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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Grußwort zum Jahreswechsel

Von Borkens Bürgermeister Bernd Heßler

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

bernd-hesslerwie im Flug ist das Jahr 2008 vergangen. Aus Sicht der Kommune ein sehr arbeitsintensives, oft von Hektik und unerhofften Problemen geprägtes Jahr. Es gab aber auch viele positive Ansätze, Entwicklungen und Ergebnisse, die für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft unserer Großgemeinde von großer Bedeutung waren und sind. Bei allen Aufgaben, die sich uns gestellt haben, hat sich eines immer bewährt: Wenn wir alle die Ärmel hochkrempeln und loslegen, können wir viel bewältigen und erreichen.

Bei vielen von Ihnen, so hoffe ich, werden die guten Ereignisse überwiegen, so dass Sie mit Zufriedenheit auf das abgelaufene Jahr zurück blicken können. Bei einigen unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger werden weniger schöne und traurige Ereignisse im Vordergrund stehen. Schwere Schicksalsschläge haben Sie getroffen und tiefe Wunden geschlagen. Besonders Ihnen gehört mein ganzes Mitgefühl. Ich kann Sie nur trösten mit der Feststellung, dass die Zeit Wunden heilt und auch für Sie wieder Tage kommen werden, die das geschehene Leid teilweise vergessen lassen. Ich wünsche Ihnen dafür viel Kraft.

Kraft, Mut, Optimismus und viel Engagement wird nötig sein, um die Herausforderungen des neuen Jahres, des Jahres 2009 zu meistern. Unserem Land, so ist täglich zu lesen und zu hören, droht die tiefste Rezession in seiner Geschichte. Die Wirtschaftsforscher übertrumpfen sich gegenseitig mit Negativmeldungen. Drastisch sinkendes Bruttoinlandsprodukt, steigende Arbeitslosenzahlen, dazu eine Finanzmarktkrise, die weitaus stärker auf die Weltwirtschaft wirke als zuvor absehbar. Schon strengen manche einen Vergleich mit 1929 an, dem Jahr, das zum Symbol der Weltwirtschaftskrise geworden ist. Doch Vorsicht. Protektionismus und Hysterie dürfen sich nicht wiederholen.

Haben wir Grund verzagt und ängstlich zu sein? Ich meine nein! Gesunder Menschenverstand und der Blick auf das Realistische sind gefragt. Wir haben in der Vergangenheit viel erreicht: Einen relativ breiten Wohlstand, soziale Sicherheit, einen hohen Ausbildungs- und Leistungsstand, eine ausgebaute und funktionierende Infrastruktur. Das ist eine gute Grundlage zur Bewältigung der vor uns liegenden Aufgaben. Kleinmut ist dabei ein schlechter Ratgeber. Vertrauen wir auf unsere Stärke. Mit Mut und Selbstvertrauen bewältigen wir die kommenden Aufgaben.

Gerade in diesen Zeiten des Umbruchs ist die Besinnung auf die eigenen Wurzeln wichtiger denn je. In unserer Heimatstadt Borken sind wir im abgelaufenen Jahr bei der lebens- und liebenswerten Ausgestaltung unserer Großgemeinde wieder einen Schritt weiter gekommen. Erfolgreiche Gewerbe- und Industrieansiedlungen, Verbesserung des Freizeit- und Naherholungswertes, gelungene Dorfjubiläen zur Stärkung der Gemeinschaft, umfangreiche Investitionen im Straßenbau, in der Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung, Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit, Feste und Veranstaltungen mit neuer Attraktivität, verbesserte Angebote zur Kinderbetreuung und Neukonzeption der Jugendarbeit, Ausbau der Paten- und Partnerschaften über Grenzen hinweg sind alles Stichworte unserer erfolgreichen Arbeit. Dass dabei in Teilbereichen auch unangenehme Entscheidungen getroffen werden mussten, die bis in den persönlichen Bereich gingen, ließ sich nicht vermeiden. Hier setz ich auf Ihre Einsicht und auf Ihr Verständnis.

Die weltweite Finanzkrise und die Auswirkungen der Rezession werden auch in Borken Spuren hinterlassen. Wir werden spüren, dass Leistungen nicht länger ausgeweitet werden können. Vielmehr müssen wir vom Bürger mehr eigenen Einsatz und Solidarität verlangen. Dies wird zur Frage der politischen Kultur und Moral auch unseres Gemeinwesens. Politik als Kunst des Möglichen bewährt sich künftig auch in Borken, in dem wir uns auf das Notwendige beschränken und auf das nur Wünschenswerte verzichten. Damit sichern wir die Lebensgrundlage unserer Heimat auch in der nächsten Generation. Die Lebenskraft eines Zeitalters liegt nicht in seiner Ernte, sondern in seiner Aussaat. Ich bin mir sicher, dass wir unser Feld gut bestellt haben.

Zum Jahreswechsel gute Vorsätze oder Wünsche zu äußern, gehört bei vielen Menschen zur Tradition. Auch für mich. Deshalb wünsche ich mir Einigkeit unter allen Menschen der Welt, dass es keine Kriege mehr geben darf. Ich wünsche mir, dass Worte wie „Krise“ und „Rezession“ nur vorübergehend sind und bald der Vergangenheit angehören. Ich wünsche mir, dass die Medien nur noch über positive Entwicklungen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft berichten.

Lassen Sie uns mit vereinter Kraft das neue Jahr angehen. Gemeinsam bewältigen wir die bevorstehenden Aufgaben zum Wohle unserer Heimatstadt und der Region. Ich bedanke mich schon jetzt bei allen, die sich für unsere Stadt engagieren, die ihr Engagement einbringen, um unsere ehrgeizigen Ziele zu erreichen.

Ich wünsche Ihnen, mir, uns allen ein erfolgreiches, glückliches, gesundes und schwungvolles neues Jahr 2009.

Ihr
Bernd Heßler
Bürgermeister



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