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Kreis plant Projekt gegen Gewalt und Rechtsextremismus

neupaertlSchwalm-Eder. Unter dem Motto „Gewalt geht nicht! – Wir im Schwalm-Eder-Kreis – Gemeinsam. Tolerant. Aktiv.“ will der Schwalm-Eder-Kreis ein Projekt gegen Gewalt und Rechtsextremismus starten. Wie Landrat Frank-Martin Neupärtl mitteilt, soll das Thema umfassend und vor allem nachhaltig bearbeitet werden. Nicht nur aktuelle Entwicklungen und Vorfälle sollen aufgegriffen werden, darüber hinaus komme es darauf an, die Menschen im Landkreis dafür zu gewinnen, aktiv für ein tolerantes und friedliches Miteinander im Landkreis einzutreten. „Wir haben uns ein ambitioniertes Ziel vorgenommen, aber wir sind davon überzeugt, dass wir mit einem guten und langfristig angelegten Konzept einiges erreichen können“, so Landrat Neupärtl.

Die Entscheidung, ein breit angelegtes Projekt ins Leben zu rufen, ist nach dem rechtsextrem motivierten Überfall vom 20. Juli 2008 am Neuenhainer See gefallen, wo ein 13-jähriges Mädchen schwer verletzt wurde. Da dies zwar der mit Abstand schlimmste, aber nicht der einzige rechtsextrem motivierte Übergriff im Landkreis war, wurde im Kreisausschuss am 28. Juli 2008 beschlossen, aktiv gegenzusteuern. Alle im Kreisausschuss vertretenen Parteien waren sich einig, dass nachhaltig und langfristig gehandelt werden soll.

Inzwischen sind die Projektplanungen soweit vorangeschritten, dass erste Maßnahmen angelaufen sind. Stephan Bürger, Mitarbeiter im Jugendbildungswerk des Kreises, wurde mit der Projektleitung im Rahmen einer Stabsstelle betraut.

Neupärtl betont in diesem Zusammenhang, dass ein solches Projekt nicht ohne eine breite Unterstützung aller gesellschaftlich relevanten Gruppen im Landkreis erfolgreich umzusetzen sei. Deshalb habe man einen Projektausschuss eingerichtet, der bei der Planung und Umsetzung von Aktionen mitwirke und unterstütze. Die konstituierende Sitzung fand am 27. Januar dieses Jahres statt. Neupärtl zeigte sich über die Resonanz der ersten Sitzung sehr erfreut. Vertreter von Sport, Feuerwehr, Schule, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften, Wirtschaft, Politik, Jugendhilfe und Jugendarbeit, Wohlfahrtsverbänden, Polizei hatten ihre Mitarbeitsbereitschaft bekundet.

Zukünftig wird der Projektausschuss einmal pro Quartal zusammenkommen. Die Koordination übernimmt Stephan Bürger, der auch für alle weiteren Angelegenheiten innerhalb des Projektes Ansprechpartner ist.

Hintergrund
Inhalte des Projektes sind unter anderem:
-Information und Aufklärung zu Erscheinungsformen und Codes von Rechtsextremen sowie deren Strategien
-Fortschreibende Beobachtung der Entwicklung im Schwalm-Eder-Kreis
-Vermittlung und Durchführung von Einzelfallberatung
-Entwicklung von Handlungsoptionen, um sich in den verschiedensten Bereichen aufkommenden rechtsextremen Tendenzen entgegen zu stellen und damit umzugehen
-Allgemeine Prävention – Entwicklung und Durchführung von Projekten zur kulturellen Vielfalt und zum Umgang mit Vorurteilen

Zielgruppen des Projektes
-Multiplikatoren aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens
-Junge Menschen

Projektlaufzeit
Das Projekt ist zunächst für eine Laufzeit von 3 bis 5 Jahre geplant.



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