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Kleine Strolche beim Bürgermeister

Neukirchen-Asterode. Am Dienstag vor Ostern hatten die fünf- und sechsjährigen Kinder des Kindergartens Asterode, gemeinsam mit der Kindergartenleiterin Stephanie Schulz und Erzieherin Anette Bernhardt einen sehr wichtigen Termin, sie durften den Bürgermeister Klemens Olbrich besuchen. Im Vorfeld hatten sich die Kindergartenkinder bereits Fragen überlegt, die sie dem Bürgermeister unbedingt stellen wollten.

So erfuhren sie im Gespräch, dass Bürgermeister Olbrich 50 Jahre alt ist, bereits seit 17 ½ Jahren Bürgermeister von Neukirchen, eine Frau und ein Haus hat, nicht im Rathaus wohnt und vieles mehr. Ein Großteil der Fragen wurde direkt von den Kindern gestellt und vom Bürgermeister offen und ehrlich beantwortet.

So wollte zum Beispiel Henning wissen, ob der Bürgermeister denn ein Haustier besitze. Nein, ein Haustier hat die Familie Olbrich nicht, jedoch leihen sie sich ab und an die Nachbarhündin „Bella“ aus, um mit ihr spazieren zu gehen. Nele fragte ihn, ob er Kinder habe. Ja, die hat er, Viktoria (14), Paulina (9) und Markus (16), und alle drei machen gern Sport und fahren ihrem Vater mittlerweile beim Radfahren davon.

Sophie P. hatte da eher andere Interessen, sie wollte wissen, warum in Neukirchen keine Eisenbahn mehr fährt. Dass dies wirtschaftlich nicht mehr leistbar sei und immer mehr Menschen auf den Pkw umgestiegen sind, um flexibler zu sein, war hier die Antwort von Neukirchens Bürgermeister. Da ließ sich die nächste Frage nicht vermeiden. „Haben Sie ein Auto?“, fragte Sophie W. „Ja, ein Dienstauto und einen Privatwagen“, antwortete Olbrich. Da passte die Frage von Celine auch wunderbar, denn die wollte gern wissen, ob der Bürgermeister zu Fuß zur Arbeit geht. „Ja, heute sogar mit Mütze und Handschuhen in Begleitung seiner Tochter“, so Olbrich.

Und was isst so ein Bürgermeister gern? „Kartoffeln und Gemüse, Salat, auch mal Fleisch, oder Käsebrot, oder Honigbrot, aber auch mal Pizza und wenn es richtig kalt ist auch mal Pommes.“ Lisa hatte dann noch eine ganz andere Frage, sie wollte wissen, wann es denn endlich einen Fahrradweg zwischen Neukirchen und Asterode gibt? „Tja, er wird gebaut, aber es wird auch hier noch auf Geld vom Land Hessen gewartet.“

Arne wollte wissen, wann es denn für den Heidentriesch 8 in Asterode endlich eine Straßenlaterne gibt, vorsichtshalber hatte er seine Eltern diese Frage gleich schriftlich formulieren lassen, damit Klemens Olbrich, das auch nicht vergisst. Auch hier hat er Olbrich kindgerecht erklärt, welche Wege so eine Straßenlaterne geht, bis sie denn endlich leuchten darf. Und die Frage, ob er in Neukirchen allein bestimmen darf, passte hier auch wunderbar. So erfuhren die Kinder, dass es 31 Stadtverordnete gibt, die gewählt wurden und die mitbestimmen können und dass man das Demokratie nennt.

Hendrik brannte die Frage unter den Nägeln, warum der Rasen so wenig in Asterode gemäht wird. Bürgermeister Olbrich erklärte hierzu sinngemäß: Da der Rasen überall gleichzeitig wächst und gemäht werden muss und das auf 25 Spielplätzen, in fünf Kindergartengärten, auf den Sportplätzen, Friedhöfen und Grünanlagen, und es dafür eigentlich zu wenig Arbeiter gibt, kann es vorkommen, dass wir uns im Sommer mal feuchte Füße vom Tau holen können. Aber vielleicht findet sich ja noch der eine oder andere, der beim Mähen helfen möchte.

Loreen: „Kannst Du reiten?“ Nein, das kann der Bürgermeister von Neukirchen nicht, das traut er sich auch nicht, Nordic Walking, Fahrrad und Skifahren sind ihm da lieber. Was es sonst noch Wissenswertes über Neukirchens Bürgermeister gibt, erfuhren die Kindergartenkinder in einer Schnellfragerunde, mit Hilfe gesammelter Fragen.

Haben Sie einen Garten? „Ja, mit Spielgarten und Schaukel und Sandkasten.“
Ein Baumhaus? „Ja.“
Bügeln Sie ihre Hemden selbst? „Nein.“
Wieso haben Sie einen Anzug an? „Das gehört sich einfach so, eine Amtsperson muss nett angezogen sein.“
Gehen Sie gern spazieren? „Ja.“
Ist der Radweg nach Neukirchen fertig?„Ja, Einweihung ist am 6. April.“
Haben Sie ein Piercing? „Nein!“
Was waren Sie vorher? „Geschäftsführer einer politischen Partei.“
Haben Sie eine Halskette? „Nein.“
Gehört Ihnen Neukirchen? „Nein.“
Kennen Sie jeden, der in Neukirchen wohnt? „Nein, aber so etwa 60 bis 70 Prozent.“

An dieser Stelle möchten die Kindergartenkinder Klemens Olbrich noch einmal für die Zeit bedanken, die er sich genommen hat und natürlich für die Schokolade und die Gummibärchen.

Im Bild: Vordere Reihe: Henning, Loreen, Lennert, Torben, Hendrik, Sophie, Sophie, Lisa, Celine, Nele und Arne (v.l.). Hintere Reihe: Leiterin Kiga Asterode Stephanie Schulz, Erzieherin Anette Bernhardt und Bürgermeister Klemens Olbrich (v.l.).



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