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Erwerbstätigkeit in den Ländern deutlich abgeschwächt

Hessen. Die Wirtschaftskrise und der lange, kalte Winter haben auf dem Arbeitsmarkt ihre Spuren hinterlassen. Wie der Arbeitskreis Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder (AK ETR) nach vorläufigen Berechnungen mitteilt, entwickelte sich die Erwerbstätigkeit in allen Ländern im ersten Quartal 2009 nicht nur deutlich schwächer als in den vorangegangenen Quartalen, sondern auch sehr unterschiedlich. In den alten Ländern (insgesamt ohne Berlin) gab es im ersten Quartal 2009 im Vorjahresvergleich noch eine Zunahme der Beschäftigung um 64 500 Personen oder 0,2 Prozent. Der Anstieg war aber deutlich schwächer als in den vorangegangenen Quartalen. Im ersten Quartal 2008 konnte noch ein Plus von 1,8 und im vierten Quartal von 1,1 Prozent verbucht werden.

In den neuen Ländern (insgesamt ohne Berlin) setzte sich die positive Entwicklung aus den Vorquartalen nicht mehr fort. Sie verzeichneten im ersten Quartal 2009 einen Rückgang der Beschäftigung von 0,7 Prozent oder 41 250 Personen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ein Rückgang der Beschäftigung wurde hier letztmals im ersten Quartal 2006 registriert. Ursächlich für den Rückgang im aktuellen Quartal war, dass der Aufbau von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen im Vergleich zum Vorjahr fast zum Stillstand gekommen ist, sowie ein Rückgang bei der Zahl der Personen mit geringfügiger Beschäftigung (Minijobber). Die alten Länder meldeten dagegen bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten noch moderate Zugänge.

Insgesamt waren in den neuen Ländern im Durchschnitt des ersten Quartals 5,6 Millionen Personen beschäftigt. Der Anteil an den Erwerbstätigen in Deutschland insgesamt verringerte sich um 0,2 Prozentpunkte auf nunmehr 14,1 Prozent.

In den alten Ländern hatten 32,6 Millionen Erwerbstätige oder 81,8 Prozent ihren Arbeitsplatz und in Berlin 1,6 Millionen oder 4,1 Prozent. Bundesweit gab es 39,9 Millionen Erwerbstätige, 0,1 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Spannweite der Veränderungsraten in den Ländern reichte von minus 1,3 Prozent in Thüringen bis plus 1,6 Prozent in Hamburg. Die vermehrte Inanspruchnahme von konjunktureller Kurzarbeit dürfte sich hierbei noch positiv auf die Entwicklung der Erwerbstätigkeit ausgewirkt haben.

Bei den hier vorgelegten Länderergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamtes vom 20. Mai 2009 basieren, handelt es sich um Berechnungen des AK ETR, dem alle Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören.

Weitere Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Homepage des AK ETR unter www.statistik-hessen.de/erwerbstaetigenrechnung abgerufen werden.

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe aller Erwerbstätigen nach dem Inlandskonzept (Arbeitsortkonzept). Erfasst werden demnach alle Personen, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zuzüglich der außerhalb dieses Gebietes wohnenden Personen, die als Einpendler in diese Region ihren Arbeitsplatz erreichen. Zu den Erwerbstätigen rechnen alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und marginal Beschäftigte) oder als Selbstständige einschließlich deren mithelfenden Familienangehörigen, eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Grundlage für diese Definition bilden die von der International Labour Organization (ILO) aufgestellten Normen, die im Einklang mit den entsprechenden Definitionen im Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 1995 stehen.



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