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MT im DHB-Pokal: Nach großem Kampf knapp unterlegen

St. Leon-Rot/Melsungen. Was für ein Auftritt der MT Melsungen bei den Rhein-Neckar-Löwen! In einem heiß umkämpften und sehr spannenden Pokalmatch unterlagen die Nordhessen den favorisierten Badenern im Sportzentrum „Harres“ in St. Leon-Rot denkbar knapp mit 30:32 (16:17). Die MT legte los wie die Feuerwehr und brachte sich durch Tore von Stojanovic, Orzlowski und Brovka gegen die verdutzten Hausherren bereits nach 90 Sekunden mit 3:0 in Front. Als es nach 5:39 gespielten Minuten gar 1:5 stand, zog Löwen-Coach Wolfgang Schwenke per TimeOut die Reissleine. Das schien aber zunächst nicht zu fruchten, denn Melsungen hielt durch einen Stojanovic-Treffer den Vier-Tore-Abstand zum 2:6.

Dass die Löwen in den folgenden sieben Minuten auf 5:6 verkürzen konnten, verdankten sie nicht zuletzt zwei beherzten “Geschossen” ihres Halblinken Siarhei Harbok. Überhaupt sollte sich der wurfgewaltige Weissrusse im Verlauf des Abends zur wichtigsten Figur bei den Gastgebern mausern. Zunächst aber hatten auf beiden Seiten jeweils die Kreisläufer Erfolgsszenen. Orzlowski für die MT und Schwarzer für die Löwen stellten auf 6:7.

Gegenüber der Anfangsaufstellung im Stralsund-Spiel hatte MT-Trainer Hedin nur auf der Kreisposition eine Veränderung vorgenommen, wo Pawel Orzlowski den Vorzug für Thomas Klitgaard erhielt. Orzlowskis Einsatz sollte sich auch in der Abwehr auszahlen. Dort organisierte der Defensivspezialist den Innenblock, so dass die Badener seltener Gelegenheit hatten, über die Mitte zum Erfolg zu kommen. Und auch im Angriff lief es prächtig. Melsungen spielte sehr viel disziplinierter als zuletzt gegen Stralsund und erarbeitete sich Chancen nach guten Ballstaffetten.

Es dauerte bis zur 13. Minute, bis Rechtsaußen Jan Filip für sein Team erstmalig ausgleichen konnte (8:8). Die MT hätte sich die Führung postwendend zurück erobern können, aber Savas Karipidis scheiterte von der Strafwurflinie. Der gehaltenen Siebenmeter schien den Gastgebern Auftrieb zu geben. In der Folge eroberten sie sich ihrerseits einen Drei-Tore-Vorsprung. Diese 11:8-Führung (17.) besorgten die drei Rückraum-Kanoniere Shelmenko, Harbok. Das nahm Robert Hedin zum Anlass, sein Team in einem TimeOut neu zu instruieren. Doch der Abstand wollte zunächst nicht schrumpfen.

Das änderte sich dann ausgerechnet nach zwei gescheiterten Strafwurfversuchen auf beiden Seiten (wieder Karipidis und kurz darauf Filip). Nenad Vuckovic und Franck Junillon erzwangen gut drei Minuten vor der Pausensirene das 14:14. Eine kurze Zeit später verhängte Zweiminutenstrafe gegen Oliver Roggisch nutze Dimitrios Tzimourtos erneut zum Ausgleich für die MT (15:15, 28.). Mit etwas Glück erreichten die Löwen dann zur Pause eine 17:16-Führung.

