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Hessen hebt tollwutgefährdete Gebiete auf

Hessen. Der Hessische Minister für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz hat heute in Wiesbaden mitgeteilt, dass Hessen ab dem morgigen Freitag keine Tollwut gefährdeten Gebiete mehr haben wird. Minister Dietzel: „Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz werden am 8. August 2008 gemeinsam alle Restriktionsgebiete aufheben, die aufgrund der Tollwutfälle bis 2006 eingerichtet wurden. In Rheinland-Pfalz wurde am 3. Februar 2006 in Nackenheim zum letzten Mal in Deutschland bei einem Fuchs die Tollwut amtlich festgestellt. Vorangegangen war die erfolgreiche Impfung der Wildfuchspopulation in den drei betroffenen Bundesländern Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Es hat sich gezeigt, dass die Strategie der konsequenten Impfaktionen sich bewährt hat.“

Landwirtschaftsminister Wilhelm Dietzel teilte weiter mit, dass auch nicht mehr gegen Tollwut geimpft werden muss, da die Tierseuche seit mehr als drei Jahren nicht mehr aufgetreten ist. Baden-Württemberg hat bereits die Beköderung mit Tollwutimpfstoff nach der Herbstimpfung im September 2007 eingestellt, Hessen und Rheinland-Pfalz nach der diesjährigen Frühjahrsaktion.

Dietzel weiter: „Insbesondere in den zurückliegenden drei Jahren sind umfangreiche Kontrolluntersuchungen des Fuchs- beziehungsweise Wildbestandes durchgeführt worden. In Hessen wurde der letzte Tollwutfall am 27. Juli 2005 festgestellt. Daher kann der gefährdete Bezirk in Deutschland entsprechend der Kriterien des Internationalen Tierseuchenamtes (OIE) in Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gemeinsam zum 8. August 2008 aufgehoben werden“.

„Die Tilgung der sogenannten silvatischen Tollwut  – Wildtollwut – sei nur durch die routinemäßige, kontinuierliche und langfristige Durchführung von Impfkampagnen in Fuchspopulation gelungen“ stellte Minister Dietzel fest. Er dankte insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Veterinärverwaltungen für ihre geleistete Arbeit und schließt dabei auch ausdrücklich die Jägerschaft mit ein, ohne die eine Handauslage der Impf-Köder nicht möglich gewesen wäre. Weiterhin gelte der Dank dem Friedrich-Loeffler-Institut für die gute fachliche Unterstützung bei der Tollwutbekämpfung und dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, mit dem die Länder in den vergangenen Jahren konstruktiv zusammengearbeitet haben.

„Aus Gründen der epidemiologischen Sicherheit werden jedoch in den kommenden Jahren weiterhin umfangreiche Kontrolluntersuchungen der Fuchspopulation und der für die Tollwut empfänglichen Wildtiere auf hohem Niveau weitergeführt“, so der Minister. Besonders aussagekräftig seien dabei die sogenannten Indikatortiere, das heißt insbesondere Füchse mit Verhaltensveränderungen beziehungsweise tot aufgefundene oder verunfallte Tiere. Die Jäger sind daher weiterhin zu verstärkten Beobachtungen des Wildbestandes und zur Ablieferung der entsprechenden Kontrollfüchse und der Indikatortiere aufgerufen.

Seit Beginn der ersten Feldversuche in Deutschland in den Bundesländern Bayern, Hessen und Baden-Württemberg mit als Impfköder präparierten Hühnerköpfen in den Jahren 1983 und 1984 wurden die Impfköder sowie deren Ausbringungsmodalitäten mit dem Flugzeug im Laufe der Jahre immer mehr technisiert und standardisiert. Damit wurde die Ausbringung der Impfköder und der spätere Impferfolg der Fuchspopulation genauestens analysierbar. In dicht besiedelten Gebieten blieb jedoch die aufwendige Handauslage der Impfköder das Mittel der Wahl und bestimmte maßgeblich den Erfolg und die Qualität der Impfmaßnahmen.



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