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Schülerinnen gewinnen nordhessische Vize-Meisterschaft

Korbach/Melsungen. Mit der Vize-Meisterschaft im Mannschaftsvierkampf hinter der Kreisauswahl von Hofgeismar beendeten die Melsunger Schülerinnen das erfolgreiche Jahr 2008 bei den nordhessichen Meisterschaften in Korbach. Wer nicht nur nach ersten Plätzen rechnet, sondern auch die Leistung wertet und sie im rechten Verhältnis zum Möglichen sieht, ist zu einem Kompliment bereit. Im Einzelwettbewerb erreichte Katharina Wagner nach einer enormen Aufholjagd mit 1974 Punkten noch das drittbeste Ergebnis in der Gesamtwertung aller 73 Teilnehmerinnen. Franziska Sommerlade blieb mit 1704 Punkten über der angestrebten 1700-Punkte-Marke, und die C-Schülerin Janina Rohde mischte mit 1606 Punkten als Dreizehnte in der W12 kräftig mit.

Karolin Siebert – Rang 17 mit 1559 Punkten und Franziska Baum, die erst am Abend vorher ins Aufgebot genommen wurde, weil Stefanie Klein plötzlich absagte, mit 1540 Punkten auf Rang 19 von 42 Teilnehmerinnen, sammelten 8328 Punkte und sind mit dieser Punktzahl weiterhin dritte Kraft in Hessen.

Die Vielseitigkeitsprüfung der B-Schülerinnen begann bei naßkaltem und windigem Wetter mit dem Ballwerfen. Am Start waren mit Wiebke Vogel (Willingen), Christin Muth (Kaufungen), Lena Menke (Hofgeismar), Charlotte Bomert (Vellmar), und Katharina Wagner (Melsungen) fünf Mädchen aus der nordhessischen Region, die im Mehrkampf zu den TOP-TEN in Hessen gehören. Während das Ballwerfen zu den Stärken der drei Erstgenannten zählt, ist es für Charlotte Bomert und Katharina Wagner die mit Abstand schwächste Übung. L. Menke (49m), W. Vogel (47m) und C. Muth (44 m) hatten einen Auftakt nach Maß; Katharina Wagner (38 m) und C. Bomert (35 m) bleiben ein wenig hinter den eigenen Möglichkeiten zurück. Aber noch war im Kampf um die Medaillen nichts verloren.

Einen starken Eindruck hinterließ in diesem Wettbewerb Janina Rohde. Die jüngste Teilnehmerin musste wieder einmal bei den B-Schülerinnen aushelfen, obwohl sie einen Tag später in Frankenberg nelbst ihre Nordhessischen Mehrkampfmeisterschaften hatte. Janina warf den 80g-Ball auf 38,50 m und war mit dieser Leistung die beste Ballwerferin aus Melsungen. Franziska Sommerlade hatte mit 36 m ebenfalls einen guten Auftakt. Zufrieden zeigten sich auch Karolin Siebert (31 m) und Franziska Baum (28 m), so dass nach der ersten Übung noch allen Hoffnungen und Erwartungen Tür und Tor geöffnet waren.

Mit der neuen persönlichen Bestleistung von 1,48 m im Hochsprung übernahm Christin Muth die Führung nach zwei Wettbewerben. Wiebke Vogel, die bei 1,36 m zwei Fehlversuche hatte, steigerte sich in einen wahren Rausch und übersprang selbst noch 1,44 m. Diese Höhe war an diesem Tag für Katharina Wagner zu hoch. Nach dem ersten Versuch hatte man noch die Hoffnung, dass sie es schaffen könnte, denn sie riss erst bei der Landung die Latte unglücklich mit der Hand. Aber in den verbleibenden zwei Versuchen konnte Katharina ihr Sprungvermögen nicht ausspielen. Charlotte Bomert, die in diesem Jahr bereits 1,52 m gesprungen hatte, blieb ebenfalls bei 1,40 m hängen, so dass beide Mädchen die Hoffnungen auf einen Medaillenplatz schon fast begraben mussten.

Lena Menke, die Führende nach dem Ballwerfen, hatte auch 1,40 m übersprungen und somit keinen Punkt an die beiden Verfolgerinnen aus Melsungen und Vellmar abgegeben. Franziska Baum überraschte im Hochsprung mit einer feinen Leistung von 1,28 m. Auch Janina Rohde bewältigte sicher diese Höhe und festigte nach zwei Übungen ihren zweiten Platz in der Mannschaftswertung. Die 1,28 m von Franziska Sommerlade waren dagegen eher enttäuschend, war sie doch beim Städtevergleichskampf gegen Pila im August nur knapp an der Höhe von 1,40 m gescheitert. Karolin Siebert flopte über 1,24 m und lieferte sich nach zwei Wettbewerben mit Franziska Baum einen spannenden Wettkampf. Wie viel Punkte man mit Stefanie Klein nach zwei Wettbewerben in der Mannschaftswertung gehabt hätte, spielte jetzt keine Rolle mehr. Nach dem Hochsprung hatten die Melsunger Mädchen mit den Schülerinnen aus Bad Sooden Allendorf plötzlich Konkurrenz um den zweiten Platz bekommen. Auf Rang vier und fünf lieferten sich die Mädchen aus Gensungen und Korbach ein spannendes Duell.

