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Hallenbestleistung: Jan Ullrich springt 4,75 Meter

Erfurt/Melsungen. Nach dem Leichtathletik-Hallen-Saisonauftakt vor einer Woche in der Melsunger Stadtsporthalle fuhren mit Katharina Wagner, Karolin Siebert, Tobias Stang, Henri Alter, und Jan Ullrich fünf leistungsstarke Schülerinnen und Schüler zur Hallensaison-Eröffnung nach Erfurt. Begleitet wurden sie von den Nachwuchsathleten Christian Schulz und Janina Rohde, die bei den C-Schülern an den Start gingen. Diese Abordnung der MT 1861 Melsungen sorgte nicht nur für die herausragenden Ergebnisse bei den B-Schülerinnen und Schülern und war mit sechs ersten und drei dritten Plätzen erfolgreichster Verein in dieser Altersklasse, sondern Katharina, Karolin, Tobias und Jan erfüllten auch die A-Norm für die hessischen Hallenmeisterschaften der A-Schüler, die am 24. und 25. Januar in Frankfurt ausgetragen werden.

Die Veranstaltung begann aus Melsunger Sicht mit einem Paukenschlag, denn auf der Nebenanlage steigerte sich Jan Ullrich im Weitsprung der M12 auf 4,73 m und verbesserte den bisherigen Kreis-Hallenrekord von Yannik Hoos  aus Borken, der vor sieben Jahren in Stadtallendorf 4,69 m erzielte, um vier Zentimeter. Dieser Rekordsprung besitzt einen höheren Stellenwert, da in Thüringen ab dem B-Schüleralter vom Weitsprungbrett und nicht wie in Hessen aus einer Absprungzone gemessen wird. Im sechsten und letzten Durchgang bot Jan Ullrich noch eine Zugabe seines Könnens und verbesserte sich noch einmal um weitere zwei Zentimeter, so dass er souverän mit 4,75 m aus der Weitsprungkonkurrenz der M12 hervorging. „Ich wusste, dass ich in die Nähe des Kreis-Hallenrekordes springen konnte, deshalb wollte ich unbedingt in Erfurt an den Start gehen“, sagte ein selbstbewusster Jan Ullrich, der wegen einer Verletzung eine längere Pause einlegen musste und sich seit einer Woche wieder im Training befand. Der ein Jahr ältere Henri Alter, der ebenfalls mit hohen Erwartungen an den Start ging, konnte sich erst im letzten Durchgang von seinem selbst auferlegten Druck befreien und belegte mit 4,77 m den dritten Rang in der M13.

Im Sprint über 60 m zeigten sich Jan Ullrich und Katharina Wagner, die am Abend vorher von einem einwöchigen Schüleraustausch aus Frankreich zurückkam, schon in erstaunlicher Form. Beide stellten in ihren Vorläufen persönliche Bestzeiten auf. Jan spulte diese Strecke locker und leichtfüßig ab und qualifizierte sich mit 8,79 Sekunden für das Finale. Katharina wollte gleich im Vorlauf ihre Bestzeit von den nordhessischen Hallenmeisterschaften von 8,53 Sekunden unterbieten. Mit 8,44 Sekunden gelang ihr das sehr eindrucksvoll, kratzte sie dabei auch schon einmal am Hallenrekord des Schwalm-Eder-Kreises, den Xenia Achkinadze (Treysa) vor sieben Jahren mit 8,39 Sekunden in Stadtallendorf aufgestellt hatte. Auch im Finale war Katharina ihrer Konkurrenz weit voraus. Aber am Ende verpasste sie bei ihrem Sieg in 7,42 Sekunden nur um einen Wimpernschlag die neue Rekordzeit. Welche Zeit wäre sie gelaufen, hätte sie im Endlauf eine ernsthafte Konkurrenz gehabt? Die Antwort kann sie selbst in drei Wochen an gleicher Stätte geben!

Auch Jan Ullrich präsentierte sich in einer vielversprechenden Sprintform und steigerte sich im Finale auf sehr gute 8,64 Sekunden. Damit sicherte er sich seinen zweiten Sieg an diesem Tag. „Diese Zeit weckt Hoffnung auf den nächsten Hallen-Kreisrekord, der in seiner Altersklasse bei 8,48 Sekunden steht“, freute sich Mutter Ina, die ihren Sohn nach Erfurt begleitete.

