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Wirkliche Liebe hat eine Geschichte aufzuweisen

Weihbischof Diez bei ökumenischem Gottesdienst in Spangenberg

Spangenberg. „Von wirklicher Liebe kann nur die Rede sein, wo sie eine Geschichte aufzuweisen hat. Weil sie mehr ist als ein spontanes oder vorübergehendes Gefühl, kann man ihren Wert auch an den Zeiten erkennen, die sie überdauert.“ Dies betonte der Fuldaer Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez am Sonntag, 23. August, in einer Ansprache auf dem Marktplatz in Spangenberg. So wie manche Kunstschätze ihren besonderen Wert aufgrund der ihnen durch die Jahre zugefügten Spuren hätten, sei es auch mit einer Glaubensgeschichte, die sich durch viele Höhen und manche Tiefen als „Liebesgeschichte Gottes mit den Menschen“ offenbart habe.

Weihbischof Diez übermittelte die Glück- und Segenswünsche des Bistums Fulda, besonders von Bischof Heinz Josef Algermissen und Weihbischof Johannes Kapp, zum 700. Jubiläum der Stadt Spangenberg. Zusammen mit Bischof Prof. Dr. Martin Hein (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck) feierte Diez aus diesem Anlaß einen ökumenischen Gottesdienst. „Mein Gebet gilt Ihnen hier in der Stadt, daß ihr Miteinander gesegnet sei, daß in Ihrer Stadt die Botschaft des Herrn von seiner verheißenen Nähe weiterhin aufmerksam gehört werde und die Menschen in Solidarität und Liebe ihre Welt heller machen können.“

Die Zeit sei kein leerer Raum und kein neutraler Ort, sondern „Teilhabe am Leben Gottes“; sie habe ihren Ursprung in Gott, komme von Gott und sein in jedem Augenblick offen auf Gott hin. Wenn Spangenberg 2009 auf 700 Jahre Stadtrechte zurückblicken könne, so sei dies nicht einfach eine Zahl, sondern diese Zeit stehe für die Wege der Geschichte, für schwere und gute Jahre, Generationenfolge, „Menschen vor uns und mit uns“, hatte der Weihbischof zu Beginn hervorgehoben. „Wir glauben an einen Gott, der nicht blindes Weltgesetz, nicht oberste Norm, nicht bloß Ingenieur einer abrollenden Schöpfung ist, sondern an einen Gott, der sprechen kann und sprechen will“, so Diez. Gott verschenke sich selbst und gehe über sich hinaus. Im Stadtbild von Spangenberg begegne man der Geschichte der Menschen auf Schritt und Tritt. Der Gast aus Fulda erinnerte an die Sage vom verliebten Paar Kuno und Else, die Spangenberg den Beinamen „Liebenbachstadt“ eingebracht habe. Auch das Evangelium sei eine Liebesgeschichte, die Christen die Erfahrung eröffne, wie im Glauben die Liebe beginne und wie die Gemeinschaft mit Gott den Menschen eine neue Qualität von Miteinander und Füreinander schenke. (bpf)



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