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HSG: An der Tabellenspitze wird es spannend

Gensungen. Zuerst eine ganze Halbserie im Sturmschritt und ohne jeden Punktverlust durch die Regionalliga Südwest, dann gleich drei Spiele hintereinander ohne Sieg. Die HSG Gensungen/Felsberg scheint zu straucheln auf ihrem direkten Weg zurück in die Zweitklassigkeit. Wie kommt es zu diesem Einbruch? Zunächst einmal: niemand hätte gedacht, dass die Männer von Detlef Kleinmann und Dragos Negovan überhaupt auf diese furiose Weise durch die Regionalliga pflügen. Bis auf Jahre zurück liegende Zweitligaduelle gegen Gelnhausen und Kirchzell gab es keinen vernünftigen Anhaltspunkt hinsichtlich der Spielstärke in der Regionalliga Südwest. Entsprechend vorsichtig war die Erwartungshaltung des Trainergespanns formuliert. Das klang nach den vielen siegreich beendeten Spielen der Hinrunde wie Tiefstapelei auf hohem Niveau, erweist sich aber momentan als die durchaus realistischere Sichtweise.

Gensungen/Felsberg brachte den unbestreitbaren Vorteil der Eingespieltheit mit. Ein Pfund, mit dem es sich lange Zeit gut wuchern ließ. Doch mit weiter fortschreitender Saison wird das Zusammenspiel bei allen Gegnern harmonischer. Dazu kommt, dass die HSG inzwischen als „der Überflieger“ der Liga gilt. Kaum jemand, der die ursprüngliche Zielsetzung korrekt wiedergibt wenn das Heimspiel gegen den Tabellenführer angekündigt wird. Dazu kommt eben, dass jeder noch mal ein paar Krümel draufpackt in Sachen Leistung, weil der Tabellenführer nun mal Zusatzmotivation darstellt.

Sprach Detlef Kleinmann anfangs von „unter die ersten fünf kommen“, so unterstellte man auf Seiten der Gegner mit jedem erfolgreich bestrittenen Spiel der Nordhessen mehr den unbedingten Willen, ja kurioserweise sogar internen Zwang zum sofortigen Wiederaufstieg. Es ist fast ein Wunder, dass die Mannschaft um Stahl und Eidam diesem künstlich aufgebauten Druck so lange Stand hielt. Umso mehr, als mit Carsten Göbel der wohl mit Abstand beste Halblinke der Regionalliga und Torgarant der HSG frühzeitig ausfiel.
Irgendwann musste der Einbruch kommen. Niemand hat ernsthaft erwarten können, dass die dritte Liga ein Selbstläufer wird. Und noch weniger, dass ein Durchmarsch im Stile von TUSEM Essen gelingt, das die Regionalliga West in der Spielzeit 2005/06 mit sagenhaften 63:1 Punkten und einer Tordifferenz von +295 abschloss.

Aber nicht nur die HSG Gensungen/Felsberg muss der wachsenden Ausgeglichenheit Rechnung tragen. Der SVH Kassel nahm sich seine „Auszeit“ gleich in der ersten Phase der Meisterschaftssaison, als der bunt zusammen gewürfelte Haufen sich erst finden musste. Saarlouis hatte im November seinen Einbruch mir drei sieglosen Spielen am Stück. Beide starteten anschließend Aufholjagden, die aber in jüngster Vergangenheit ebenfalls wieder abrupt beendet wurden. Saarlouis strauchelte in Hochdorf, wo auch die HSG Federn ließ. Kassel wurde nach einer Serie von 17:1 Punkten auf heimischem Parkett auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt – vom heutigen Gensunger Gegner, der HSG Pohlheim.

Und da schließt sich der Kreis dieser Betrachtung, denn das Tief der Grün-Gelben muss noch nicht zwangsläufig zu Ende sein. Was nicht heißt, dass Pohlheim als Favorit in die „Hölle Nord“ kommt. Diese Rolle bleibt ganz sicher dem Tabellenführer vorbehalten. Aber niemand sollte sich zu sicher sein, dass die zwei Punkte schon vor dem Anpfiff im Sack sind – am allerwenigsten die Mannschaft. Man darf sich allerdings gewiss sein, dass das Duo Kleinmann/Negovan dafür sorgt, dass der Gegner mit der gebührenden Ernsthaftigkeit empfangen wird, gerade weil die HSG Pohlheim als einziges Team der Liga bei vier Spielen in 2009 noch keinen einzigen Punkt abgegeben hat und mit großem Selbstvertrauen in der Kreissporthalle auflaufen wird.

Mit dieser imponierenden Serie hat sich das Team des leider erkrankten Trainers Marius Naidin, der bis auf Weiteres wieder vom Interimsduo Horst-Günther Schmandt und Heiko Jakobi in Zusammenarbeit mit Co-Trainer Volker Schneider vertreten wird, von den Abstiegsrängen verabschiedet und nimmt aktuell den von Naidin vor der Saison als Ziel kommunizierten einstelligen Tabellenplatz (8.) ein. Auch die eigentliche Stärke der Pohlheimer, die Abwehr, stand zuletzt immer besser. Nur 25 Gegentore im Schnitt der letzten drei Spiele lassen auf eine harte Nuss für die Gensunger Torfabrik (zweitbester Angriff der Liga!) schließen. (nh)



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