Nach ihrem Sieg über 60m avancierte Katharina Wagner wie Jan zur Doppelsiegerin von Erfurt, denn auch im Weitsprung war sie eine Klasse für sich. Sie eröffnete diesen Wettbewerb mit 5,14 m, landete im dritten Durchgang bei einem übergetretenen Sprung bei 5,30 und schloss ihre guten Sprünge mit einem Satz über 5,07 m ab. Im Kugelstoßen schlichen sich nach vierwöchiger Trainingspause technische Mängel beim Abstoß ein, so dass sie „nur“ auf 8,88 m kam und als Dritte ausgezeichnet werden konnte.

Henri Alter, der bereits im Sprint der M13 als Dritter mit 8,95 Sekunden nur knapp die Qualifikationsnorm für die Landesmeisterschaften im Sprint verpasst hatte, verbesserte sich im Kugelstoßen auf 9,21 m.

Im 800m-Lauf der B-Schüler sorgte Tobias Stang für einen weiteren Höhepunkt der Veranstaltung. Niemand konnte dem Malsfelder nur annähernd bei diesem Rennen „das Wasser reichen“. Vom Start weg lief der 13-jährige Mehrkämpfer seinen Konkurrenten mit einem hohen Anfangstempo auf und davon. Nach 33 Sekunden für die erste Runde und 67 Sekunden für die 400m, zeigte Tobias selbst zum Schluss noch eine enorme Tempohärte und lief zum ersten Mal mit 2:19,6 Minuten unter 2:20 Minuten. Vielleicht gelingt es ihm im Dezember die 1000 m noch unter drei Minuten zu laufen und den sechs Jahre alten Rekord des Schwalmstädters Florian Orth  (3:00,85 Minuten) zu unterbieten.

Bei den B-Schülerinnen bewies Karolin Siebert ein erstaunliches Selbstvertrauen und eine entsprechende Form, denn die Zwölfjährige gewann in beeindruckender Manier diesen Hallenlauf über die vier Runden. Die anderen Mädchen spielten in dieser „One-Girl-Show“ ab der dritten Runde keine Rolle mehr und das sicher nicht zu unterschätzende Feld sah Karolin von da ab nur noch von hinten. Die Top-Läuferin des Hessischen Leichtathletik-Verbandes, die die beiden 400m-Hälften in je 77 Sekunden zurücklegte, kam nach 2:33,7 Sekunden als strahlende Siegerin ins Ziel und holte damit den sechsten Erfolg für die Leichtathleten aus Melsungen. Mit dieser glanzvollen 800m-Zeit unterbot die Zwölfjährige sogar noch die A-Norm (2:35 Min.) für die Landesmeisterschaften, die die Mädchen der Altersklasse W15 auf dieser Strecke erfüllen müssen.

Es war eine gute Idee, den jungen Christian Schulz aus Röhrenfurth mit nach Erfurt zu nehmen und ihn im 800m-Lauf starten zu lassen, denn der Elfjährige legte ein starkes Rennen hin und demonstrierte recht eindrucksvoll seine Willensstärke und sein Talent im Ausdauerbereich. In seinem ersten Rennen über diese Distanz imponierte Christian mit 2:39,7 Sekunden und war damit über zehn Sekunden schneller als erwartet. Noch vor der letzten Runde auf Rang acht liegend, belegte der „New-Comer“ mit einer langgezogenen Schlussrunde einen unerwarteten vierten Platz. „Das hat mir unheimlich Spaß gemacht“, sagte der Röhrenfurther, der noch eine halbe Stunde nach dem Rennen nicht realisiert hatte, welch gute Zeit er gelaufen war. Ebenfalls Vierte über 800 m wurde die C-Schülerin Janina Rohde mit 2:52,2 Minuten. Vorher hatte sie im Weitsprung der W11 mit 4,06 m knapp das Finale der besten Acht verpasst.

Nach einer vierwöchigen Trainingspause ist dieser Einstand der MT-Leistungsträger geradezu erstaunlich, sagte Alwin J. Wagner und versprach für die nächsten Veranstaltungen in Melsungen (29.11.), Erfurt (6.12.) und Stadtallendorf (14.12.) eine weitere Leistungssteigerung seiner Schützlinge…



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