züchtung inzwischen fünfmal so hoch wie früher. Bei regelmäßigem Konsum besteht die Gefahr an einer Psychose zu erkranken.

Weitere Risiken: Gefahr der psychischen Abhängigkeit; Apathie, Antriebslosigkeit; Persönlichkeitsveränderungen; erhöhtes Krebsrisiko. Vor dem Krebs fürchten sich die jungen Menschen wohl weniger, der kommt, wenn überhaupt, später. Außerdem bekommen den ja immer nur die anderen. Was sich aber sofort und unmittelbar bei Cannabiskonsum auswirkt, ist die deutliche Minderung der Leistungsfähigkeit, die Apathie, Passivität, Konzentrationsprobleme, Gleichgültigkeit. Und eben dadurch erhebliche schulische oder berufliche Probleme – verlorene Jahre, mit Folgen für das weitere Leben.

Nicht unerwähnt bleiben dürfe auch: Durch den Konsum von Cannabis, wie von Drogen insgesamt, wird die Fahrtüchtigkeit erheblich beeinträchtigt. Ganz abgesehen von den unmittelbaren Folgen eines möglichen Verkehrsunfalls bei sich selbst oder gar Unbeteiligten, können Strafermittelungsverfahren und Verlust der Fahrerlaubnis die Folgen sein, wenn man berauscht ein Fahrzeug führt.

Für Eltern gilt
Nicht wegsehen, nicht gleichgültig sein, nicht denken „das legt sich schon wieder“. Sondern wachsam sein, auf Persönlichkeitsveränderungen des Kindes achten. Frühzeitig im Verdachtsfall reagieren.

Rat und Hilfe
Bietet (kostenfrei und vertraulich) z.B. eine Jugend- und Drogenberatungsstelle. Im Schwalm-Eder-Kreis in Homberg unter Telefon (05681) 775600. (ots)

Fotos: Polizeipräsidium Nordhessen




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