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MT landet Kantersieg: 40 Tore gegen Stralsund

mt-logoStralsund/Melsungen. Das Ziel aus Sicht der MT Melsungen war klar: Die weite Reise nach Stralsund sollte sich lohnen. Das hat sie auch. Und wie. Der Tabellenzwölfte schlug den designierten Absteiger Stralsunder HV vor 1.050 Zuschauern in der ausverkauften Vogelsang-Halle mit 40:24 (17:14). Es dauerte nur knapp vier Minuten bis die MT zum ersten Mal in Führung ging. Nach Treffern von Stojanovic, Vuckovic und Tellander stand es 2:3. Auf Seiten der Gastgeber hatten bis dahin lediglich der Halblinke Libergs und Kreisläufer Gudz getroffen. Noch nicht hundertprozentig fit waren Grigorios Sanikis (Oberschenkelzerrung) und Felix Danner (Erkältung), beide standen aber im Aufgebot. Mit dabei war auch Chris Treutler, der ansonsten per Doppelspielrecht für Regionalligist TG Münden aufläuft.

Als Startformation hatte MT-Trainer Robert Hedin allerdings die Besetzung der letzten Spiele gewählt, also mit (von links nach rechts) Tellander, Vuckovic, Stojanovic, Valo, Karipidis, am Kreis Klitgaard und im Tor Kelentric. In der Abwehr kam jeweils Junillon für Stojanovic. Die Gastgeber mussten wie befürchtet auf Regisseur Milan Berka verzichten.

Der als klarer Außenseiter ins Spiel gegangene Tabellenvorletzte hielt das Spiel knapp eine Viertelstunde lang offen. Bis zum 8:9 (14.) war es nahezu ein Schlagabtausch, bei dem Stralsund der MT auf den Fersen blieb. Kreisläufer Gudz und der Halblinke Libergs erwiesen sich dabei als besonders gefährlich. Dann zog die MT etwas an und nach Toren von Stojanovic, zweimal Klitgaard, Vuckovic und Junillon hieß es acht Minuten später 9:14. Das daraufhin von Stralsunds Trainer Zdenek Vanek genommene TimeOut schien seine Wirkung nicht zu verfehlen. Der SHV kämpfte sich bis kurz vor dem Halbzeitpfiff auf 14:16 heran. Es war die Phase des Ivan Nincevic. Der früher für die HSG Niestetal-Staufenberg spielende Kroate war mit drei Toren wesentlicher Impulsgeber dieser Aufholjagd. Ein erfolgreicher Tempogegenstoß von Karipidis brachte dann den für Melsungen verdienten 14:17 Pausenstand.

Den zweiten Durchgang begannen die Nordhessen im Tor mit Simon Herold, der Mario Kelentric abgelöst hatte. Ansonsten stand zunächst die gleiche Formation wie in Halbzeit eins auf dem Parkett. Und die nahm gleich wieder den Faden auf. Klitgaard und Valo erhöhten auf 14:19, gefolgt von einem Treffer durch Stralsunds starken Mann am Kreis, Miroslaw Gudz, zum 15:19 (33.). Aber die MT Melsungen antwortete prompt. Zunächst Karipidis per Siebenmeter und dann zweimal Valo, der jeweils von Vuckovic hervorragend bedient wurde (15:22, 36.). Die Hausherren mühten sich zwar mitzuhalten, aber in Anbetracht des Sieben-Tore-Rückstandes ließen die offenbar schwindenden Kräfte nur noch sporadisch ein Aufbäumen zu. Dabei kämpferisch immer vorne weg: Ivan Nincevic. Er beschäftigte die Melsunger Abwehr und zeigte sich auch mehr und mehr torgefährlich. Im zur Seite standen hauptsächlich noch Libergs und später Samaras.

Aber das war einfach zu wenig, um die weiterhin sehr engagiert auftretenden Gäste ernsthaft zu gefährden. Die hatten inzwischen richtig Spaß am Spiel gefunden und ließen Ball und Gegner laufen. Vuckovic krönte seine feine Leistung mit einem Kempa-Treffer auf Zuspiel von Stojanovic zum 19:27 (43.) und machte danach die halblinke Position frei für Grigorios Sanikis. Der Grieche kam nach wochenlanger Oberschenkelverletzung erstmalig wieder zum Einsatz und fügte sich gleich nahtlos ins Melsunger Angriffsspiel ein. Weniger mit Toraktionen, dafür aber mit toller Übersicht und sehenswerten Zuspielen.

