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MT-Premiere in der Kölnarena

Köln/Melsungen. Der kommende Spieltag birgt für die MT Melsungen beim VfL Gummersbach gleich zwei Superlative. Zum einen steht den Nordhessen der erste Auftritt in der größten Handball-Arena Europas bevor, zum anderen müssen sie ihren Kader ersatzweise mit einem Torwart ergänzen, der ansonsten ganze fünf Klassen tiefer zwischen den Pfosten steht (Di., 20.15 Uhr, Kölnarena).

Außer Petr Hruby, der anlässlich der Weltmeisterschaft mit Tschechien in der Kölnarena spielte, hat noch keiner der MT-Cracks in dem riesigen Handball-Tempel den Ball geworfen. “Schon allein das wird für uns alle ein Erlebnis”, ist sich Robert Hedin sicher. Dabei schließt sich der MT-Coach ein, denn auch für ihn bedeutet das Spiel gegen den VfL Gummersbach Premiere in der rund 19.000 Zuschauer fassenden Kölnarena.

Dass die MT dort vor einer riesigen VfL-Kulisse Bammel haben müsste, ist indes nicht zu erwarten. So lag in der Rückrunde die durchschnittliche Besucherzahl zu den Heimspielen der Blauweissen gegen Mannschaften aus der zweiten Tabellenhälfte im Schnitt bei 4.500 Zuschauern. Das ist eine Größenordnung, die der MT inzwischen auch aus ihrer neuen Heimspielstätte in Kassel vertraut ist.

Doch egal, wieviele Zuschauer den Auftritt der MT in Köln verfolgen werden – für einen im Kader der Bartenwetzer bedeutet schon die bloße Nominierung das Highlight seiner Handballkarriere. Benjamin Semmler, 22 Jahre alt, Torhüter der zweiten Mannschaft der MT, springt als Ersatz für den wegen eines Fingerbruchs ausfallenden Radek Musil ein. Semmler, ansonsten in der Bezirksoberliga aktiv, hat die Bundesligaspiele der MT bislang “nur” als Fan verfolgt.

Mit Ausnahme des verletzten Keepers kann Trainer Robert Hedin aller Voraussicht nach auf seine Stammbesetzung bauen. Und das obwohl nicht weniger als sieben der 14 Spieler in der letzten Woche mit ihren Nationalmannschaften unterwegs waren. Die Vorbereitung auf das Gastspiel in Köln fiel mit einem einzigen gemeinsamen Trainingsabend denkbar knapp aus.

“Das ist natürlich nicht optimal, aber wir klagen nicht. Wenigstens sind so die Nationalspieler im Rhythmus geblieben”, versucht Hedin dem Ganzen etwas Positives abzugewinnen. Er setzt auch darauf, dass sich seine Schützlinge möglichst viel aus dem letzten Spiel gegen Großwallstadt ins Gedächtnis zurück rufen. Beim dortigen 35:30-Coup hat die Mannschaft auf der ganzen Linie überzeugt. Angefangen von den Torhütern, über die Abwehr bis zum Angriff hat einfach alles gepasst. “Wir wollen auch gegen Gummersbach mit einer engagierten Abwehr den Grundstein für ein schnelles Spiel nach vorn legen”, bringt es Robert Hedin auf den Punkt.

Gleichwohl weiß Hedin, dass der frisch aus der Championsleague ausgeschiedene VfL Gummersbach ein anderes Kaliber darstellt, als der letzte MT-Gegner. Akteure wie Goran Stojanovic (Tor), Momir Illic, Sverre Andreas Jakobsson und Alexis Alvanos (alle Rückraum), Gudjon Valur Sigurdsson (Außen) und Robert Gunnarsson (Kreis) verkörpern internationale Klasse und bilden demzufolge das Gerippe der Oberbergischen. “Wenn wir den sechsten Tabellenplatz halten wollen, ist natürlich ein Sieg gegen Melsungen Pflicht. Wir haben noch einige schwere Auswärtsspiele, wir können uns in der Kölnarena keinen Punktverlust mehr leisten”, steckt VfL-Trainer Alfred Gislason die Marschroute gegen die MT ab.

Auch wenn die Melsungen alle bisherigen Bundesligavergleiche und DHB-Pokalspiele jeweils mehr oder weniger klar an Gummersbach abgegeben hat, lässt die jüngere Statistik im MT-Lager ein wenig Zuversicht für das bevorstehende Spiel aufkommen. Denn so gut sich das Hedin-Team in dieser Saison gegen viele der namhaften Teams der Liga präsentierte, so schwer tat sich umgekehrt der VfL gegen vermeintliche Underdogs. Das zumindest zeigen die Gummersbacher Ergebnisse gegen Mannschaften wie Berlin (28:28), Wilhelmshaven (24:22), Balingen (30:33) oder auch Essen (27:27).

Und auch die MT selbst war in dieser Saison schon ganz dicht dran, dem wohl bekanntesten Handballclub der Welt ein Bein zu stellen. Im Hinspiel, am 1. Dezember, lag bis zur 55. Minute eine Überraschung in der Luft, als Stojanovic, Sanikis & Co bis auf ein Tor herangekommen waren. Am Ende hatte die Gislason-Sieben mit ein wenig Glück die Nase vorn und nahm beim 35:38 wieder mal beide Punkte mit nach Gummersbach.

Das Spiel der MT gegen den VfL am Dienstag ist übrigens vorgeholt und entstammt eigentlich dem 32. Spieltag.

Bisherige Vergleiche:
Bundesliga:

01.12.2007 MT Melsungen – VfL Gummersbach 35:38
21.03.2007 MT Melsungen – VfL Gummersbach 26:38
08.10.2006 VfL Gummersbach – MT Melsungen 38:30
08.03.2006 VfL Gummersbach – MT Melsungen 34:28
24.09.2005 MT Melsungen – VfL Gummersbach 21:38

DHB-Pokal
26.09.2006 MT Melsungen – VfL Gummersbach 32:42
03.12.2003 MSG Melsungen/B. – VfL Gummersbach 22:27

Schiedsrichter in der Kölnarena:
Matthias Dang / Thorsten Zacharias (Mainz)




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