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Unterstützen, koordinieren, vernetzen: Neues Konzept für Jugendarbeit

jugendpfleger-borkenBorken. „Bedarfsgerechte Jugendarbeit ist ein Thema, das uns alle betrifft“, stellte Bürgermeister Bernd Heßler klar, als er gemeinsam mit dem neuen Jugendpfleger der Großgemeinde das Konzept der künftigen Jugendarbeit in der Stadt Borken vorstellte. Um eine lebendige und zukunftsorientierte Stadt zu sein, muss in Dialog und Vernetzung, in Prävention und Integration, in Qualifizierung und Fortbildung investiert werden. Allen Jugendlichen muss ermöglicht werden, sich am Aufbau und Ausbau der Gesellschaft zu beteiligen. Deshalb hat man in Borken konzeptionelle Handlungsfelder zur Jugendarbeit unter Beteiligung aller relevanten Gruppen wie Vereine, Verbände, Schulen und Kirchen erstellt. Koordinator dafür ist Johannes Küsel, Jugendpfleger der Stadt Borken seit dem 1. August 2008.

Mit Jugendlichen
Für den neuen Jugendpfleger ist es wichtig, Jugendarbeit nicht nur für Jugendliche, sondern mit Jugendlichen zu machen. Der ständige Dialog ist sein Ziel. „Die Vernetzung der Aktivitäten der verschiedenen Gruppierungen in der Großgemeinde ist mir wichtig. Es gilt die Angebote untereinander bekannt zu machen, zu unterstützen, die Kooperation aller Beteiligten zu verstärken“, so Johannes Küsel. Alle Stadtteile der Großgemeinde sollen von der künftigen Jugendarbeit profitieren, denn die Konzeption wird grenzüberschreitend sein. Breite Jugendarbeit, verteilt auf vielen Schultern, will man machen. Dabei sollen Wünsche und Vorstellungen der Vereine, Verbände, Schulen und Kirchen einfließen. Da Unterstützung anbieten und leisten, wo Unterstützung gefordert, gefragt und sinnvoll ist.

Angepasste Jugendarbeit
Über runde Tische will man in Borken auch Gruppen, vor allem ausländische Mitbürger erreichen, die sonst nur schwer zugänglich sind. Ein erstes Jugendforum im Oktober diesen Jahres gibt Anlass für eine mehr als positive Fortsetzung im Januar 2009. Der demografische Wandel, so Bürgermeister Bernd Heßler, erfordert eine angepasste Jugendarbeit. Es gilt Trendsportarten anzubieten, gesellschaftliche Veränderungen zu beachten und in die Arbeit einzubringen. „Ich will unterwegs sein, um mit den Leuten zu sprechen. Dabei will ich als Koordinator ein Netz spinnen, dass die Menschen zusammen bringt“, bekräftigt Jugendpfleger Johannes Küsel. Die Jugendarbeit soll dazu beitragen, dass miteinander geredet wird. „Wir werden die Arbeit in den Vereinen unterstützen, wir wollen die Menschen und unterschiedlichen Gruppierungen zusammenbringen“, ergänzt Bürgermeister Bernd Heßler.

Positive Ansätze
Erste positive Veränderungen sind in Borken bereits zu sehen, bereits zu spüren. Die evangelische Kirche will die Stelle des Jugenddiakons neu besetzen. Mit dem/der künftigen Schulsozialarbeiter/in der Gustav-Heinemann-Schule ist eine enge Zusammenarbeit geplant. Die Stadtverordnetenversammlung hat bereits die vom Schwalm-Eder-Kreis vorgeschlagene 25 Wochenstunden-Stelle auf eine Ganztagsstelle mit 42 Wochenstunden aufgestockt. Zum 1. Januar 2009 erscheint ein sehr nützliches, kostenloses Jugendadressbuch mit vielen Kontakten und Ansprechpartnern als Hilfe und Nachschlagwerk für Jugendliche, Eltern und Vereine. Ab Mai 2009 ist die Musikschule Schwalm-Eder mit Angeboten für Bands, Ensemble und für einen Sambakurs in Borken präsent. An folgenden Angeboten wird momentan gearbeitet: Projekte für und mit Jugendlichen, Aufbau eines Jugendcafés, Entwicklung einer eigenen Jugend-Homepage, Ferienspiele und Freizeiten, Musik- und Kunstworkshops, Workshops in Selbstbehauptung und Zukunftsgestaltung. (Kontakt: Jugendpfleger Johannes Küsel, Telefon (05682) 808-185, E-Mail: johannesküsel@borken-hessen.de ).sb.

Steckbrief des neuen Borkener Jugendpflegers
Johannes Küsel, Jahrgang 1973, stammt aus dem Rheinland und war evangelischer Pfarrer in Köln und Bonn mit dem Schwerpunkt in der Jugendarbeit. Er studierte in Bonn und in Prag, ist verheiratet und hat einen Sohn (2 Jahre) und eine Tochter (4 Jahre). Aus einer bundesweiten Ausschreibung mit über 80 Bewerbern, hat sich die Stadt Borken für den 35-jährigen Johannes Küsel entschieden, der auch als ehrenamtlicher Pfarrer in Bad Zwesten eingebunden ist. Sein Hobby ist der Tischtennissport, den er im Stadtteil Gombeth ausübt. „Ich bin und bleibe Pfarrer, aber von Beruf jetzt Jugendpfleger. Die Aufgabe in Borken ist sehr spannend, weil die Jugendarbeit vor einem Neuanfang steht.“ sb.



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