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Katharina springt 5,41 Meter: Zweites Mal Gold

katharina-541Melsungen. Als Katharina Wagner (MT Melsungen) bei den hessischen Schüler-Hallenmeisterschaften als letzte der 17 Weitspringerinnen zu ihrem ersten Versuch antrat, lag Nadja Strege, Tochter des Olympiateilnehmers von 1996, Martin Strege, mit 4,91 m in Führung. Kraftvoll wie gewohnt lief die frisch gebackene hessische Hallenmeisterin im Sprint über 60 m an und nach ihrer Landung konnte sie den Jubel der Zuschauer auf der vollbesetzten Tribüne entgegennehmen. Auf der Anzeigetafel wurde ihr guter Sprung bestätigt: 5,24. Voller Freude lief sie zu ihrer Anlaufmarke zurück, wo ihr einige Konkurrentinnen gratulierten. Mit diesem Sprung hatte sie zwar ihre Jahresbestweite um sechs Zentimeter verpasst, aber diese 5,24 m war die Elle, an der die gesamte Konkurrenz gemessen wurde. War das auch schon der Sieg?

Der erste Sprung sollte eigentlich ein Sicherheitssprung werden, doch nach dem ersten Durchgang hatte sie bereits 33 Zentimeter Vorsprung vor der Zweitplatzierten. Im zweiten Durchgang verbesserte sich Joana Brokelmann aus Reinheim auf 5,00 m. Katharina landete bei 5,15 m. Im dritten Durchgang, der den Vorkampf abschloss, wurden für sie 5,14 m gemessen. Immer noch war keine andere Schülerin über die 5m-Marke gesprungen Zum Endkampf wurden die besten acht Weitspringerinnen zugelassen, und die in Führung liegende Katharina durfte den jeweiligen Durchgang als letzte Springerin abschließen. Nun wurden auch die Pausen für die Mädchen kürzer, aber immer noch waren diese fünf Meter eine Barriere. Erst im vorletzten Durchgang kam Spannung auf. Julia Smakal aus Alsfeld, im Vorjahr die vielseitigste hessische B-Schülerin, setzte sich mit ihrem herrlichen Satz über 5,22 m an die zweite Stelle. Damit konnte sie Katharina, die an diesem Tag ihren 14. Geburtstag feierte, zwar gefährden, zu bezwingen aber vermochte sie das Geburtstagskind nicht, denn auch mit ihrem fünften Sprung über die 5m-Marke verblüffte sie in ihrer Beständigkeit.

Der letzte Durchgang begann, und mit ihrem letzten Sprung übertraf auch die Mitfavoritin Charlotte Bomert aus Vellmar mit 5,01 m die Fünf-Meter-Marke. Sie wurde aber von Mejana Jacobs aus Wiesbaden, die sich mit 5,09 m die Bronzemedaille sicherte, auf den undankbaren vierten Platz verdrängt. Julia Smakal bestätigte mit 5,03 m ihre 5,22 m, die zur Silbermedaille reichten.

Als Katharina zu ihrem letzten Sprung anlief, stand bereits fest, dass sie nach dem Sprint vom Vortag auch den Weitsprung der Schülerinnen in der Altersklasse W14 gewonnen hatte. Aber sie wußte auch, dass sie weiter springen konnte als die bisher gezeigten 5,24 m. Noch einmal lief sie kraftvoll an und traf den Balken voll. Nach der Landung in der Weitsprunggrube war jedem, der diesen Wettbewerb verfolgt hatte, klar, dass sie mit ihrem letzten Sprung eine neue Bestweite aufgestellt hatte. Und tatsächlich leuchtete wenig später ihre Weite auf: 5,41 m. Damit hatte Katharina Wagner an ihrem 14. Geburtstag das hohe, von vielen Seiten in sie gesetzte Vertrauen erfüllt und die Goldmedaille bei den hessischen Schülerhallenmeisterschaften auch im Weitsprung gewonnen. Die Art, wie sie diesen ihren bisher wertvollsten Sieg erkämpfte, ihre Nervenstärke, ihre Serie, die eine beispiellose Beständigkeit offentbarte, verdient Bewunderung. Ihre Konkurrentinnen gratulierten neidlos, sie applaudierten bei der Siegerehrung mit dem Akzent der Anerkennung für diese große Leistung.

1999 wurde ihre Schwester Johanna ebenfalls in der W14 mit 5,30 m hessische Hallenmeisterin. Zehn Jahre später verbesserte Katharina, die sich gut auf diesen Wettkampf vorbereitet hatte, nicht nur diese Meisterschaftsbestleistung, sondern stellte auch mit dieser Weite einen neuen nordhessischen Hallenrekord für ihre Altersklasse auf.

Unmittelbar vor diesem Wettbewerb sicherte sich die Melsunger Mehrkampfhoffnung mit 9,80 m die Bronzemedaille im Kugelstoßen und verfehlte ihren Hausrekord nur um sechs Zentimeter.



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