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Erste Niederlage der Saison: HSG verliert gegen Hochdorf

Hochdorf/Felsberg. Im sechzehnten Punktspiel der Saison hat es die HSG Gensungen/Felsberg erwischt. Zum Rückrundenauftakt beim Tabellendritten TV Hochdorf setzte es die erste Niederlage, ließen die Mannen um das Trainergespann Detlef Kleinmann und Dragos Negovan die ersten Punkte liegen. Ein Beinbruch? Nein, ganz sicher nicht. Das Spiel war von Anfang bis Ende auf sehr hohem Niveau, wie man es sonst selten sieht in der Drittklassigkeit. Und wenn der Gegner dann tatsächlich an diesem Tag besser ist und weniger Fehler macht, muss man das eben so akzeptieren.

Auch wenn der Vorsprung auf Saarlouis damit auf vier Zähler geschrumpft ist besteht kein Grund für Trübsal oder aufkommendes Nervenflattern. Denn heute stellt sich mit dem TV Gelnhausen ein recht dankbarer Gegner für diese Situation in der Gensunger Kreissporthalle vor. Einerseits als Tabellensechster jenseits aller Aufstiegsambitionen oder Abstiegsängste und somit ohne wirkliche Notwendigkeit mit allen Mitteln in Nordhessen zu punkten. Andererseits als ehemaliger langjähriger Klassenkamerad der HSG in der Zweiten Liga Süd auch für die handballinteressierten Fans der Region attraktiv, bestens bekannt und immer für eine Überraschung gut.

Der Schlendrian hat somit überhaupt keinen Platz in den Köpfen von Eidam, Ober und Co.. Allein der Name Gelnhausen steht für positive Anspannung und verbietet es, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. In der letzten gemeinsamen Zweitligasaison beider Teams 2006/07 siegten die Gensunger zwar in beiden Partien. In der heimischen Kreissporthalle spielte sich dabei allerdings ein wahrer Krimi ab. Über weite Strecken führte Gelnhausen, konnte aber weder einen drei-Tore-Vorsprung in der ersten Halbzeit, noch eine 24:21-Führung Mitte der zweiten Hälfte behaupten. Vier Sekunden vor Schluss wurde damals Michael Viehmann regelwidrig von den Beinen geholt und verwandelte selbst den fälligen Strafwurf eiskalt zum 28:27(15:13)-Sieg. Durchaus denkbar, dass es auch diesmal wieder eng wird. Denn mit der ersten Niederlage hat die HSG Verletzlichkeit gezeigt, den der Gegner aus dem Main-Kinzig-Kreis nun auszunutzen versuchen wird. Und die Vergangenheit hat immer wieder gelehrt, dass gerade Hessenderbys von überraschenden Ausgängen nicht verschont blieben. Kampflos und ohne die nötige ernsthafte Einstellung sind die zwei Punkte jedenfalls nicht in Nordhessen zu behalten.

Ganz sicher werden es die Mannen von Trainer Louis Rack auch diesmal wieder versuchen, den ersten Gelnhäuser Erfolg in der „Hölle Nord“ seit einer halben Ewigkeit zu feiern. Denn nach dem Wiederaufstieg des TVG in die Zweitklassigkeit vor fast acht Jahren blieb die HSG in bisher fünf Heimspielen fünfmal Sieger. Mit welcher Startformation die Barbarossastädter dabei auflaufen bleibt wohl bis zum Anpfiff ein Geheimnis von Rack. Der strapazierte Rücken plagt Torwart-As Jasmin Camdzic und degradierte den 39-Jährigen beim 36:34 gegen Bad Blankenburg zum Zuschauer. Regisseur Philip Deinet war durch einen Nabelbruch gehandicapt und musste sich einer Bauch-OP unterziehen, von der er sich zuletzt aber gut erholt zeigte. Rückkehrer Marc Stallmann fehlt nach fast einjähriger krankheitsbedingter Pause noch etwas die Luft für ein komplettes Spiel.

Dafür machte die junge Garde der Gelnhäuser zuletzt auf sich aufmerksam. Markus Breidenbach vertrat Camdzic im Tor hervorragend, Rückräumer Matthias Jambor zeigte Selbstvertrauen und Nachwuchsspieler Björn Pape entlastete Routinier Oliver Hubbert am Kreis. Gegen Bad Blankenburg konnte es sich Louis Rack leisten, im zweiten Durchgang auf die Jugend zu vertrauen. Der Sieg geriet dennoch nicht mehr in Gefahr.

In der Vorwärtsbewegung steht und fällt das Spiel des TV Gelnhausen aber normalerweise trotzdem immer noch mit Motor Philip Deinet und seinen Rückraumkollegen Jan Wacker, Anders Indset und Thomas Nielsen. Das soll nicht heißen, dass über die Außen Heiko Trinczek und Philipp Schwaab keine Gefahr droht. Trotzdem wird es die hauptsächliche Arbeit der 3:2:1-Deckung um Frank Eidam und Philip Julius sein, den Gelnhäuser Rückraum auf Distanz zu halten und gleichzeitig das Zusammenspiel mit Hubbert am Kreis zu unterbinden. Wenn das gelingt, sollte der Weg zurück in die Erfolgsspur für die Edertaler schnell zu finden sein und der Ausrutscher in Hochdorf bis auf Weiteres ein einmaliger Fehltritt bleiben.



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