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Nils Weigand: Gelber Sack gehört in die Tonne

FDP regt Prüfung an, ob Schwalm-Eder-Kreis Modellregion wird

Schwalm-Eder. Für den FDP-Kreisvorsitzenden Nils Weigand könnte der Schwalm-Eder-Kreis Modellregion einer neuen Abfallideologie werden. Die FDP-Fraktion im Hessischen Landtag will – wie im gemeinsamen Koalitionsvertrag mit der CDU auf Seite 77 festgelegt – mit dafür sorgen, dass es in Hessen einen Modellversuch zur Müllverwertung unter dem Motto gibt: „Gemeinsam sammeln – Getrennt verwerten“.

„Die Müllentsorgung muss für die Bürger einfacher und billiger werden“, so Nils Weigand. „Das staatlich verordnete Sortieren des Haus- und Verpackungsmülls von Hand sei weder ökologisch erforderlich noch ökonomisch sinnvoll.“ Gelber Sack und gelbe Tonne gehörten nach Ansicht der FDP abgeschafft. Der Abfall, der dort gesammelt werde, könne bedenkenlos auch in der so genannten „grauen Tonne“ landen.

Nils Weigand erklärte weiter: „Eine Reihe von ersten Versuchen hat gezeigt, dass Restmüll und Verpackungsabfälle gemeinsam über ein und dieselbe Tonne gesammelt und anschließend maschinell zuverlässiger und günstiger getrennt werden können. Das entlastet genauso die Umwelt, aber auch jeden Haushalt – organisatorisch und finanziell.“ In einem Modellversuch müsse auch geklärt werden, ob zusätzlich der Biomüll mit in die Graue Tonne kann oder nicht. Möglichst viel Abfall sollte am Ende in der grauen Tonne landen, damit in den Städten und Dörfern weniger Mülltonnen im Blickfeld sind.

Leider gebe es immer noch eine hohe Fehlerquote bei der Trennung von Hand. Und wenn Verpackungs­material in den Restmüll wandere, zahle der Verbraucher doppelt. Über den Produktpreis trage er die Lizenzgebühren für das duale System und bei der Kommune fallen Müllgebühren an. Außerdem komme es immer noch zur absurden Mülltrennung, bei der Jogurtbecher mit heißem Wasser ausgewaschen werden oder Biomüll samt Plastiktüte in der Biotonne lande.

„Künftig müssten aber in jedem Fall Papier und Glas weiter getrennt gesammelt werden. Und das sei Aufwand genug für die Bürgerinnen und Bürger,“ sagte Weigand abschließend.



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