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Asylbewerber-Projekt: Am Dienstags gibt‘s HipHop

dienstags-hiphopSchwalmstadt-Treysa. „Ich will mit Euch Fußballspielen und HipHop tanzen.“ Ibrahim (13)  hat klare Vorstellungen von den kommenden Dienstagnachmittagen. Er ist einer von 14 Kindern, die an einem Projekt des Arbeitskreises Toleranz und Menschenwürde in Schwalmstadt und der Hephata Akademie für soziale Berufe teilnehmen. Finanziert wird es von der Diakoniestiftung Hephata. Immer dienstagnachmittags kommt der Bus. Der holt die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen einem und 13 Jahren am Asylbewerberheim ab und bringt sie nach Hephata. Hier kümmern sich angehende Erzieher der Fachschule  sowie Studierende der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, Studienstandort Hephata, um sie.

Sport, Basteln, Malen, Tanzen und Singen, aber auch Musizieren, Quatschen und Puppenspiel stehen auf dem Programm. Gegen 16 Uhr bringt der Bus die Kinder dann wieder zurück. Den Transport finanziert die Stadt Schwalmstadt. Die pädagogische Betreuung wird durch eine Spende in Höhe von 1.500 Euro der „Mitmenschlichkeit fördern – Diakoniestiftung Hephata“ möglich.

Jetzt professionell
„Zwar haben wir immer mal wieder eine Betreuung der Kinder angeboten, diese aber nicht so professionell angehen können wie jetzt“, erklärt Simone Brede, Mitglied des Arbeitskreises und Referentin der Diakonischen Gemeinschaft Hephata. Mit den Stiftungsgeldern werden nun nicht nur die Bastelmaterialien sowie Essen und Trinken für die Kinder bezahlt, sondern auch eine Reflexion für die zehn Fach- und Fachhochschüler, die sich freiwillig für das Projekt gemeldet haben.

Laufen soll die Betreuung bis Ende des Jahres. Parallel dazu findet, ebenfalls vom Arbeitskreis organisiert, jeden zweiten Dienstagnachmittag ein Kaffeetrinken für die erwachsenen Asylbewerber statt. „Es war verstärkt der Wunsch da, in dieser Zeit die Kinder gut betreut zu wissen“, weiß Brede. Denn bei dem Kaffeetrinken geht es nicht nur um ein gemütliches Beisammensein: Die 25 Mitglieder des Arbeitskreises helfen den Asylbewerbern unter anderem bei Behörden- und Arztbesuchen, aber auch bei Sprachbarrieren im Alltag und Schulproblemen der Kinder. Ein Ziel dabei ist die Integration in die Gesellschaft.

„Ich will versuchen, die Kids zu verstehen. Sie leben ganz anders, als ich es von zu Hause gewohnt bin“, sagt Sara Desort (20). Sie ist im ersten Ausbildungsjahr zur Erzieherin und eine der freiwilligen Betreuerinnen. Genauso wie Mirjam Werner (20): „Ich finde es gut, dass wir die Möglichkeit haben, Kinder anderer Kulturen kennenzulernen, vielleicht so auch einen Beitrag zu mehr Integration zu leisten.“ Die Beiden waren begeistert von der Freude und Dankbarkeit der Kinder für die geschenkte Aufmerksamkeit. Nicht nur für Ibrahim stand schnell fest: „Nächsten Dienstag komme ich wieder.“ (me)



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