Der kalte Wind lies nicht nach – im Gegenteil. Wohl oder übel musste man im Sprint gegen den starken Wind anlaufen, eine Verlegung in die andere Richtung war nicht möglich. In manchen Läufen betrug er bis zu -3,0 m/sec. Damit verlor man nicht nur wertvolle Zehntelsekunden, sondern auch sehr viele Punkte. Das Vorhaben, den Mannschaftskreisrekord auf 8700 Punkte zu verbessern, konnte man nun endgültig abblasen.

Katharina Wagner, die nach den ersten beiden Übungen nur an siebter Stelle geführt wurde, blies nun zu einer tollen Aufholjagd. Nach ihren 9,96 Sekunden von Alsfeld vertraute sie auf ihre Sprintfähigkeit und beherrschte das gesamte Feld der 72 B-Schülerinnen. Immerhin waren mit Wiebke Vogel (10,12 Sek.) und Charlotte Bomert (10,13 Sek.) die beiden Erstplatzierten von den nordhessischen Sprintmeisterschaften am Start. Aber Katharina  wurde ihrer Favoritenrolle in überzeugender Manier gerecht und beherrschte erwartungsgemäß diese beiden Sprinterinnen. Sie beeindruckte bei -2,5 m/sec Gegenwind mit 10,35 Sekunden und lag damit fast zwei Zehntelsekunden vor der amtierenden nordhessischen Sprintmeisterin Wiebke Vogel (10,53 Sek.).

Charlotte Bomert lief mit 10,69 Sekunden auf Rang drei. Diese 10,35 Sekunden bei diesem starken Gegenwind sprechen eine deutlichere Sprache als die elektronisch gemessene Zeit. Sie deuten auf ihre Wettkampfstärke hin und stellen ihrer Kampfkraft und Einstellung das beste Zeugnis aus. „Schade, dass der Wind heute aus der falschen Richtung blies. Von der anderen Seite wäre das eine Zeit um 9,80 Sekunden gewesen“,  trauerte Alwin J. Wagner  wie seine Tochter den dadurch verloren gegangenen Punkten nach. Auch Franziska Sommerlade (11,40 Sek.), Franziska Baum (11,61 Sek.) Karolin Siebert (11,68 Sek.) und Janina Rohde (12,34 Sek.) waren dem Gegenwind hilflos ausgeliefert.

Als letzter Wettbewerb stand der Weitsprung auf dem Programm und Katharina war durch ihren guten Sprint bis auf 20 Punkte auf die Drittplatzierte Lena Menke herangekommen. Auch der zweite Platz schien noch möglich, aber dafür hätte sie über einen halben Meter weiterspringen müssen als Christin Muth. Die Schülerin aus Kaufungen, die ihren bisher besten Vierkampf absolvierte, begann mit 4,69 m. Damit schien alles geklärt zu sein, zumal Wiebke Vogel im letzten Durchgang noch als zweitbeste Springerin einen 4,90m-Satz hinlegen konnte. Aber klare Siegerin in diesem abschließenden Weitsprung war Katharina. Ihre Überlegenheit geht nicht nur aus der besten Weite von 5,15 m, sondern aus der Serie ihrer drei Sprünge hervor. Sie begann mit 5,06 m, steigerte sich dann auf 5,15 m und ließ abschließend noch 5,03 m folgen. Sie überbot als einzige Springerin aller B-Schülerinnen die Fünf-Meter-Marke und landete am Ende mit 1974 Punkten nur sechs Zähler hinter Christin Muth auf Rang drei.

Wiebke Vogel trieb ihre Bestleistung auf 2032 Punkte hoch und stieß in die Gruppe der 2000-Punkte-Vierkämpferinnen vor. Vielleicht hat sie mit dieser guten Leistung die Wegrichtung für ihre künftige leichtathletische Laufbahn gefunden? Für Katharina Wagner, die in Korbach über 2000 Punkte kommen wollte, besteht aber kein Grund, den Kopf hängen zu lassen, denn durch gute Weitsprünge ihrer Trainingspartnerinnen sicherten sich Franziska Sommerlade (4,47 m), Janina Rohde (4,08 m), Karolin Siebert (4,08 m) und Franziska Baum (3,92 m) die Vize-Meisterschaft in der Mannschaftswertung – auch ohne Stefanie Klein.

Bei den Kreis-Mehrkampfmeisterschaften im Juni in Guxhagen hatte Celine Kühert (MT Melsungen) im Vierkampf  der A-Schülerinnen 1596 Punkte erzielt.  Bei den nordhessischen Meisterschaften wollte die talentierte Mittelstreckenläuferin die 1600-Punkte-Grenze „knacken“.  Aber schon nach der ersten Disziplin musste sie ihre Ziele nach unten korrigieren, denn das Kugelstoßen begann für Celine mit einem Fiasko. Erneut konnte sie ihre Trainingsleistungen nicht umsetzen,  blieb mit 5,90 m fast einen Meter hinter den Erwartungen zurück und landete prompt auf Rang 22, dem letzten Platz. Nach zwei ungültigen Versuchen im Weitsprung behielt sie auch nach zwei Wettbewerben mit  indiskutablen 3,94 m weiterhin die rote Laterne. Erst im Sprint über 100m, wo fast alle Mädchen zwischen o,5 und 0,7 Sekunden wegen des heftigen Gegenwindes verloren, machte sie mit 14,83 Sekunden einigen Boden gut. Sportlicher Höhepunkt für Celine Kühnert war der abschließende Hochsprung, wo sie sich auf 1,34 m steigern konnte und am Ende mit 1540 Punkten auf dem 17. Platz landete.

Im Bild: Katharina Wagner.



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