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FWG will mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung

Schwalm-Eder. Der Landkreis soll als erste nordhessische Kommune das RAL-Gütesiegel „Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung“ erwerben.
RAL-Gütezeichen werden vom Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung geschaffen und kennzeichnen Produkte und Dienstleistungen, die nach hohen festgelegten Qualitätskriterien hergestellt beziehungsweise angeboten werden. Das Gütesiegel mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung stellt hohe Anforderungen an die Kreisverwaltung.

Es ist dazu notwendig, 13 vorgegebene RAL-Prüfkriterien innerhalb der Verwaltung umzusetzen und einzuhalten. Landrat Frank-Martin Neupärtl will den Startschuss für die Umstrukturierungsmaßnahmen geben. In einer Strategiegruppe sollen sich Vertreter aus den für die Zertifizierung maßgeblichen Ämtern treffen, um ein Konzept und einen Ablaufplan für alle notwendigen Maßnahmen zu erarbeiten. So werden Verwaltungsprozesse überprüft und die Kommunikation zwischen verschiedenen Anlaufstellen in der Behörde weiter verbessert. „Deshalb unterstützen die Freien Wähler auch die Wiederwahl von Landrat Neupärtl am 13. April“, unterstreicht Fraktionsvorsitzender Willi Werner, Edermünde, für die FWG.

Eine Dienstanweisung wird alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an die wirtschaftsorientierte Handlungsweise binden. In den 13 RAL-Gütekriterien enthalten sind Serviceversprechen, wie die garantierte Bearbeitungszeit gewerblicher Bauanträge innerhalb von 40 Arbeitstagen oder die Zahlung von Auftragsrechnungen binnen einer 15-Tage-Frist. Ebenso garantiert werden kurze Reaktionszeiten und schnelle Hilfestellung bei auftretenden Problemen ortsansässiger Unternehmen.

In geeigneter Weise soll die Verwaltung die Umsetzung dieser Kriterien objektiv nachvollziehbar belegen und in einer Dokumentation zusammenfassen. Für die Erstzertifizierung soll das Einhalten der Kriterien für einen Zeitraum von drei Monaten nachgewiesen werden.

Der Abschlussbericht ist Grundlage für die abschließende Überprüfung durch den TÜV. So soll das Landratsamt die Prüfer mit gut funktionierenden Arbeitsabläufen und dienstorientiertem Service am Kunden überzeugen. Fraktionsvorsitzender Willi Werner ist von der Signalwirkung des RAL-Gütesiegels überzeugt.

Das Landratsamt will die Herausforderung für die wirtschaftliche Entwicklung der Region wahrnehmen und beweist so die Leistungsfähigkeit der Kommunalverwaltung. Im nordhessenweiten Vergleich bemüht sich der Landkreis stetig um den Mittelstand. In dieser Vorreiterrolle will der Kreis anderen als gutes Beispiel dienen.

Die Koalition ist sich einig, dass man auch als Verwaltung ein Zeichen setzen muss. So wie sich viele Unternehmen einer Standardisierung nach DIN oder ISO unterziehen, um zum Beispiel das Qualitätsmanagement und Arbeitsabläufe zu optimieren, sollte auch eine Behörde effizienter arbeiten, meint die FWG. Als Dienstleister für die Wirtschaft hätten Kommunalverwaltungen wichtige Funktionen und Aufgaben zu erfüllen.

Im Bewusstsein dieser Verantwortung führe die Wirtschaftsförderung des Landkreises Schwalm-Eder während der RAL-Dokumentation eine Unternehmensbefragung mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens durch. Die befragten Mittelständler sollten Verwaltungsleistungen nach ihrer Wichtigkeit ordnen und den bisherigen Kundenservice bewerten. Hierbei beziehen sich alle Angaben auf ein Anliegen, das sie in den vergangen 24 Monaten an die Verwaltung gerichtet haben (z.B. Bauantrag, Gewerbeanmeldung etc.).

Auf einer Schulnotenskala von 1 bis 6 sollen die 50 befragten Unternehmen die Rahmenbedingungen in der Kreisverwaltung bewerten. Unter anderem beurteilen sie die Erreichbarkeit der zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Flexibilität in der Termingestaltung, die Öffnungszeiten der Dienststelle und Gesprächsabläufe. Außerdem wird nach der Bearbeitungsqualität des Anliegens selbst gefragt. Hierbei sind Kriterien wie Schnelligkeit, inhaltliche Richtigkeit und Verständlichkeit zu benoten. Auch die Freundlichkeit der Gesprächspartner, die Transparenz der Abläufe und die Nachvollziehbarkeit der Entscheidungsgründe sind Bestandteil der Befragung. Die Auswertung wird ein überwiegend positives Bild ergeben, glauben die Initiatoren aus der Kreistags-Koalition. Die Analyse der verwaltungsinternen Abläufe, ebenso wie erforderliche Dokumentation wird zur erfolgreichen Erstzertifizierung führen. Ein gutes Zusammenspiel und eine effiziente Kommunikation der einzelnen Ämter im Haus bilden die Grundlage für zukünftige Entwicklungen. Nach erfolgter Erstzertifizierung muss sich die Kreisverwaltung nach 2 Jahren erneut einer TÜV-Prüfung unterziehen, um eine Verlängerung des RAL-Zertifikats zu erreichen.

„Nur wenn alle an einem Strang ziehen“, ist Willi Werner überzeugt, „können wir unseren Schwalm-Eder-Kreis und die Region weiter voran bringen. Dies ist Ziel der Kreistags- Koalition.“




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