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Jeder Hesse zahlte 258 Euro für Sozialhilfe

Hessen. Im Jahr 2007 wurden in Hessen brutto 1,8 Milliarden Euro für die Sozialhilfe (inklusive Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, aber ohne Leistungen für Asylbewerber) ausgezahlt. Die Ausgaben lagen nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamtes damit um vier Prozent höher als ein Jahr zuvor. Nach Abzug der Einnahmen – vor allem Erstattungen durch andere Sozialleistungsträger – in Höhe von 227 Millionen Euro mussten netto knapp 1,6 Milliarden Euro für die Sozialhilfe ausgegeben werden.

Rein rechnerisch wandte somit jeder Hesse 258 Euro dafür auf. Regional gab es erhebliche Unterschiede. Die höchsten Ausgaben pro Einwohner hatte die Stadt Frankfurt am Main mit 278 Euro, die niedrigsten der Odenwaldkreis mit 55 Euro. Die kreisfreien Städte waren mit durchschnittlich 234 Euro je Einwohner stärker belastet als die Landkreise mit 86 Euro.

Gut 1,1 Milliarden Euro der Bruttoausgaben wurden für Leistungen in Einrichtungen, weitere 600 Millionen Euro für Hilfeleistungen außerhalb von Einrichtungen aufgewandt. Rund 46 Prozent der Leistungen wurden von den örtlichen Trägern und 54 Prozent vom Landeswohlfahrtsverband (LWV) als überörtlichem Träger gezahlt. Der LWV ist hauptsächlich für die Eingliederungshilfe behinderter Menschen zuständig.

Die Nettoausgaben in Höhe von knapp 1,6 Milliarden Euro verteilten sich 2007 wie folgt: Auf die Eingliederungshilfe behinderter Menschen entfiel gut die Hälfte der Ausgaben. Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung machte 19 Prozent aus. Für die Hilfe zur Pflege wurden rund 15 Prozent und für die Hilfe bei Krankheit, Sterilisation und Familienplanung gut sechs Prozent der Nettoausgaben aufgewandt. Knapp sieben beziehungsweise knapp zwei Prozent entfielen auf die Hilfe zum Lebensunterhalt beziehungsweise auf sonstige Hilfen in besonderen Lebenslagen.

Innerhalb der verschiedenen Hilfearten gab es unterschiedliche Entwicklungen. Mehraufwendungen erfolgten für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (plus sechs Prozent), für die Hilfe zur Pflege (plus fünf Prozent), für die Eingliederungshilfe behinderter Menschen (plus sechs Prozent) und für Hilfe zur Gesundheit (plus acht Prozent) sowie für sonstige Hilfen (plus 21 Prozent). Dagegen sanken die Ausgaben für die Hilfe zum Lebensunterhalt (minus fünf Prozent) gegenüber dem Vorjahr.

Ein Vergleich der Sozialhilfeausgaben gegenüber der Zeit vor 2005 ist wegen der Gesetzesänderung zum 1. Januar 2005 nur bedingt möglich. Denn zum einen erhalten nach der Zusammenlegung der Sozialhilfe mit der Arbeitslosenhilfe (Hartz IV) die bisher erwerbsfähigen Sozialhilfeempfänger im engeren Sinne (Empfänger von laufender Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen) sowie deren Familienangehörige nunmehr Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB II), nämlich „Grundsicherung für Arbeitssuchende“ und keine Sozialhilfe mehr. Zum anderen wurde das Gesetz über die bedarfsorientierte Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung in das SGB XII eingeordnet wodurch diese Leistungen erstmals in der Sozialhilfestatistik nachgewiesen werden. Durch diese Änderungen sanken die Ausgaben von 2004 auf 2005 um rund 30 Prozent.



