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Frischer Wind dank Mundpropaganda

Ein Treffen ohne politischen Zündstoff aber mit großer sozialer Relevanz

hephata-siebertSchwalmstadt-Treysa. Der Bundesbeauftragte für den Zivildienst, Dr. Jens Kreuter, und der Verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU Fraktion, Mitglied des Bundestages Bernd Siebert, trafen kürzlich in Schwalmstadt die Zivildienstleistenden der Hephata Diakonie. Der gemeinsame Besuch hätte vor 20 Jahren sicher für mehr Aufsehen gesorgt, aber die Arbeit von Zivildienstleistenden ist noch immer von Bedeutung. Obwohl Hephata 42 Stellen bereithält, wird nur knapp die Hälfte besetzt. Dies mag man bedauern, aber, so Hephata-Direktor Klaus Dieter Horchem bei seiner Begrüßung, es dürfe die soziale Arbeit nicht alleine auf den Zivildienstleistenden lasten.

Warum beide Vertreter in Hephata anwesend waren, erklärte Jens Haupt, Leiter für den Freiwilligendienst Kassel: Mit dem Wehrdienst kam der Ersatzdienst. Hier haben die Kirchen aus dem Dritten Reich gelernt und bringen Ihre Kompetenz ein, den Zivildienst, aber auch das Freiwillige soziale Jahr (FSJ) sinnvoll zu gestalten. Motto: Wer dienen muss, soll auch lernen dürfen. Dass dies der Diakonie gelingt, konnten die vielen anwesenden Zivis, Fsjler und ehemaligen Zivis bestätigen, die die jeweiligen Lehrgänge als interessanter bewerteten als staatliche Fortbildungsmaßnahmen.

Die jungen Menschen zeigten aber auch die große Regionalisierung von Hephata. Von Spangenberg über Homberg, Schwalmstadt, Marburg bis Klingenberg und Weibersbrunn ging die Bandbreite, wobei die letzteren schon von: „bei uns in Bayern“ sprachen. Dass der Zivildienst keine unnütze Zeit ist, ja sogar bei der Berufsentscheidung hilft, wurde im weiteren Gespräch deutlich. Fast alle sprachen von sinnvoller Arbeit mit hoher Verantwortung. So mancher strebte eine Ausbildung als Erzieher, Heil- und Erziehungspfleger oder Arbeitsanleiter an. Hephata gelingt es dabei auch immer wieder, Anschlussverträge anzubieten. Alle Befragten hatten sich gezielt in Hephata beworben, da sie entweder im Freundeskreis oder über die Zivibörse im Internet von Hephata gehört hatten. Mundpropaganda ist hier das Steuerungselement.

„Zivis“, so Hartmut Meyer, Geschäftsbereichsleiter der Sozialen Rehabilitation Hephatas, „bringen als junge Männer mit Optimismus und Lebensfreude einen neuen Schwung in die Welt von Obdach- und Arbeitslosen, die auch noch mit Suchtproblemen kämpfen müssen“.

Da es nach dem Sommer sicherlich wieder eine neue Diskussion um den Wehrdienst geben wird, ist zu fragen, wie der Ersatzdienst interessanter gestaltet werden kann? Große finanzielle Möglichkeiten gibt es hier nicht, aber eine bessere soziale Stellung und der Einbau dieser Phase in die Berufsvorbereitungszeit, würden die Attraktivität sicherlich erhöhen. Gleichzeitig müsste aber mehr Werbung gemacht werden, sowohl was die grundsätzlichen Möglichkeiten betrifft, einen Ersatzdienst zu leisten, als auch was die Zeit nach dem Dienst angeht. Hier kann Hephata Diakonie konkrete Vorschläge machen: Bessere Vernetzung, Arbeit in den Schulen, Arbeitsangebote, Praktikumsplätze aber auch Infoveranstaltungen über den weiteren Weg nach dem Zivildienst in Hephata. Dass die grundsätzlich möglich ist, konnten die anwesenden ehemaligen Zivis, die für eine größere Gruppe sprachen, bestätigen. (ric)



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