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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Bei der Kür soll’s besser laufen

Neuhausen/Melsungen. Im Pflichtprogramm Bundesliga bekam die MT Melsungen bislang noch kein Bein auf die Erde. Nach fünf Spielen stehen fünf Niederlagen zu Buche. Jetzt steht ein Küreinlage auf dem Spielplan – die Nordhessen absolvieren ihren ersten Einsatz im diesjährigen DHB-Pokal. Gegner ist am Mittwoch Südregionalligist TSV Neuhausen/Filder (20.00 Uhr, Egelsee-Halle, Neuhausen).

Gelingt es der MT, sich nach dem punktlosen Start in die Meisterschaft nun im Pokal ein Erfolgserlebnis zu verschaffen? Ein Weiterkommen in die nächste Runde wäre zumindest etwas Balsam auf die wunden Seelen der Hedin-Schützlinge, auch wenn das nicht gänzlich vom Ligaalltag ablenken wird. Wobei es natürlich noch lange nicht soweit ist. Schließlich ist es nirgendwo “tödlicher” als im Pokalgeschehen, die Rechnung ohne den Wirt zu machen. Und der ist in diesem Falle ein zwei Klassen tiefer angesiedelter Regionalligist aus der schwäbischen  12.000-Seelen-Gemeinde Neuhausen, 20 Kilometer vor den Toren Stuttgarts gelegen.

Wer nun glaubt, dass die MT dort beschauliche Handballgemütlichkeit erwartet, wird enttäuscht sein. Das Gegenteil ist der Fall. Der dortige TSV Neuhausen/Filder schickt sein Regioteam kess als “MadDogs” ins Rennen um Tore und Punkte. Und tatsächlich sind die “Verrückten Hunde” erfolgreich gestartet und haben ihre beiden bisherigen Spiele klar gewonnen. Im Pokal setzte sich zudem die Mannschaft von Trainer Markus Locher souverän mit 30:23 gegen den niederrheinischen Oberligisten HG LTG/HTV Remscheid durch. Tonangebend sind beim TSV die beiden Rückraumakteure Timo Flechsenhar und Mihailo Djurdjevic, der Allrounder Georgios Chatzigietim sowie Torhüter Julian Blechinger (Beachhandball-Nationalspieler). Die Mannschaft lebt vom Tempohandball und von ihrer Begeisterung. Seit 2005 in der Regionalliga peilen die Schwaben nach dem letztjährigen 5. Platz mittelfristig den Aufstieg in die 2. Bundesliga an. Mit der MT Melsungen gastiert zum ersten Mal ein Erstligist zu einem Pflichtspiel bei der Truppe von den Fildern. Entsprechend groß ist die Vorfreude. “In Neuhausen grassiert das Bundesligafieber”, so die Schlagzeile in der clubeigenen Pressestelle. „Das ist ein Bonbon“, freut sich Trainer Locher auf die Partie, macht sich aber trotz aller Euphorie keine Illusionen.

Sein Melsunger Kollege weiß indes, dass dieses Pokalspiel kein Selbstläufer für den Bundesligisten wird. “Neuhausen hat eine sehr begeisterungsfähige junge Mannschaft, deren Markenzeichen der Gegenstoß ist. Das wird am Mittwoch viel Laufarbeit für uns”, befürchtet Robert Hedin große Gegenwehr. Für den  MT-Coach indes zählt nur ein Sieg. “Das wäre für unsere angekratzte Moral derzeit ganz wichtig”.  Dabei hofft er, den jungen Chris Treutler erstmalig einsetzen zu können. Der 20-jährige war in dieser Saison zweimal beim niedersächsischen Regionalligisten TG Münden aktiv, bei dem er ein Doppelspielrecht genießt. “Chris kann den Rest der Mannschaft mit dem Siegerbazillus anstecken”, flachst Hedin, “er hat seine bisherigen Spiele im Gegensatz zu uns gewonnen”. Verzichten muss die MT im Pokal auf Daniel Valo, der sich immer noch mit einer Muskelverletzung plagt. Ein Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz seines Stellvertreters im rechten Rückraum, Torben Ehlers, der erkrankt ist und am Tag vor dem Spiel noch das Hotelbett hütete. Die MT war nach dem Bundesligaspiel am Samstag im nahegelegenen Balingen nicht nach Hause gefahren, sondern hat dort ein Kurztrainingslager bis zu dem Pokalauftritt am Mittwoch in Neuhausen absolviert.

Schiedsrichter des Pokalspiels sind die Brüder Bernd und Harald Andler (DHB A-Kader) aus dem benachbarten Stuttgart (20 km). Die Referees sind bekannt für konsequentes Durchgreifen – gerade auch bei Details. Damit schrieben sie Bundesligageschichte. Unvergessen bleibt der MT deshalb ihr Spiel unter deren Leitung im ersten Bundesligajahr in Hamburg als sie plötzlich nur noch mit zwei Akteuren auf dem Feld vertreten war.

Am Samstag wartet dann wieder die Pflicht auf die Rotweissen, wenn es heißt, im Kellerduell gegen “Angstgegner” GWD Minden, die ersten Meisterschaftspunkte einzufahren (19.00 Uhr, Rotenbach-Halle Kassel).



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