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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Trinkwasser günstiger als Abwasser

Hessen. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, wurden in Hessen im Jahr 2007 für einen Kubikmeter Trinkwasser durchschnittlich 1,93 Euro gezahlt. Für den Kubikmeter Abwasser, für das in der Regel die verbrauchte Trinkwassermenge angesetzt wird, kamen nochmals im Mittel 2,51 Euro hinzu. Das ergab die erstmals auf gesetzlicher Grundlage durchgeführte Statistik über die Wasser- und Abwasserentgelte der Jahre 2005 bis 2007. Dazu wurden vom Hessischen Statistischen Landesamt alle 426 Gemeinden des Landes befragt.

Die Kubikmeterpreise fallen zwischen den einzelnen Gemeinden unterschiedlich aus. So liegt die Spanne beim Trinkwasser zwischen 76 Cent je Kubikmeter in der Stadt Lorsch im Landkreis Bergstraße und 3,50 Euro je Kubikmeter in Lorch im Rheingau-Taunus-Kreis. In 365 Gemeinden kamen zu den verbrauchsabhängigen Entgelten noch monatliche Grundgebühren hinzu. Diese beliefen sich im Schnitt auf 2,65 Euro und reichten von 24 Cent bis 11,77 Euro im Monat.

Der Kubikmeter Abwasser ist mit 1,09 Euro in Heuchelheim im Landkreis Gießen am niedrigsten. Am anderen Ende der Skala liegt Ulrichstein im Vogelsbergkreis mit 6,30 Euro je Kubikmeter. Für die Abwasserentsorgung erheben 35 Gemeinden Grundgebühren, die zwischen 1,50 und 120 Euro im Jahr betragen. In 135 Gemeinden kommt ein weiterer Gebührenbestandteil, das sogenannte flächenabhängige Entgelt, zum Tragen. Dieses lag zwischen zehn Cent und 1,15 Euro pro Quadratmeter (Grundstücks-, Abfluss- oder Versiegelungsfläche).

In den einzelnen Gemeinden haben die mengenbezogenen und mengenunabhängigen Gebührenbestandteile ein unterschiedliches Gewicht. Daraus ergibt sich beim Gesamtaufwand für das Trink- und Abwasser ein Bild, welches die einzelnen Spitzenwerte relativiert. Bei den sogenannten Vergleichsentgelten, die sich auf den Jahreswasserverbrauch von 46 Kubikmeter Frischwasser bei einer Person beziehen und die verbrauchsunabhängigen Gebühren berücksichtigen, liegt der Hessendurchschnitt bei 258 Euro. Nach dieser Modellrechnung werden in 46 Prozent der Gemeinden zwischen 146 und 250 Euro im Jahr fällig, in 51 Prozent der Gemeinden sind bis zu 100 Euro mehr zu zahlen. Bei zwölf Gemeinden übersteigt der Betrag sogar 350 Euro. An der Spitze liegt hier Wohratal im Landkreis Marburg-Biedenkopf mit 423 Euro im Jahr, während in Bad Salzschlirf im Landkreis Fulda mit rund 146 Euro nur rund ein Drittel dieses Betrages verlangt wird.

Die Ergebnisse aller Gemeinden sind im Statistischen Bericht „Wasser- und Abwasserentgelte in Hessen 2005 bis 2007“ enthalten. Er kann zum Preis von 7,50 Euro vom Hessischen Statistischen Landesamt, 65175 Wiesbaden, oder als Download im Internet unter www.statistik-hessen.de bezogen werden.



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