Die zweite Hälfte glich in puncto Kräfteverhältnisse weitestgehend der ersten. Keiner der beiden Kontrahenten konnte sich einen Vorsprung erarbeiten. Noch bis knapp zehn Minuten vor dem Ende stand das Spiel beim 26:26 auf des Messers Schneide. Dann schlichen sich unverständlicherweise auf Seiten der MT einige Leichtsinnsfehler ein. Die Nordhessen fielen zwar nur wenige Minuten in “alte Zeiten” zurück (Fehlpässe, überhastete Torwürfe), doch genau diese Phase nutzten die ausgebufften Löwen, um sich einen Vorteil zu verschaffen, der sich am Ende als spielentscheidend herausstellen sollte. Wieder war es die Rückraumphalanx – diesmal in der Reihenfolge Bielecki, Shelmenko, Harbok – die Wende einleitete. Und als Oliver Roggisch noch nachsetzte, stand es keine vier Minuten später 30:26 für die Rhein-Neckar-Löwen.

Melsungen wollte sich dem aber nicht beugen, gab kämpferisch noch einmal alles. Die Schlusssequenz ging dank der Treffer von  Tzimourtos (2), Vuckovic und Tellander zwar mit 4:2 an die Nordhessen, aber das waren in der Endabrechnung eben zwei Tore zu wenig. Sie hatten in diesem fairen Spiel die Löwen mit großen Einsatz überraschend an den Rand einer Niederlage gebracht, aber das letzte Quäntchen Glück wollte der MT an diesem Abend nicht hold sein. So verabschiedet sich Melsungen erhobenen Hauptes aus dem DHB-Pokal, während die Hausherren weiterhin von ihrer vierten Final-Four-Teilnahme in Folge träumen dürfen.

Eine Revanchegelegenheit gibt es für die MT übrigens schon in gut zwei Wochen, wenn die Rhein-Neckar-Löwen zum Meisterschaftsspiel am 6. November nach Kassel kommen.

MT-Sportchef Alexander Fölker: Wir haben fast über die gesamte Dauer sehr diszipliniert gespielt und auch eine recht gute Abwehrleistung gezeigt. Das war ein großer Fortschritt gegenüber dem letzten Spiel gegen Stralsund. Robert Hedin hat auch den Akteuren Spielanteile gegeben, die bisher geringere Einsatzzeiten hatten. Die Mannschaft dürfte sich trotz der knappen Niederlage weiteres Selbstvertrauen geholt haben. Das braucht sie auch, denn als nächstes steht das Hessenderby gegen Wetzlar auf dem Programm.

Statistik:
Rhein-Neckar-Löwen – MT Melsungen 32:30 (17:16)

Rhein-Neckar-Löwen: Szmal, Fritz – Gensheimer 3, Roggisch 2, Bielecki 4, Tkaczyk 1, Harbok 7, Schwarzer 2, Shelmenko 4, Filip 1, Jurasik, Klimovets 3, Sigurdsson 4, Groetzki 1.

MT Melsungen: Kelentric, Herold – Brovka 4, Ehlers 1, Junillon 2, Orzlowski 2, Klitgaard, Valo 1, Tellander 2, Tzimourtos 4, Stojanovic 9, Sanikis 1, Karipidis 1, Vuckovic 3.

Strafwürfe: 5/3 – 4/1; bei den R-N-L scheitern Filip und Sigurdsson, bei der MT Karipidis (2) und Tzimourtos.

Zeitstrafen: 4 / 2 Minuten; Roggisch (2x) / Valo

Schiedsrichter: Christopher Biaesch und Frank Sattler (Bad Soden/Oberursel).

Zuschauer: 1.066, Sportzentrum “Harres”, St. Leon-Rot.

Spielfilm:
0:1 (1.), 0:3 (2.), 1:4 (5.), 2:5 (7.), 5:6 (9.), 8:8 (13.), 11:8 (17.), 13:11 (22.), 14:12 (24.), 15:14 (28.), 17:16 (HZ), 18:16 (32.), 18:18 (35.), 19:19 (39.), 21:19 (41.), 23:21 (43.), 23:23 (45.), 26:24 (50.), 27:26 (52.), 29:26 (54.), 30:27 (56.), 31:29 (58.), 32:30 (EN)

Foto: Heinz Hartung



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