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MT als krasser Außenseiter nach Nordhorn

Nordhorn/Melsungen. Viel Zeit, die ärgerliche Niederlage gegen Göppingen zu verarbeiten, bleibt den Handballern der MT Melsungen nicht. Bereits drei Tage später, am Dienstag, steht der nächste Einsatz bevor. Dann müssen die Nordhessen beim Tabellenzehnten HSG Nordhorn antreten (20:15 Uhr, Euregium, Nordhorn; live ab 20 Uhr auf www.sportdigital.tv).

Sieben Spiele in dreieinhalb Wochen – das Programm der MT Melsungen könnte deftiger kaum sein. Und wenn dazu noch spielentscheidende Akteure geschwächt sind oder gar nicht mitwirken können, wiegt dieser Terminplan doppelt schwer. Die Auswirkungen waren in der noch sehr jungen Saison bereits in den beiden Spielen gegen Lemgo (30:35) und Göppingen (26:29) deutlich zu erkennen, wo gleich drei Leistungsträger nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren.

Diese Ausgangssituation wird sich auch zum Spiel in Nordhorn nur unwesentlich ändern. Damit aber wenigstens die 280 Kilometer lange Anreise nicht zur eventuell spielentscheidenden Strapaze wird, reisen Kelentric & Co bereits am Montag an. Nach einem leichten Vormittagstraining im heimischen Melsungen setzt sich der MT-Tross am Nachmittag in Richtung holländische Grenze in Bewegung. Nicht dabei ist Vladica Stojanovic. Der Regisseur, bereits in Lemgo und gegen Göppingen grippegeschwächt aufgelaufen, liegt nun mit Fieber vollends flach. Rückraumshooter Daniel Valo, der aufgrund seiner Prellung gegen Göppingen gar nicht antreten konnte, ist indessen an Bord. Der Linkshänder hofft, in Nordhorn zumindest kurzzeitig mitwirken zu können. Eine Entscheidung darüber fällt allerdings erst nach dem Aufwärmen, also unmittelbar vor dem Spiel. Grigorios Sanikis, drittes „Sorgenkind“ in der Reihe der Rekonvaleszenten, ist ebenfalls in Nordhorn am Start. Mit im Aufgebot steht diesmal auch Chris Treutler. Das 20-jährige Talent, ausgestattet mit einem Doppelspielrecht für seinen Heimatverein TG Münden, hat am Wochenende beim Einsatz als Spielmacher mit sechs Treffern für den niedersächsischen Regionalligisten überzeugt.

„Wir haben natürlich das letzte Heimspiel gegen Göppingen noch einmal eingehend besprochen, können allerdings jetzt nicht allzu hart kritisieren. Das wäre in der Vorbereitung auf das schnell folgende Auswärtsspiel völlig unangebracht“, erklärt MT-Sportchef Alexander Fölker. „Natürlich sind uns eklatante Fehler unterlaufen, die zum Teil ihre Ursachen in einer mangelnder Disziplin im Angriff haben. In bestimmten Situationen kurz vor der Halbzeit war es einfach falsch, aufs Tor zu werfen. Der Effekt waren drei, vier unnötige Gegentore und der eigentlich schon spielentscheidende 13:18-Rückstand zur Pause“, so Fölker.

In der Grafschaft will die MT nun möglichst Rehabilitation für die Heimniederlage vom Samstag betreiben. Das kann gelingen, auch wenn dort erneut keine Zähler ergattert werden. Das Hedin-Team ist im Spiel gegen die Mannschaft  um Weltmeister Holger Glandorf, einem der derzeit besten Halbrechten überhaupt, nur Außenseiter. Das allein wird schon beim Blick auf die Statistik deutlich. Alle bisher ausgetragenen sechs Bundesligavergleiche entschied die HSG zu ihren Gunsten.

„Weil wir in dieser Konstellation nicht unter so großem Druck stehen, hoffe ich, dass wir einige Dinge gegenüber dem letzten Spiel verbessern können. Wir dürfen uns z.B. nicht selbst in Situationen bringen, wo wir nur noch als einzige Option den Torwurf sehen. Etwas schlauer spielen und dadurch solche  technischen Fehler vermeiden, die uns gegen Göppingen das Genick gebrochen haben – das wäre schon ein Schritt in die richtige Richtung“, gibt MT-Trainer Robert Hedin seinen Schützlingen als Aufgabenstellung mit auf dem Weg.

Sportlich läuft es in Nordhorn derzeit recht ordentlich. Nach einem 36:28-Heimsieg über Minden, folgte ein 30:32 in Gummersbach. Dabei dominierte das Team von Trainer Ola Lindgren über 50 Minuten lang die Partie und musste erst in der Schlußphase der unorthodoxen Abwehr der Oberbergischen Tribut zollen. Die Problemfelder der HSG liegen eindeutig neben dem Spielfeld. Säumige Spielergehälter, ein Schuldenberg von angeblich bis zu 700.000 Euro, sowie ermittelnde Steuerbehörden bestimmen die Schlagzeilen im Zusammenhang mit dem Verein aus der Grafschaft  Bentheim. Mit den beiden Tschechen Jan Fillip und Daniel Kubes verlor man vor Saisonbeginn zwei Korsettstangen. Den einen als personifizierten Tempogegenstoß, den anderen als zentrale Abwehrfigur. So ist derzeit das Spiel mehr denn je auf Holger Glandorf fixiert. Unterstützung beim Torewerfen erfährt der Weltmeister (21 Treffer in zwei Spielen!) derzeit am ehesten durch Kreisläufer Bjarte Myrhol (17 Treffer) und Spielmacher Kukucka (8). Noch nicht ganz auf Touren gekommen ist Linksaußen Goran Sprem (4 Tore), der vor zwei Jahren auch schon mal das MT-Dress trug.

MT-Trainer Robert Hedin trifft in Nordhorn übrigens auf gleich zwei ehemalige schwedische Nationalmannschaftskameraden: Ola Lindgren, seit 2003 Trainer bei der HSG Nordhorn, coacht seit diesem Jahr gemeinsam mit Staffan Olsson die schwedische Nationalmannschaft,  und Torwart-Urgestein Peter Gentzel (39), der schon seit 2001 bei der HSG unter Vertrag steht. Tipps für seine Schützen über die vermeintlichen Schwächen Gentzels mag Robert Hedin jedoch nicht weitergeben. „Ich weiß alles über Peter, aber das würde unsere Spieler nur irritieren“, schmunzelt der Melsunger Coach und steigt in den Bus nach Nordhorn.

Schiedsrichter in Nordhorn:
Uwe Prang / Uwe Reichl (Bergheim/Köln)

Bisherige Vergleiche:
12.02.2008     MT Melsungen – HSG Nordhorn    24:30
14.09.2007     HSG Nordhorn – MT Melsungen    40:31
29.04.2007     MT Melsungen – HSG Nordhorn    30:34
12.11.2006     HSG Nordhorn – MT Melsungen    31:25
11.02.2006     MT Melsungen – HSG Nordhorn    27:28
07.09.2005     HSG Nordhorn – MT Melsungen    38:24

TV:
Liveübertragung ab 20:00 Uhr auf dem Internetkanal www.sportdigital.tv
Der MT-Fanclub RotWeiss lädt ein zum “PublicViewing auf Großleinwand in der Vereinsgaststätte Hubertusklause, Unteres Bachfeld 1, Melsungen.



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