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DNA-Treffer: Polizei klärt über 90 Wohnhauseinbrüche

Schwalm-Eder. Es war die eine Tat zuviel – die Täterin wurde auf frischer Tat erwischt. Nun können über 90 Wohnhauseinbrüche, die sich ab 2006 im Schwalm-Eder-Kreis ereignet hatten als aufgeklärt gelten. Als Tatverdächtige wurde eine 60-jährige Frau aus dem Landkreis ermittelt. Die Frau befindet sich bereits seit Anfang August in einer Untersuchungshaftanstalt. Der Fall ging seinerzeit durch die Medien – „60-Jährige schoss auf Frau“ titelte die HNA Fritzlar-Homberg in ihrer Ausgabe vom 4. August diesen Jahres. Eine 48-jährige Hausbewohnerin von Braunau (Kreis Waldeck-Frankenberg) hatte die 60-Jährige am 2. August gegen 5 Uhr morgens beim Einbruch in ihrem Haus bemerkt, war ihr auf den Hof gefolgt, konnte sie dort zu Fall bringen, setzte sich auf sie und rief laut um Hilfe. Dadurch wurden weitere Familienmitglieder alarmiert, die sie dann unterstützten und die Polizei zu Hilfe riefen.

Die 60-Jährige hatte bei dem Einbruch eine Pistole mit scharfer Munition mitgeführt, die aber zum Glück nicht durchgeladen war. Denn die 48-jährige Hausbewohnerin hörte ein Klicken, als die 60-Jährige während der kurzen Flucht die Pistole in ihre Richtung gehalten hatte. Im Zuge der damals durch die Kripo Korbach durchgeführten Ermittlungen und erkennungsdienstlichen Maßnahmen wurde der 60-Jährigen auch eine DNA-Probe genommen. Schon kurze Zeit nachdem das DNA-Muster in den Datenbestand der Polizei aufgenommen worden war, bekamen die Beamten der Polizeistation Homberg Post vom LKA. Ein Spurentreffer war ausgeworfen worden – eine DNA-Spur von einem Tatort eines Wohnauseinbruchs in der Nacht zum 21. Juni 2007, im Bruchäckerweg in Frielendorf.

Aufgrund der Tatbegehungsweise galt dieser Tatort bereits damals als einer Serie gleich gelagerter Taten zugehörig, die seit 2006 im Schwalm-Eder-Kreis beobachtet wurde. Die Taten ereigneten sich meist in kleineren Ortschaften/Ortsteilen vorwiegend im Bereich Neuental, Borken, Homberg und Frielendorf. Die Tatzeit lag meist in der Nacht. Die Einbrüche in die Häuser erfolgten ausschließlich durch Kellertüren, die nur über einfachste Schlösser verfügten oder durch schlecht gesicherte Kellerfenster. Vom Keller aus gelangte die Frau dann jeweils bis ins Erdgeschoss.

Das bevorzugte Diebesgut waren Bargeld aus im Erdgeschoss aufgefundenen Geldbörsen oder Lebensmittel wie zum Beispiel Würste; zum Teil auch Gefriergut aus Tiefkühltruhen; sogar auch mal Waschpulver. Die Beamten der Polizeistation Homberg werteten inzwischen die dieser Einbruchserie zuzurechnenden Taten gezielt aus. Die 60-Jährige wurde in der Untersuchungshaft aufgesucht, mit der Beweislage konfrontiert und befragt. Sie ist voll geständig. Als Motiv nannte die Frau Geldnot. Der Einbruchserie sind über 90 Taten zuzurechnen. Die Summe des gesamten Stehlschadens beläuft sich auf rund 8.800 Euro. Die Summe der durch die Einbrüche verursachten Sachschäden beträgt etwa 4.500 Euro.



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