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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Verdienstanstieg schwächer als Inflationsrate

allesleergeld_339706Hessen. Vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer verdienten in Hessen im dritten Quartal 2008 durchschnittlich 3486 Euro brutto im Monat. Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamtes sind das 3,2 Prozent mehr als im dritten Quartal 2007. Der Verbraucherpreisindex stieg in diesem Zeitraum um 3,5 Prozent und damit um 0,3 Prozentpunkte stärker als der Durchschnittsverdienst.

Die bezahlte Wochenarbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten erhöhte sich binnen Jahresfrist von 38,8 auf 39,0 Stunden. Deshalb fiel der Zuwachs des Stundenverdienstes mit 2,6 Prozent  schwächer aus als der Anstieg des Monatsverdienstes. Im Durchschnitt erreichte der Bruttostundenverdienst der Vollzeitbeschäftigten 20,58 Euro.
Der Bruttostundenverdienst der Teilzeitbeschäftigten lag mit 15,64 Euro deutlich unter dem der Vollzeitbeschäftigten. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Möglichkeit zur Teilzeitbeschäftigung vor allem für weniger qualifizierte Arbeitskräfte besteht und eher in Branchen mit allgemein schlechteren Verdienstmöglichkeiten angeboten wird.

Der individuelle Verdienst wird von der beruflichen Qualifikation und der damit verbundenen Eingliederung in das Entlohnungssystem eines Unternehmens bestimmt. Ungelernte Arbeitnehmer verdienten im dritten Quartal 2008 im Durchschnitt 10,80 Euro brutto je Stunde. Für Arbeitnehmer, deren Tätigkeit in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, errechneten sich 16,81 Euro und für leitende Angestellte 37,44 Euro.

Das Qualifikationsniveau der Arbeitnehmer variiert von Branche zu Branche deutlich und erklärt zu einem großen Teil die Verdienstunterschiede in den einzelnen Wirtschaftszweigen. So bestand die Belegschaft der Wach- und Sicherheitsdienste zu fast 80 Prozent aus an- oder ungelernten Arbeitnehmern, was den durchschnittlichen Bruttostundenverdienst in dieser Branche auf 11,00 Euro drückt. Dagegen waren im Kredit- und Versicherungsgewerbe nahezu zwei Drittel der Beschäftigten aufgrund ihrer Ausbildung sowie Berufserfahrung hoch qualifiziert. Dies spiegelte sich im überdurchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 27,78 Euro wider.

In der Chemischen Industrie verdienten die Arbeitnehmer durchschnittlich 25,92 Euro brutto je Stunde, in der Metall- und Elektroindustrie 21,16 Euro, im Baugewerbe 15,81 Euro, im Einzelhandel 14,47 Euro, im Gastgewerbe 11,92 Euro und im Reinigungsgewerbe 10,41 Euro.

Mit der Verdiensterhebung werden in jedem Quartal bei rund 2600 Betrieben im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich (ohne öffentliche Verwaltung und ohne Beamte) die Verdienste und Arbeitszeiten der voll- und teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer erfragt.

Der Bruttomonatsverdienst umfasst alle regelmäßig gezahlten Bestandteile des Arbeitslohns, jedoch keine Sonderzahlungen, wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Leistungsprämien oder Gewinnbeteiligungen.

Foto: pixelio.de



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