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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Das Heim steht auf der Kippe

Hephata Rumänienhilfe bitte um Spenden für nächsten Transport

rumaenien1Schwalmstadt-Treysa. „Der Mangel hat eine neue Dimension erreicht“, so beschreibt Inge Thiel die Lage im rumänischen Kinderheim Preventoriul Tbc de copii Ilisuna. Aufgrund von Budgetkürzungen und eines Besitzerwechsels steht das Heim auf der Kippe. Derzeit leben dort 180 Kinder zwischen zwei und 14 Jahren. „Das Gesundheitsministerium hat die jährlichen Zahlungen um zehn Prozent gekürzt“, sagt Inge Thiel. Gemeinsam mit ihrem Mann, Hephata Fuhrparkleiter Heinz Thiel, unterstützt die Lehrkraft der Hephata Förderschule seit 1996 ein Kinderheim in Rumänien. Im Schnitt zwei Hilfstransporte organisieren sie jedes Jahr für die Kinder, Jugendlichen und Mitarbeiter des Heimes. So ernst sei die Lage aber noch nie gewesen.

„Es geht jetzt um keine Reparaturarbeiten mehr, sondern um die Grundversorgung.“ Die zehn Prozent machen 25.000 Euro im Jahr aus. Diese werden nun bei Gehältern und Nahrung gekürzt. „Dabei leben sie ja nun gar nicht im Luxus, ich frage mich, wo die noch einsparen wollen.“ Beim nächsten Transport Ende Juni sollen deswegen verstärkt Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis, Zucker und Mehl, aber auch Geld gespendet werden. Denn die Kürzungen sind das eine, ein Besitzerwechsel das andere Problem.

Das Heim unterteilt sich in mehrere Gebäude. Einige kleine und ein großes, ehemaliges Herrenhaus, in dem derzeit 70 von den 180 Kindern und Jugendlichen untergebracht sind.

rumaenien2Nun hat es laut Inge Thiel einen Besitzerwechsel gegeben: Was vorher als Gemeindeeigentum galt, gehört jetzt einem Privaterben. Dieser verlangt 1.000 Euro Miete im Monat für das Herrenhaus – einen Betrag, den das Heim nicht aufbringen kann. Die Folge: Die 70 Kinder müssen so schnell wie möglich aus dem Hauptgebäude raus und in eines der Nebengebäude, für die erstmal keine Miete bezahlt werden muss, umziehen. Der Haken dabei ist, dass fast alle Nebengebäude in einem katastrophalen Zustand sind. So auch das, für das die Hephata Rumänienhilfe schon einmal Geld sammelte, um es für die Kleinkinder im Heim umzubauen. Dort sollen nun die 70 Kinder einziehen. Einiges wurde schon angeschafft und bewirkt, das meiste muss noch werden: Das Dach ist undicht, seine Holzträger morsch, die Fenster sind kaputt, Heizung, Tapeten, Fußböden, Putz – „im Grunde müsste das Haus abgerissen werden, aber das wäre noch teurer als die Renovierung“, so Inge Thiel. Handwerker vor Ort sollen nun mit Spendengeldern beauftragt werden, Heinz Thiel wird selbst auch mit Hand anlegen. „Wir hoffen auf Unterstützung aller Art“, sagt Inge Thiel.

„Die Regierung lässt das Heim im Stich und dann noch die hohe Mietforderung, es ist Zukunftsangst zu spüren.“ Nach außen trügen die Mitarbeiter die Situation mit Fassung, doch zwei Fragen stünden deutlich im Raum: „Was passiert mit meinem Job? Und: Wird das Heim geschlossen?“ (me)

Nähere Informationen: Heinz und Inge Thiel, (06691/181110, E-Mail: hithiel@t-online.de. Sachspenden bitte bei der Energiezentrale Hephatas abgeben, Geldspenden mit dem Stichwort „Rumänienhilfe“ überweisen an: Stadtsparkasse Schwalmstadt, BLZ: 52053458, Konto-Nr.: 4242. Spenden für den aktuellen Hilfstransport müssen bis spätestens Freitag, 12. Juni, eingegangen sein.



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