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Impuls für Menschen und Stadt

Angebot zum Betreuten Wohnen Hephatas in Wagnergasse eröffnet

Schwalmstadt-Treysa. Herbert P. kommt zu Hause nicht mehr alleine klar. Nach einem Schlaganfall braucht er Hilfe im Alltag. Um sich über mögliche Angebote zu informieren, kam er zusammen mit seinem Bruder am Donnerstagnachmittag nach Treysa. In der Wagnergasse 4-6 eröffnete der Hephata-Geschäftsbereich  Behindertenhilfe seine neue Anlaufstelle für Menschen im Betreuten Wohnen. Neben Grußworten und einer kleinen Feierstunde fanden dabei dort auch Einzelgespräche mit potentiellen Klienten statt.

Anita Vaupel, Werkstattrat Günther Ritter und Jochen Schliffer haben diese Informationsgespräche schon vor längerer Zeit geführt – mit einem für beide Seiten guten Ergebnis. Alle drei leben in eigenen Wohnungen in Treysa, bekommen aber von Mitarbeitenden der Behindertenhilfe Hephata Hilfen im Alltag. Unter dem Arbeitstitel Betreutes Wohnen kommen die Fachkräfte stundenweise in die Wohnung und assistieren bei vielen Problemen, die auch im Alltag von Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen zum Alltag gehören. Die neue Anlaufstelle in der Wagnergasse 4-6 dient für diese Menschen als zusätzliche Unterstützung.

Die sieben Fachkräfte, die die Betreuten sonst aufsuchen, haben hier ihre Büros, sind also zusätzlich präsent und ansprechbar. Außerdem sind auf den angemieteten 180 Quadratmetern Begegnungs- und Schulungsräume, beispielsweise für Kochkurse, untergebracht. Darüber hinaus stehen im Dachgeschoss sechs Mietwohnungen für Menschen im Betreuten Wohnen zur Verfügung. „Ich bin froh, dass ich im Betreuten Wohnen bin“, sagte Günther Ritter bei einer Gesprächsrunde mit Teamleiterin Simone Hoos. „Es ist gut, dass jetzt auch Leute hierherkommen können, mit denen man sich vorher nicht so treffen konnte.“

Gut erreichbar
Die zentrale Lage, ein Aspekt, den auch Wilfried Hoos, Bereichsleiter ambulante Dienste und stellvertretender Geschäftsbereichsleiter Behindertenhilfe, ansprach. „Im Radius von zwei, drei Kilometern wohnen viele von uns betreute Menschen.“ Das Einzugsbereich reicht bis Fritzlar, Homberg und Knüllwald. In den vergangenen Jahren sei das Betreute Wohnen, so Hoos, stark gewachsen. Waren es im Jahre 1999 noch zwölf Menschen in der Region, die diese ambulante Betreuungsform von Hephata in Anspruch nahmen, so sind es heute 92. Hoos betonte aber auch ein weiteres Ziel der neuen Anlaufstelle: „Als Bürger dieser Stadt hoffe ich, dass wir so auch das städtebauliche Bild ein bisschen mit gestalten können. Wir wollen einen Impuls zur Belebung der Wagnergasse geben.“

Dr. Gudrun Seidensticker, die als Vertreterin des Schwalm-Eder-Kreises, das Wort an die Gäste richtete, beschrieb diese Zielsetzung als teilweise bereits gelungen: „Es sind sehr ansprechende Räume entstanden.“ Sie lobte zudem die Zusammenarbeit mit dem diakonischen Träger aus Treysa: „Ich habe Ihre professionelle und segensreiche Arbeitsweise bereits kennen gelernt. Ihre Einsatzbereitschaft zum Wohle von Menschen, die Hilfe brauchen, ist bewundernswert.“

Als einen Motor des hessischen Trends, das Betreute Wohnen auszubauen, bezeichnete Hephata-Direktor Pfarrer Peter Göbel-Braun die Behindertenhilfe.  „Ambulant vor stationär, offenen Hilfen anstatt der früher so genannten stationäre Unterbringung’“, gebe schon seit längerem die Entwicklung in der Behindertenhilfe Hephatas wieder. Diese sei jedoch nur möglich gewesen, weil man mit dem Landeswohlfahrtsverband – als dessen Vertreterin Monika Batke anwesend war – einen Partner habe, der konzeptionell sehr gut mitdenke. „Wir haben uns das selbstbestimmte Leben für Menschen mit Behinderung auf die Fahnen geschrieben, wir werden dem auch mit der neuen Anlaufstelle nachkommen.“ (me)

Foto 1: Simone Hoos (rechts) im Gespräch mit Interessenten für das Betreute Wohnen Hephatas.

Foto 2: Bereichsleiter Wilfried Hoos, Dr. Gudrun Seidensticker, Vertreterin des Schwalm-Eder-Kreises, und Monika Batke, stellvertretende Regionalmanagerin Landeswohlfahrtsverband (von links).



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