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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Abwrackprämie für Heizungen gefordert

arno-huckeSchwalm-Eder. „Für die Umwelt und für den Klimaschutz ist die Abwrackprämie für Heizkessel nicht weniger sinnvoll als für Autos“, sagte Obermeister Arno Hucke (Freudenthal) auf der Jahreshauptversammlung der Innung für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Schwalm-Eder. Eine Abwrackprämie für alte Heizungen im Rahmen des diskutierten Konjunkturprogramms K3 sei hingegen ein sinnvoller Schritt, so Hucke. Es sei erschreckend, wie viele technisch veraltete Heizungen noch in Betrieb seien. Laufzeiten von 20 bis 30 Jahren seien dabei keine Seltenheit. Ein Ergebnis, das sich auch in der Umfrage des EMNID Institutes widerspiegele „Nur zwölf Prozent aller Heizungsanlagen in Deutschland arbeiten energieeffizient und umweltschonend“, zitierte Hucke das Institut.

Eine Abwrackprämie könnte helfen das Problem zu lösen, ist sich Hucke sicher. 39 Prozent der von EMNID Befragten Eigenheimbesitzer würden bei Aussicht auf eine staatliche Prämie ihre alte Heizungsanlage modernisieren. Dass wären fast fünf Millionen Heizungen und würde rund 18 Milliarden Kilowattstunden und 10 Millionen Tonnen CO2  in Deutschland einsparen. Hucke verwies darauf, dass bei der Verteilung des Energieverbrauchs in Privathaushalten in Deutschland 61 Prozent auf die Heizung und Warmwasseraufbereitung entfallen und nur 31 Prozent für PKWs und 8 Prozent für Elektro.

Diese Zahlen rückten die Verhältnisse eindeutig zurecht, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Einsparpotential könne bei bis zu 50 Prozent liegen, betonte Hucke. Zudem wäre eine Abwrackprämie für Heizanlagen ein wichtiger Konjunkturimpuls für die deutsche Wirtschaft, da viele führende Hersteller von Heizsystemen ihren Sitz und die Produktionsstätten in Deutschland hätten. Auch den Handwerksbetrieben würde die Prämie nutzen, da ein wichtiger Kaufanreiz geschaffen werde.

Ausbildung
Seit 2003 sind die Berufsbilder des Gas- und Wasserinstallateurs und des Zentralheizungs- und Lüftungsbauers zum Beruf Anlagenmechaniker für  Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, verschmolzen. Im Mittelpunkt der 3,5-jährigen Ausbildung stehen die Tätigkeiten in den Bereichen Zentralheizungstechnik, Lüftungs- und Klimatechnik, regenerative Energien, Sanitärtechnik, Mess-, Regelungs- und Elektrotechnik sowie die Gebäudetechnik. Mit Blick auf die neue High-Tec Heizung im Keller, fällt es vielen Betrieben schwer den geeigneten Berufsnachwuchs zu finden. „Viele glauben noch, dass das mit einem Hauptschulabschluss zu schaffen ist, aber das ist kaum noch möglich“, sagte Lehrlingswart Bernd Griesbach (Fritzlar).

Trotz gutem Umfeld stagniert die Zahl der Lehrlinge im Kreis. „Wir finden nicht die Schulabgänger, die wir zur Umsetzung unserer Aufgaben benötigen und dadurch bleiben Lehrstellen unbesetzt“, beschreibt Griesbach die Situation. Dabei sind die Zukunftsaussichten in dem Marktbereich Energie besser denn je. Die Heizsysteme werden immer komplexer und die Bedeutung der Berufe steigt damit stetig. Technisch interessierte Jugendliche mit gehobenem Schulabschluss haben auch weiterhin beste Voraussetzungen auf eine Lehrstelle und auch die Chancen auf eine Weiterbeschäftigung nach der Lehre sind gut. Zur Zeit sind 53 Jugendliche in der Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik im Schwalm-Eder-Kreis.



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