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MT in Hamburg erst auf der Zielgeraden bezwungen

hhf_6066Hamburg/Melsungen. Die MT Melsungen verlor nach einer 16:13-Halbzeitführung mit 30:32 beim HSV Hamburg. 10.065 Zuschauer sahen ein spannendes, aber teilweise auch zerfahrenes Spiel, in dem die favorisierten Gastgeber die nie aufsteckende MT erst in den Schlussminuten in die Schranken wies. Melsungens Trainer Robert Hedin hatte sich vor Fahrtantritt gen Norden gewünscht, dass sein Team gegen Hamburg endlich mal etwas besser aussehen möge, als in den letzten Vergleichen. Zunächst schienen die MT-Cracks den Wunsch ihres Trainers jedoch nicht erhört zu haben. Denn nach dem Eröffnungstreffer von Daniel Valo zum 0:1 überließen sie den Gastgebern das Feld. Der HSV ging dann durch zwei Tore von Guillaume Gille mit 3:1 nach vorn, konnte sich aber in der Folge nicht mit mehr als drei Treffern absetzen. HSV-Coach Martin Schwalb bemerkte den Sand im Getriebe seiner Crew und versuchte nach gut 14 Minuten bei eigener 9:8-Führung per TimeOut neu zu ordnen.

Die kleine Verschnaufpause tat offenbar aber eher der MT gut. Denn kurz darauf glich Tzimourtos per Siebenmeter aus. Und der quirlige Rechtsaußen war es auch, der nur viereinhalb Minuten später nach einem Doppelschlag den Spieß zugunsten seiner MT drehte. Plötzlich hieß es nämlich 12:10 (23.) aus Sicht der Gäste. Melsungen gewann an Selbstvertrauen. Die Deckung vor dem gut aufgelegten Keeper Mario Kelentric arbeitete effektiv, und Daniel Tellander hatte als Vorgezogener ein waches Auge auf Pascal Hens. Dem Halblinken waren bis dahin nur zwei Treffer gelungen.

Zweieinhalb Minuten vor dem Halbzeitpfiff, Melsungen führte mit 15:12, nahm Robert Hedin ein TimeOut. Für die Schlusssequenz im ersten Durchgang war volle Konzentration gefragt. Krzysztof Lijewski verkürzte zwar auf 13:15, aber als Dimitri Torgowanow eine Zweiminutenstrafe absitzen musste, nutzte wiederum Dimitrios Tzimourtos die Gelegenheit und stellte auf den 13:16-Pausenstand. Das hatte in Anbetracht der eindeutigen Melsunger Außenseiterposition nun wirklich keiner erwartet.

Die Nordhessen begannen die zweite Halbzeit, wie sie die erste beendet hatten – mit einem Tor. In dem Fall war Thomas Klitgaard bereits nach 23 Sekunden erfolgreich und erhöhte die Differenz zum HSV auf vier Treffer.

Es sollte bis zur 41. Minute dauern, bis die Gastgeber das Ruder herum reissen konnten. Linksaußen Torsten Jansen und dessen Positionsnachbar Pascal Hens warfen ihr Team zur 22:21-Führung. Doch die Norddeutschen durften selbst da noch nicht auf einen Sieg hoffen. Denn auch das 28:24, zehn Minuten später, war noch kein sanftes Ruhekissen. Dafür lief es im Angriff zu wenig rund und auch die Defensive erwies sich mit Ausnahme von Torwart Johannes Bitter nicht gänzlich sattelfest. Zudem steckte die MT noch nicht auf. Die Belohnung für den Melsunger Kampfgeist war eine erfolgreiche Aufholjagd. Den Auftakt dazu markierte der bis dahin noch ungewohnt unauffällig gebliebene Savas Karipidis mit zwei Toren hintereinander zum 28:26.

Das war zuviel für Martin Schwalb, der sich zu einer Auszeit genötigt sah. Rechtsaußen Schröder erhöhte nach Wiederanpfiff auf 29:26. Danach vergab Karipidis von der Strafwurflinie, machte den Lapsus kurz darauf aber mit seinem Tor zum 29:27 wieder wett. Die MT war zu diesem Zeitpunkt in Überzahl und der herrlich öffnende Pass seines Landsmannes Grigorios Sanikis von Halblinks wurde von ihm dankbar angenommen. Optimal genutzt wurde die numerische Überlegenheit dann auch noch von Nenad Vuckovic, der sich zum Anschluss durchgetankt hatte. So war die Partie drei Minuten vor dem Abpfiff nahezu wieder offen.

