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Hephata Klinik stellt sich als Fachklinik für Schlaganfälle vor

Schwalmstadt-Treysa. Eine erste Information gab Dr. Bernd Schade der Hephata Klinik. Ein Schlaganfall ist eine akute Durchblutungsstörung des Gehirns. In etwa 80 Prozent eine Durchblutungsminderung, in rund 20 Prozent kann aber auch eine Blutung auftreten. Nur das frühzeitige Erkennen, um welche Störung es sich handelt, lässt die geeigneten Maßnahmen zu. Über 450 Menschen erleiden täglich in Deutschland einen Schlaganfall, zirka eine Million müssen mit den Folgen leben. Mit 181 Toten rangiert der Schlaganfall noch vor dem Herzinfarkt und dem Lungenkrebs. Der Schlaganfall ist an kein Alter gebunden. „es gibt Patienten zwischen zwei und 102 Jahren“, so der leitende Oberarzt der Stroke Unit im Kreiskrankenhaus Siegen, Dr. Achim Hoferichter. Für die Hephata Klinik liegen Zahlen vor, die im Alter von 55 einsetzen und bis 90 Jahre gehen.

In Hessen wurden 2007 rund 21.000 Schlaganfälle gemeldet. Im Schwalm Eder Kreis erleiden etwa 360 Menschen einen ersten und 40 einen erneuten Infarkt. Erschreckend ist, dass Viele weder die Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel, noch die Symptome eines Anfalls, wie Lähmungserscheinungen, Sprach- und Sehstörungen, herunterhängende Mundwinkel usw. kennen.

Der Patient hat seine Rettung selber in der Hand
Nur 20 Prozent der Patienten erreichen die Klinik in den ersten drei Stunden, 36 Prozent benötigen drei bis sechs Stunden, manche kommen erst nach Tagen. „Das ist entschieden zu wenig. 50 Prozent aller Patienten müssen in den ersten drei Stunden zu uns kommen, wenn nur die Aufklärung in der Bevölkerung größer wäre“, so der Chefarzt der Hephata Klinik, Prof. Dr. Geert Mayer. Dass dies möglich ist, erläuterte Thorsten Trebing, vom Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes. Über 140 Personen stehen im Kreis mit den notwendigen Fahrzeugen zur Verfügung, Rettung erfolgt in über 95 Prozent aller Fälle in einer angemessenen Zeit. Schon bei Verdacht auf Schlaganfall sollte der Rettungsdienst alarmiert werden, jede Verzögerung ist nicht wieder gut zu machen.

Erfolgreiche Maßnahmen sind etabliert
Dr. Hoferichter führte in seinem Referat aus: „Wir müssen unser Wissen weitergeben, an Ärzte, Rettungssanitäter, Hausärzte und Patienten, denn den Schlaganfall gibt es nicht, da das Gehirn viel zu komplex ist. Ein Schlaganfall wächst, greift weiteres Hirngewebe an. Daher ist Zeit der entscheidende Faktor. Da es sich um eine Verstopfung handelt, muss hier eine Behandlung greifen, die die Durchblutung wieder erreicht.“ Dazu stellte Dr. Hoferichter die Lyse-Methode vor, eine Therapie, die schnell die Verstopfung beseitigt und das Gehirn damit in seinen Funktionen erhält

Schlaganfall – eine behandelbare Erkrankung
Der Schlaganfall muss kein Schicksal darstellen, sondern ist ein beeinflussbares Geschehen. Viele Patienten erlangen nach schneller Akuttherapie und durch Rehabilitationsmaßnahmen ihre Selbstständigkeit weitgehend wieder. Die Hephata-Klinik ist mit zahlreichen Betten, auch mit Dienstaufsicht und Kameraüberwachung, sehr gut gerüstet. „Der Schlaganfall ist aus pflegerischer Sicht ein Sonderfall“, so Krankenpfleger Markus Madej, „da hier Zeit bei der Aufnahme und die nachfolgende Rehabilitation, Ergotherapie, Physiotherapie, aktivierende Pflege, Logopädie und Neuropsychologie wichtig sind.“ Hephata bietet darüber hinaus auch einen ambulanten Pflegedienst an, wenn der entlassene Patient zuhause dann weiter betreut werden muss. (ric)



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