Nach dem 21:30 durch Klitgaard sah sich SHV-Trainer Vanek wieder zum Eingreifen veranlasst und warf die Grüne Karte. Aber diesmal konnten seine Schützlinge daraus kein Kapital schlagen. Im Gegenteil: Sie mussten gleich drei weitere Gegentreffer hinnehmen (21:33, 50.) – Tellander, Stojanovic und der inzwischen für Klitgaard gekommene Danner bereiteten dadurch endgültig den Weg zum Kantersieg.

MT-Trainer Hedin nutzte nun die Gelegenheit, alle Spieler einzusetzen. Karipidis verließ das Feld für seinen Landsmann Tzimourtos und kam nur noch zu Strafwürfen zurück und Stojanovic überließ Treutler den Part des Regisseurs. Die Neubesetzungen taten dem MT-Spiel gut, das Tempo konnte gehalten werden und weitere Treffer waren die logische Konsequenz. Stralsunds Abwehr konnte sich in dem insgesamt sehr fairen Spiel dreimal nur noch per Notbremse helfen. Savas Karipidis verwandelte die fälligen Strafwürfe souverän.

Und schließlich war es dem “dienstjüngsten” Melsunger Spieler vorbehalten, die magische Trefferzahl zu realisieren: Felix Danner netzte nach überraschendem Ballgewinn der MT-Abwehr 16 Sekunden vor dem Abpfiff zum 24:40-Endstand ein. Die Generalprobe der MT für das bevorstehende Duell mit der HSG Wetzlar am kommenden Samstag ist somit vollends gelungen – das Hessen-Derby kann kommen.

Stimmen zum Spiel:
Robert Hedin, MT-Trainer:

Wir hatten zunächst etwas Anlaufschwierigkeiten, die wir allerdings schnell in den Griff bekommen haben. In der zweiten Halbzeit lief es dann richtig gut. Das ist bei uns nicht selbstverständlich, weil wir ja insgesamt immer noch nicht so gefestigt sind und auch nicht konstant spielen. Alle sind heute zum Einsatz gekommen und wie man gesehen hat, hatten auch alle ihren Spaß dabei.

Ivan Nincevic, Rückraumspieler Stralsunder HV:
Wir haben einfach eine zu kleine Besetzung, müssen lange Zeit mit sechs Spielern auskommen. Da reicht dann irgendwann die Kraft nicht mehr. Wenn wir aus unserer Situation etwas Gutes ziehen wollen, ist es die Tatsache, dass wir auch jungen Spielern Einsätze bieten und ihnen erste Bundesligaerfahrungen ermöglichen.

Statistik
Stralsunder HV – MT Melsungen 24:40 (14:17)

Stralsund: Herholc, Tsilimparis, Levshin – Brandt, Samaras 3, Hinz, Libergs 7, Präkels, Gudz 4, Schwerin 1, Ney, Nincevic 9/2.
Melsungen: Kelentric (1.-30.), Herold (31.-60.) – Junillon 1, Klitgaard 8, Valo 5, Tellander 3, Tzimourtos 1, Herold, Stojanovic 5, Treutler, Danner 2, Sanikis, Karipidis 10/4, Vuckovic 5.

Zeitstrafen: 4 (Brandt 1, Präkels 1, Gudz 1, Nincevic 1) : 2 (Valo 1, Treutler 1).

Siebenmeter: 2/2 (Nincevic 2/2) : 4/4 (Karipidis 4/4)

Zuschauer: 1.049, Vogelsanghalle, Stralsund

Spielfilm
2:1 (3.), 3:5 (6.), 6:6 (9.), 7:8 (12.), 8:10 (15.), 8:11 (18.), 9:13 (21.), 10:15 (24.), 12:15 (27.), 14:17 (HZ); 15:19 (33.), 15:22 (36.), 18:24 (39.), 19:26 (42.), 21:28 (45.), 21:30 (48.), 22:33 (51.), 22:34 (54.), 23:36 (57.), 24:40 (EN)



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