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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Frauen in ländlichen Gemeinden häufiger Mutter

Hessen. Frauen, die in den ländlichen Gemeinden Hessens leben, waren häufiger Mutter eines leiblichen Kindes als Frauen, die in eher städtisch geprägten Gemeinden wohnten. Wie das Hessische Statistische Landesamt anhand der Ergebnisse des Mikrozensus 2008 mitteilt, hatten 90 Prozent der Frauen in ländlichen Gemeinden im Alter zwischen 45 und 75 Jahren mindestens ein Kind zur Welt gebracht. Frauen der gleichen Altersgruppe hingegen, die in einer städtischen Gemeinde lebten, waren lediglich in 83 Prozent der Fälle Mutter.

Zu den ländlichen Gemeinden zählen Gemeinden mit einer Bevölkerungsdichte von weniger als 100 Einwohnern pro Quadratkilometer. Alle Gemeinden mit einer Bevölkerungsdichte von mindestens 500 Einwohnern pro Quadratkilometer und mindestens 50.000 Einwohnern zählten hingegen zu den urbanen Gemeinden.

Generell stieg mit abnehmender Bevölkerungsdichte der Gemeinden der Anteil der Mütter. Diese Beobachtung traf auf alle Altersklassen zu und trat bei den jüngeren Frauen zwischen 16 und 45 Jahren verstärkt zu Tage. In dieser Altersgruppe hatten 55 Prozent der Frauen in den ländlichen Regionen Hessens bereits ein Kind geboren; der Anteil lag damit um zwölf Prozentpunkte höher als bei den gleichaltrigen Frauen in den Städten.

Frauen ländlicher Regionen bekamen mehr Kinder als ihre Geschlechtsgenossinnen in den Städten. Rund 29 Prozent der Frauen mit Kindern aus den ländlichen Gemeinden im Alter zwischen 45 und 75 Jahren hatten drei oder mehr Kinder geboren, 51 Prozent zwei Kinder und 20 Prozent ein Kind. In den Städten hingegen brachten 22 Prozent der Frauen dieser Altersgruppe drei oder mehr Kinder zur Welt, 46 Prozent zwei Kinder und 32 Prozent ein Kind.

Auch wenn Frauen ländlicher Gegenden häufiger und mehr Kinder zur Welt brachten, sind die ländlichen Gemeinden nicht unweigerlich die „Kinderstube Hessens“. Denn insgesamt lebte weniger als jede zwölfte Frau im Alter zwischen 16 und 45 Jahren in einer ländlichen Gemeinde. Zudem entschieden sich – dem generellen Trend folgend – auch auf dem Lande immer weniger Frauen für eigenen Nachwuchs. Während von den 65- bis 75-jährigen Frauen 92 Prozent zumindest ein leibliches Kind hatten, waren es unter den 45- bis 54-Jährigen nur noch 86 Prozent. Bei den jüngeren Frauen ist voraussichtlich mit einem weiteren Rückgang zu rechnen. (red)



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