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2 Kommentare zu “Jeder Hesse zahlte 258 Euro für Sozialhilfe”

  1. Martina Kühl

    Wie produziere ich Armut und lebe trotzdem noch gut dabei …. !
    In den vergangenen Jahren passierte es mir immer wieder , das ich mich gegen Angriffe bezüglich meines Erhalts von Sozialhilfe wehren mußte, was mir im allgemeinen recht leicht viel. Als ich dann 2001 an schwerem Reuma erkrankte, dachte ich endlich aus dem Ramen der Angeriffenen herausfallen zu können und in Ruhe gelassen zu werden, dachte ich. Da aber die Allgemeinheit gerne alle in einen Sack steckt wenn es ihr paßt, bei anderen Gelegenheiten kann sie wesentlich tolleranter sein, hörten die Anklagen trotzdem nicht auf. Aber auch jetzt fühle ich mich in keinster Weise schuldig, da mir immer bewußt war, das meine gesamte Familie immer gearbeitet und eingezahlt hatte und ich die Einzige war, die jemals von diesem Staat Gelder erhielt. Mein Großeltern als erste, dann mein Eltern und auch meine Schwester und meine Tanten zahlten somit den Betrag den ich bisher erhalten habe aus der Familienkasse. Dazu kam noch die Hilfe meiner besten Freunde. Einer von ihnen bezahlte mir meinen TV weil das Amt nicht der Meinung war mir einen neuen Fernseher zu finanzieren, da ja mein alter „nur“ defekt war. Dies geschah in der Zeit als Herr Hartz ! anfing die Streichung vieler Leistungen für Bedürftige mit Hilfe von Herrn Schröder einzuführen. Folge davon, es wird keine Hausratversicherung mehr übernommen. Wenn nun meine „nur“ defekte Flimmerkiste einen Brand ausgelöst hätte, hätte auch die Klausel in meinem Mietvertrag, welche besagt, das ich eine Hausratversicherung haben müßte, nichts mehr genützt, da ich mir keine mehr leisten konnte. Der Schaden wäre immens und auch andere Mieter wären davon betroffen gewesen. Also legte mein bester Freund den benötigten Betrag für mich hin, was seinen Anteil von jährlich 258 Euro bereits um ca. 300 Euro erhöhte.
    Auch meine Mutte unterstützt mich wo sie kann obwohl sie nur 400 Euro Rente bekommt, was ihren Anteil ebenfalls weiter erhöht.
    Aber wen interessiert das schon, wenn aufgerechnet wird ? Sicher nicht die Leute, die
    in unser Land kommen und ohne jemals selber, geschweige denn durch Angehörige auch nur einen Pfennig in die Staatskasse gezahlt haben finanzieren lassen. Sicher auch nicht die jenigen, die dafür sorgen, das es immer mehr solcher Einwanderer gibt und die sie im allgemeinen mit offenen Armen empfangen. Diese Leute haben in meinen Augen das Recht verwirkt sich diesbezüglich zu äußern. Zumal es meist Personen sind, die keinen Hehl daraus machen, das es ihnen unverschämt gut geht und ein Betrag von 258 Euro mit einem Grinsen aus der Portokasse zahlen können. Selber vielleicht nicht einmal einen Bedürftigen in der Familie haben und sich noch dazu oftmals erdreisten sich wegen diesem Betrag auch noch zu beschweren, indem sie Sozialempfänger als Schmarotzer alle über einen Kamm ziehen. Die nicht fähig sind Unterschiede zu machen und übertollerant das Geld des einfachen Steuerzahlers großzügig verteilen ohne zu fragen, wer es denn wirklich benötigt und wer es wirklich verdient hat.
    Vermutlich wandern darum immer mehr Deutsche aus. Sozialempfänger würden dies sicher auch gerne immer öfter tun, aber da sie ja verboten bekommen unter Androhung von Leistungsentzug, die betreffende Stadt zu verlassen, wird sich dieser Traum wohl nur selten erfüllen lassen. In einem Land, das sich mein Vaterland nennt, bin ich mittlerweile fast nur noch eine Gefangene, eine Geisel und durch die Abhängígkeit von diesem Staat und seiner Unfähigkeit so zu regiere wie es nötig ist, gelähmt in meiner zukünfigen Entwicklung.
    Da nützt es auch nichts, das ich eine Deutsche bin !
    Wozu eigendlich dann hier bleiben ??? Schlecht kann es mir auch im Ausland gehen.
    Aber da bin ich dann der Gast …..!?

  2. Francis Bacon

    „Nichts macht den Mensch argwöhnischer, als wenig zu wissen…“


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