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Drei-Burgen-Schule richtet Raum der Stille ein

Felsberg. Bevor man die Tür öffnet, denkt man zunächst, hier geht es in einen ganz normalen Klassenraum. Doch Schuhe stehen vor der Tür. Kein Schülergeschrei ist beim Betreten des Raumes zu hören, stattdessen kommt gedämpfte Musik aus den Lautsprechern. Mit Teppichboden in dunklem Rot ist der Raum ausgelegt, eine Gruppe von Schülern liegt ganz entspannt auf den großen grauen Ruhekissen. Die Atmosphäre des Raumes zieht einen sofort beim Betreten in seinen Bann. Man glaubt kaum, hier sich hier in einem Schulgebäude zu befinden.

Sich aus der Hektik des Schulalltags zurückzuziehen auf eine Insel der Ruhe – das soll künftig den Schülerinnen und Schülern der Drei-Burgen-Schule in Felsberg möglich sein. Auf Initiative der Religions-Fachkonferenz und in Zusammenarbeit mit der örtlichen evangelischen Kirche wurde nun mit viel Einsatz von Lehrern und Schülern ein Raum der Stille eingerichtet und erstmals auch der Öffentlichkeit präsentiert. Wenn der Stress steigt, Kraft und Mut durchzuhalten sinken, kann – so die Vorstellungen der Religionslehrer – der ‚Raum der Stille‘ Gelegenheit bieten, in sich hineinzuhorchen. Übungen zur Ruhe und Entspannung sowie Meditationen und Phantasiereisen sollen zu einer festen Einrichtung werden.

Der Raum soll grundsätzlich allen, unabhängig von ihrer Konfession, offen stehen und somit auch zu einem Raum der Begegnung der Konfessionen werden. Daher sind hier auch religiöse Symbole von Christen, Muslimen und Juden zu finden. Das trägt der Tatsache Rechnung, dass Schulen immer mehr auch zu multikulturellen Einrichtungen werden.

Beabsichtigt ist es, den Raum nicht nur für den (Religions-)Unterricht zu nutzen, sondern ihn auch in einigen großen Pausen und in der Mittagspause unter Aufsicht zu öffnen. Es wird angestrebt, mittelfristig eine Mitverantwortung für die Öffnung des Raumes älteren Schülern in die Hand zu geben. Gedacht ist auch – bereits in diesem Jahr – an Andachten, z.B. am Reformationstag, Lesungen am 9. November sowie besonders gestaltete ruhige Viertelstunden in der Adventszeit. Der Raum soll offen sein auch für Kooperationspartner, die den Raum seiner Bestimmung entsprechend nutzen können, etwa das Jugendzentrum, der Seniorentreff und die unterschiedlichen Religionsgemeinschaften. In ihrem Konzept haben die Religionslehrer klar festgelegt, dass eine Nutzung grundsätzlich nicht für artfremde Veranstaltungen möglich ist, um die Würde, die dieser Raum ausstrahlt zu wahren.

Froh sind die Initiatoren darüber, dass es bereits zahlreiche Sponsoren gab, die die Gestaltung des Raumes überhaupt erst möglich machten. Die erste umfangreiche Spende ging schon vor vier Jahren von Seiten der evangelischen Kirche ein, der Schwalm-Eder-Kreis als Schulträger übernahm die Kosten für den neuen Teppichboden, der Förderkreis der Drei-Burgen-Schule, die Stadtsparkasse Felsberg und die VR-Bank Schwalm-Eder finanzierten die Sitzkissen. Aber auch die Schüler haben bereits ihren Beitrag geleistet und ihre Gestaltungsideen etwa bei der Bemalung der Fenster eingebracht. So ist vieles schon getan worden, der Raum nimmt Konturen an und ist dem Zweck entsprechend nutzbar. Nach und nach – so sieht das Konzept vor – kommen neue Ideen hinzu, so dass ein geschlossenes Gesamtbild entsteht.

Foto: Schüler haben an der Drei-Burgen-Schule nun die Möglichkeit, sich aus der Hektik des (Schul-)Alltags zurückziehen und im Raum der Stille zu relaxen, zu meditieren, zu beten oder an Fantasiereisen teilzunehmen.



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