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Generation 50plus macht Babys die Gläschen streitig

344922_r_k_by_florian-blas_pixeliodeFrankfurt. Durch den Geburtenrückgang und die alternde Gesellschaft verschieben sich die Nahrungsbedürfnisse- und märkte, wie Dr. Egon Winter, Geschäftsführer der Beratungsagentur markenzeichen food in seinem heutigen Vortrag zum Thema „Wachstumsmarkt Adult Nutrition“ auf der zurzeit stattfindenden BioFach in Nürnberg feststellt. Die Nahrungsmittelindustrie hat diesen Markt bisher noch nicht wirklich erkannt. So müssen Senioren in Zukunft notgedrungen mit den Babys um den Gläschenmarkt „konkurrieren“. Aßen 1977 nur etwa 5 Prozent der älteren Menschen Gläschen mit Babynahrung, waren es 30 Jahre später bereits 25 Prozent – ein gewaltiges Wachstum! Wenn man die Steigerungskurve linear nach oben rechnet, würden im Jahr 2050 mehr Greise als Babys – mangels Alternativen – der Gläschennahrung zusprechen.

Eine Entwicklung die so wahrscheinlich nicht eintreten wird: Aktuell nimmt die Nahrungsmittelindustrie den Konsum der älteren Menschen als Windfall-Profits mit. Winter schätzt diesen Markt bereits auf 300 Mio. Euro. „Dabei ist die Dunkelziffer sehr hoch, da es – den Gläschen-Markt ausgenommen – keine signifikanten Daten gibt. Wenn die Industrie aber die neuen Bedürfnisse erkennt und das Marktpotential nutzt, wird der Seniorenmarkt den Babymarkt bereits in 20 Jahren überrunden“, davon ist Winter überzeugt.

Tatsächlich hat die Generation 50plus besondere Bedürfnisse und Wünsche: Gefordert ist das Einkaufen in Quartiersläden, wo sie zudem einen Kaffee genießen können und die Lebensmittel nach Hause getragen werden. Auch ökologisch-wertvolle Kost ist immer mehr im Trend, denn die Zielgruppe ernährt sich bewusst und nachhaltig. Darüber hinaus legt die Generation 50plus laut Untersuchungen von markenzeichen food großen Wert auf Frische, aber auch auf Pre-cooked Food, flüssige Produkte wie Smoothies sowie Terrinen und Suppen in kreativen, abwechslungsreichen Varianten.

Große Marktpotentiale sind also vorhanden, doch die Industrie zögert, diese anzupacken. Einer der Gründe hierfür ist sicherlich, dass bereits viele Unternehmen in den 1980ern erfolglos in dieses Segment investierten. „Doch heute sind die 50plus selbstbewusste quirlige Querdenker, denen es nichts ausmacht, zur älteren Generation zu zählen“, resümiert Winter zum Abschluss. (ots)

Foto: Florian Blas / pixelio.de



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