Dass es aber dennoch nicht zum Happy-End für die MT reichte, lag vielleicht sogar an der kurz darauf folgenden Zweiminutenstrafe gegen Pawel Orzlowski. Der Abwehrcenter kann Kreisläufer Bertrand Gille nur noch von der Seite attackieren – der geht zu Boden, bekommt den fälligen Siebenmeter zugesprochen und schickt damit gleichzeitig Orzlowski auf die Bank. Der verwandelte Strafwurf von Lindberg und zwei Tore durch Gille und Jansen ebnen den Weg zum hart erkämpften 32:30-Sieg über eine überraschend stark auftretende MT Melsungen.

Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg):

Ich habe eine sehr starke Mannschaft aus Melsungen gesehen. In der ersten Hälfte haben wir Würfe genommen, die wir nicht verwandeln konnten. Aber wir haben uns da gut rausgezogen und haben die zweite Halbzeit dominiert. Jogi war wieder der Rückhalt, den wir brauchen. Melsungen hat ein gutes Spiel gezeigt. Bei uns war eine gewisse Müdigkeit zu merken. Da freue ich mich besonders für die Mannschaft, dass sie das Spiel gewonnen hat.

Robert Hedin (Trainer MT Melsungen):
Ich bin trotz des Ergebnisses zufrieden. Die Abwehr war zuletzt unser Problem, heute hat sie sehr gut funktioniert. In der zweiten Halbzeit vergaben wir in Überzahl leider ein paar leichte Bälle. In den letzten 15 Minuten war der HSV überlegen und hat verdient gewonnen.

Mario Kelentric (Torwart MT Melsungen):
Wir haben einige sehr dumme Fehler gemacht, haben z.B. in Überzahl zu früh geworfen.
Natürlich bin ich etwas enttäuscht, denn wir waren dicht dran. Also werden wir am nächsten Samstag im Heimspiel gegen Berlin erneut unsere Chance suchen.

Statistik
HSV Hamburg – MT Melsungen 32:30 (13:16)

HSV Hamburg: Bitter (21/4 Paraden, 1.-60.); Sandström n.e.;
Hens 6, K. Lijewski 6, G. Gille 4, Jansen 4, Schröder 4, M. Lijewski 3, B. Gille 2, Lindberg 2/2, Torgovanov 1, Niemeyer, Flohr, Grimm n.e., Grundsten n.e.

MT Melsungen:
Kelentric (18/2 P., 1.-60.); Herold n.e.; Schomburg n.e.;
Tzimourtos 6/2, Stojanovic 6/1, Karipidis 5, Valo 5, Klitgaard 4, Junillon 2, Vuckovic 2, Orzlowski, Tellander, Sanikis, Ehlers n.e.,

Siebenmeter: 2/4 – 3/7 (Lindberg und Jansen scheitern an Kelentric – Karipidis (2x) und Tzimourtos und Stojanovic scheitern an Bitter)

Strafminuten: 7 – 4 (B. Gille 2x, M. Lijewski 2x, Torgovanov, G. Gille, Jansen – Orzlowski 2x, Valo, Klitgaard)

Schiedsrichter: Christoph Immel/Ronald Klein (Tönisvorst/Ratingen)

Spielfilm:

0:1 (1.), 3:1 (5.), 5:3 (7.), 7:5 (9.), 8:7 (14.), 9:9 (19.), 10:10 (20.), 10:12 (23.), 11:12 (25.), 11:14 (26.), 13:16 (30.) – 13:17 (31.), 14:17 (31.), 15:18 (32.), 17:18 (33.), 19:20 (38.), 20:21 (40.), 23:21 (44.), 24:22 (45.), 25:22 (46.), 27:24 (51.), 28:26 (53.), 29:27 (56.), 30:28 (58.), 32:29 (59.), 32:30 (60.)



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