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Stolle: Hähnchen frei von Gentechnik

stolle1Gudensberg. Gentechnik, nein danke! Das Traditionsunternehmen Stolle in Gudensberg hat sich diese Haltung jetzt offiziell zertifizieren lassen. Ab dem kommenden Monat lobt die Geflügel GmbH ihre Waren als gentechnikfreie Produkte mit eigenem Label aus. Als Bio-Pionier der Branche wird Tegut die Hähnchen- und Wurstwaren der Firma Stolle im Chattengau lokal vermarkten. Diese sind dann nach dem Non-GMO-Standard (Non-Genetically-Modified-Organism) als „ohne Gentechnik“ gekennzeichnet.

Um gentechnikfreie Nahrungsmittelproduktion aktiv zu unterstützen, haben die Landkreise Kassel und Schwalm-Eder jetzt eine Initiative gestartet. Zum Auftakt besuchten Landrat Frank Martin Neupärtl sowie Gudensbergs Bürgermeister Dr. Edgar Franke in der vergangenen Woche den innovativen Betrieb im Gudensberger Industriegebiet, der mit 220 fest angestellten Mitarbeitern täglich in zwei Schichten rund 480.000 Hähnchen verarbeitet.

Das Non-GMO-Projekt entstand 2005 in den Vereinigten Staaten, um einen einheitlichen Gentechnikfrei-Standard für die Lebensmittelindustrie zu erarbeiten. Derzeit laufen die Zertifizierungen und Vorbereitungen, um im kommenden Herbst mit einer großen Kampagne auf den Markt zu kommen.

„Der Besuch der Firma Stolle ist unser Start in der Region“ erläuterte Heinz-Dieter Ohm, als Fachbereichsleiter Landwirtschaft und Landesentwicklung Schwalm-Eder beim Besichtigungstermin in Gudensberg. Mit dem Kasseler Landkreis plane man für den 22. April eine große Informationsveranstaltung in Baunatal. „Der Sache und Vorreiterrolle des Unternehmens Stolle sagen wir unsere ganze politische Unterstützung zu“, waren sich Neupärtl und Franke beim Termin einig.

Nach einer Umfrage der Universität Gießen lehnen 80 Prozent der lokalen Bevölkerung gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Eine EU-Verordnung wird der Mehrheitsmeinung seit April 2004 zumindest teilweise gerecht. Denn seither müssen gentechnisch veränderte Lebensmittel – wie beispielsweise Tomaten – eine Kennzeichnung tragen und rückverfolgbar sein. Der Verbraucher hat also die Wahl. Allerdings gilt die EU-Regelung nicht für Fleisch, Milch und Eier. Denn sie sind unter Umständen lediglich mithilfe gentechnisch veränderter Organismen in Futtermitteln produziert und müssen deshalb nicht speziell ausgewiesen werden.

Bewusst hat sich die Firma Stolle gegen den Einsatz genveränderte Futtermittel entschieden.  Das betrifft vor allem Soja. „Wir setzen auf die natürliche Variante und zahlen dafür pro Tonne auch gerne bis zu 40 Euro mehr“, erklärte Pressesprecher Albert Focke. Wegen hoher Erträge in der Rinder-, Schweine- und Hühnermast wird als Bestandteil des Futters meist Soja eingesetzt. Vor allem die USA (85 Prozent) und Argentinien (98 Prozent) bauen für den Weltmarkt heute nahezu ausschließlich genveränderte Pflanzen an. Denn Soja ist ein Eiweißwunder und gilt deshalb als idealer Ersatz für Tiermehl.

Das Non-GMO-Zertifikat, das Stolle von der Firma Intertek erhielt, und die künftige Kennzeichnung der Ware bürgen dafür, dass ausschließlich natürliche Futtermittel eingesetzt wurden und eine mögliche Verunreinigung durch genverändertes Material aufgrund von Produktionsabläufen einen Schwellenwert von 0,1 Prozent nicht übersteigt. „Eben das wird durch strenge Prüfungen kontrolliert und die beginnen schon beim Bauern in Südamerika“, so Focke. „Non-GMO steht für nachhaltige Anbaumethoden, gegen die Rohdung von Urwäldern zwecks Umwandlung in Ackerland, für existenzsichernde Löhne sowie ein Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, darüber hinaus für eine lückenlose Rückverfolgbarkeit und Warenflusskontrolle.“

In der Region steht Stolle künftig für Non-GMO. „Wir wünschen uns, dass die Gudensberger Gefügel GmbH als Vorreiter in der Region bei vielen Tierhaltern und Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft Schule macht“, so Neupärtl und Franke. Das Unternehmen mit 50-jähriger Betriebsgeschichte und weiteren Standorten in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern unterstütze mit 15 Mastställen die Landwirte im Schwalm-Eder-Kreis und lokale Kooperationspartner in der Lebensmittelvermarktung, sorge also für regionale Wertschöpfung und biete Verbrauchern optimale Konditionen.



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